Sie nutzen momentan einen Gast-Zugang, der Ihnen nur eingeschränkten Zugriff auf die Inhalte von film-tv-video.de erlaubt. Wenn Sie sich registrieren, können Sie alle Bereiche kostenlos nutzen, und auch den ebenfalls kostenlosen Newsletter abonnieren. » zur Registrierung
News
News: Branche, 28.03.2012
Skylogic: kompaktes, mobiles SNG-System mit flexibler Nutzung
Über den Kommunikationssatelliten Ka-Sat sind unter anderem auch flexible SNG-Dienste möglich. Jetzt hat die Eutelsat-Tochterfirma Skylogic mit NewsSpotter ein mobiles SNG-Übertragungssystem vorgestellt, das diese Technologie nutzt.
|
Im vergangenen Jahr nahm Eutelsat den neuen Hochleistungssatelliten Ka-Sat in Betrieb. Ka-Sat ist als Kommunikationssatellit konzipiert, er stellt von der geostationären Position 9° Ost aus Übertragungsleistungen im Ka-Band für Europa und den mittleren Osten bereit. Er soll unter anderem in Gegenden mit terrestrischer Unterversorgung für schnelle Internet-Verbindungen sorgen. Eutelsat hat zu diesem Zweck etliche Verträge mit Providern abgeschlossen. Zusätzlich zu den Internet-Services kann Ka-Sat aber auch als Ergänzung zur SNG-Übertragung im C- und Ku-Band gedacht. In diesem Bereich bietet Eutelsat über die Tochterfirma Skylogic ab sofort einen neuen News-Gathering-Service namens NewsSpotter an. Dahinter verbirgt sich ein kompaktes Übertragungssystem, das in einem Koffer transportiert oder auf kleinen Fahrzeugen montiert werden kann. Es soll Übertragungen mit 20 Mbps im Uplink und bis zu 50 Mbps im Downlink unterstützen. Damit soll NewsSpotter für Sender und Agenturen neue Möglichkeiten einer schnellen und kostengünstigen Live-Berichterstattung bieten. Eutelsat und die Tochterfirma Skylogic stellten NewsSpotter kürzlich im Rahmen einer Pressekonferenz in London vor. Dr. Achille de Tomasso, CEO von Skylogic, sieht in dem kompakten Übertragungssystem eine leistungsfähige und dennoch sehr kostengünstige Übertragungsmöglichkeit für Broadcaster: »Damit werden Live-Außenübertragungen in guter Qualität kosteneffizienter als je zuvor möglich.« Der Dienst unterstütze zudem in idealer Weise den schnellen und mobilen Transfer von Filmrohmaterialien und Proxy-Files direkt vom Drehort in die Postproduction. Im Unterschied zu den Rucksackübertragungssystemen, die Hersteller wie LiveU und andere in den vergangenen zwei Jahren vorgestellt hatten, nutzt NewsSpotter nicht das Mobiltelefonnetz für die Übertragung von Bild und Ton, sondern eben die Satellitenverbindung via Ka-Sat. Das ist aus der Sicht von Eutelsat ein entscheidender Vorteil zu den anderen Rucksacksystemen, denn Ka-Sat garantiere eine sichere Übertragung, die nicht von der aktuellen Auslastung des Telefonnetzes abhängen. Cristiano Benzi, Eutelsat Director Pre-Sales und Customer Care, betont weiter, dass NewsSpotter aber bezüglich der Kosten durchaus mit den Rucksacksystemen konkurrieren könne, die auf Telefonnetzen basieren: Die passenden Übertragungsysteme für NewsSpotter sind demnach schon ab 10.000 Euro verfügbar, einzelne Übertragungen können per Internet gebucht und nach tatsächlichem Übertragungsvolumen abgerechnet werden. Eckdaten NewsSpotterDas Nutzerterminal von NewsSpotter ist kompakt ausgelegt. Es lässt sich in der Fly-Away-Version leicht in einem Rucksack transportieren oder auf dem Dach eines kleinen Fahrzeugs montieren. Mit NewsSpotter können sich mobile Nachrichtenteams sehr rasch an Studios für den Transfer von Live-Aufnahmen, Bildern und Daten anbinden. Dank einer nativen IP-Verbindung lässt sich NewsSpotter auch in moderne News-Gathering-Arbeitsabläufe integrieren und ist in der gesamten Ausleuchtzone des Satelliten verfügbar, die sich über Europa, Nordafrika sowie große Teile des Mittleren Ostens erstreckt. Die 75-cm-Antenne und das NewsSpotter-Terminal lassen sich laut Hersteller in nur zwei Minuten aufbauen, automatisch ausrichten und so für schnelle »Scene to Screen«-Verbindungen