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DNxHD

DNxHD ist ein Codec, den Avid entwickelt hat, der aber mittlerweile von der SMPTE standardisiert wurde. Damit lassen sich HD-Signale sehr effektiv komprimieren. DNxHD ist ein DCT-basierter Codec, der ausschließlich I-Frames produziert und mit 4:2:2-Signalverarbeitung arbeitet. Es handelt sich nicht um ein MPEG-Verfahren.

Nicht nur Avid-Systeme nutzen DNxHD, der Codec findet auch im Einsatz bei Kameras von Ikegami, Arri und bei einigen Recordermodellen, etwa von Atomos.

DNxHD gibt es in diversen Qualitätsstufen mit unterschiedlichen Datenraten und Bit-Tiefen, wobei die Zahl, die den Begriff DNxHD ergänzt, die jeweilige Datenrate in Mbps angibt. Die Datenrate unterscheidet sich zwischen 720p/50 und 1080i/25 nur geringfügig.
•    DNxHD185x / DNxHD175: arbeitet mit 8 oder 10 Bit
•    DNxHD 120 / 85 / 36: arbeitet mit 8 Bit

Den Vorteil von DNxHD gegenüber anderen Codecs sieht Avid darin, dass er für die Postproduction optimiert sei, während andere Codecs ihre Stärken eher in der Akquisition und Distribution entfalten könnten. Ziel bei der Entwicklung war es, HD-Signale so effektiv zu komprimieren, dass man in vielen Fällen keinen Unterschied zu unkomprimierten Signalen sieht, aber auf Datenraten kommt, die nur wenig über denen von unkomprimierten SD-Videodatenströmen liegen. Mit einem ähnlichen Ansatz hat Apple das ProRes-Format entwickelt.

Der generelle Nachteil, wenn ein Schnittsystem einen anderen Codec nutzt als das Akquisitionssystem, liegt darin, dass man nicht direkt auf die Files aus der Akquisition zugreifen kann. Stattdessen muss das Material beim Einspielen transkodiert werden. Dadurch verliert man Zeit und dafür braucht man auch Prozessorleistung, außerdem birgt jeder Transcoding-Prozess das Risiko der Qualitätsverschlechterung und des Auftretens von Artefakten.



Siehe auch:
Artefakt
Codec
DCT-Kompression
I-frame
I-Frame only
ProRes 422

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