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DV

SD-Videobandformat für die Aufzeichnung digitaler Ton- und Bilddaten auf ein ME-Metallband mit einer Breite von 6,35 mm (1/4“). Das DV-Format arbeitet mit einer Quantisierung von 8 Bit und komprimiert die Daten mit dem Faktor 5:1. Die Komprimierung findet immer nur innerhalb eines Bildes statt (Intraframe).

Hierfür wird ein mathematisches Verfahren, die diskrete Cosinus-Transformation, eingesetzt. Mit Hilfe von DCT und weiteren Rechenoperationen werden die weniger relevanten Informationen innerhalb eines Bildes erkannt und dann gezielt weggelassen. Zudem werden die Helligkeits- und Farb­anteile des Bildsignals nicht im Verhältnis 4:2:2, sondern im Verhältnis 4:2:0 (bei PAL) verarbeitet. Bei NTSC arbeitet DV mit einer Signalverarbeitung von 4:1:1. Es wird also bei der Farbauflösung etwas Qualität geopfert, um Datenmenge einzusparen.

DV arbeitet mit einer Videodatenrate von rund 25 Megabit pro Sekunde (als Mbit/s oder Mbps abgekürzt) und zeichnet den Ton unkomprimiert im Zweikanal-Modus mit 16 Bit und 48 Kilohertz digital auf. Viele Geräte ermöglichen auch das Arbeiten mit vier Tonkanälen. Dabei erfolgt die Aufzeichnung mit 12 Bit / 32 kHz.

DV-Geräte nutzen die kompakten Mini-DV-Kassetten (bis 60 Minuten Laufzeit in Standard-Play) oder die größeren Standardkassetten (maximal 270 Minuten). Die Spurbreite auf dem Band beträgt 10 µm.

DV war eigentlich für den Consumer-Markt gedacht, aber die Qualität erwies sich als so gut, dass auch viele Profis DV in der Akquisition einsetzen. DV-Camcorder sind immer noch von zahlreichen Herstellern erhältlich.

Als Anschluss für den Austausch der komprimierten, digitalen Signale zwischen DV-tauglichen Geräten, hat sich eine Buchse durchgesetzt, die als FireWire, IEEE-1394 oder i-Link bezeichnet wird.



Siehe auch:
4:2:0
4:2:2
DCT
FireWire
IEEE-1394 ME

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