nutzen. Die benötigte Bandbreite kann das Nachrichtenteam über eine Selbstbucher-Applikation online oder per Pre-Booking für geplante und garantierte Reservierungen buchen. Die Nutzer loggen sich hierzu unter Angabe der Nummer ihres Nutzerterminals, ihres Einsatzortes, des Zeitfensters und der benötigten Bitraten für Return- und Forward-Verbindungen einfach im OSS-Portal von Skylogic ein. Um dieses Video abzuspielen, benötigen Sie ein aktuelles Flash-Plugin für Ihren Browser. Christiano Benzi von Eutelsat stellt im Video NewsSpotter vor. Nutzer-TerminalsVerschiedene Hersteller haben bereits Nutzer-Terminals für NewsSpotter entwickelt — in drei verschiedenen Varianten: Fly Away, Vehicular Compact und Vehicular Rugged. Die Fly-Away-Terminals im Rucksack- oder Trolley-Format erfordern eine manuelle Ausrichtung, wiegen zwischen 5 bis 10 kg und haben einen Antennendurchmesser von 60 bis 75 cm. Das Vehicle-Compact-Terminal hat einen Steuermotor und lässt sich hiermit automatisch ausrichten. Die Antennengrößen liegen hier zwischen 75 bis 90 cm. Die fest am Fahrzeug zu installierenden Rugged-Vehicle-Terminals sind mit Antennen zwischen 75 bis 120 cm verfügbar. Eckdaten Ka-Sat-ÜbertragungFür die Übertragung des Materials zum TV-Sender werden bei NewsSpotter die beschriebenen, professionellen Ka-Sat-Terminals eingesetzt. Der Dienst setzt auf Standard-IP-Routing, bietet Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 20 Mbps und nutzt neben dem Satelliten auch dessen glasfasergestützte Bodennetzwerkinfrastruktur. Wie sieht das im Detail aus? Dazu muss man sich zunächst die Ka-Sat-Eckdaten vergegenwärtigen: Eutelsat hat 2011 mit dem Ka-Sat einen leistungsstarken Satelliten in Betrieb genommen, der ausschließlich Ka-Band-Frequenzen nutzt und der mit Hilfe von 82 Beams, die mit acht von Skylogic betriebenen Bodenstationen (Gateways) verbunden sind, Europa komplett abdeckt. Eutelsat gibt eine Gesamtkapazität von 70 Gbps an, was bis zu 475 Mbps pro Spot entspricht (Hin- und Rückkanal). Über die Gateways erfolgt der Ka-Sat-Zugang zum Internet-Backbone. Vor- und NachteileDie Satellitenübertragung im Ka-Band wurde lange Zeit kontrovers diskutiert – nicht zuletzt deshalb, weil praktische Erfahrungswerte fehlten. Das ist nun anders, und mit der Inbetriebnahme des neuen Satelliten hat sich die Situation verändert, denn mittlerweile gibt es schon zahlreiche Anwendungen, die darüber abgewickelt werden. Eutelsat hebt die Zuverlässigkeit und Qualität einer Satellitenübertragung via Ka-Sat als großen Vorteil des NewsSpotter-Systems hervor, betont aber auch, dass diese Art der Übertragung bezahlbar sei. Etliche große Sender haben das System auch schon im Einsatz. Cristiano Benzi, Eutelsat Director Pre-Sales und Customer Care, berichtet: »Sender mit höchsten Standards wie BBC, RTL, Rai und Sky haben NewsSpotter bereits mit Live-Übertragungen in Europa getestet – und belegen dessen interessante, sofortige Anwendungsmöglichkeiten für das Nachrichtengeschäft.« Verwandte Artikel:01.10.2012 - Schott und Teracue verbinden Sat- mit IP-Übertragung 18.09.2012 - IBC2012: Neues von Teracue 21.10.2011 - LU40i: Mobile Videoübertragung per Handynetz 16.09.2011 - IBC2011: Videoübertragung mit Code One 14.07.2011 - Regionale Themen On Air: WestCom nutzt LiveU |
![]() Dr. Achille de Tomasso, CEO von Skylogic, sieht darin ein zentrales neues Produkt für die Nachrichtenübertragung. ![]() Cristiano Benzi, Eutelsat Director Pre-Sales und Customer Care, berichtet, dass Sender wie die BBC, Rai und RTL das System schon ausgiebig getestet und eingesetzt haben. ![]() NewsSpotter kann mit selbstausrichtenden Antennen genutzt werden, ... ![]() ... aber auch mit Fly-Away-Antennen. ![]() Das System ermöglicht sehr kompakte SNG-Fahrzeuge. ![]() Der italienische TV-Dienstleister M-Three Satcom hat NewsSpotter ... ![]() ... schon in seine SNG-Fahrzeuge integriert und arbeitet damit. |








