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Site-Report: Produktion Eurovision Song Contest 2025

Wie unterstützte NEP als Technik-Dienstleister den ESC in Basel? Ein Blick hinter die Kulissen der Show, die allein in Deutschland über neun Millionen Menschen erreichte.



©Sas Kaykha

Hier saßen die Teilnehmenden während des Wettbewerbs.

Live Edit und Kameraperspektiven

Es war sehr interessant zu sehen, wie so ein einzelner Showact eigentlich geplant wird und letztendlich abläuft. So gab es aus fast jedem Teilnehmerland einen Director, der dem Team von NEP im Vorfeld Vorschläge unter anderem für die Kameraeinstellungen machte. NEP setzte das im Rahmen des Möglichen um.

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Es wurde ein »Live Edit« erstellt.

Während der Proben wurde dann ein »Live Edit« erstellt. Die Regisseure der jeweiligen Länder konnten in dieser Phase die Einstellungen checken. Stand alles fest, wurde der Act dann während der Show automatisch live geschnitten. Händisch zu schneiden wäre bei all den verschiedenen Kameras zu kompliziert, außerdem sollte jeder Act die gleichen Chancen erhalten. Lediglich Zwischensequenzen, Moderationen usw. wurden noch händisch (live) geschnitten.

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Umfangreiche LED-Technik war im Einsatz.

Für die LED-Technik in Basel war CT (Creative Technology) zuständig, eine Tochterfirma von NEP. Sie baute die LEDs auf und bespielte sie mit den Inhalten und Grafiken, die in die Show integriert wurden.

Neben der großen LED-Wand im Hintergrund waren auch diverse Bühnenelemente mit LED-Modulen bestückt, etwa die Schweizer Berglandschaft, aber auch der große Bühnenbogen. Entworfen hat diese Installation Florian Wieder.

Backstage Tour beim Halbfinale

Bei der Probe des Halbfinales hatte film-tv-video.de zusammen mit anderen Fachjournalisten die Gelegenheit, einen Blick auf die Produktion zu werfen.


Fotos der NEP Group / Fotograf Alberto Morand von der Produktion des ESC2025 in Basel.

Diese Probe war »heiß«, fand also mit Publikum und Aufzeichnung statt. Durch den automatisierten Schnitt waren die Shows synchron, und die Probe wurde als Backup aufgezeichnet. Die Aufzeichnung lief dann bei der Live-Übertragung parallel mit, bei Fehlern oder Störungen hätte man nahtlos in die 1:1-Aufzeichnung wechseln können.

©Sas Kaykha

Der ESC zieht unzählige Fans an.

Es ist keine Übertreibung, zu schreiben, dass die gesamte Produktion absolut eindrucksvoll war. Schon vor Beginn wurde die Veranstaltungshalle von unzähligen Fans belagert. Nach den Sicherheitskontrollen, von denen sich so mancher Flughafen eine Scheibe abschneiden könnte, führte Christian Koseck von NEP durch den Backstage-Bereich.

©Sas Kaykha

Christian Koseck von NEP führte durch den Backstage-Bereich.

Dort gab es neben unzähligen Stylisten, Umkleiden und ganzen Frisörstudios auch die Kabinen für die internationalen Sprecher. In einer dunklen Basketballhalle waren davon unzählige aufgereiht.

Bevor es auf die Bühne ging, kamen die Künstler in einen gesonderten »Mikrofonraum«. Hier wurden die Mikros befestigt und ein kurzer Soundcheck durchgeführt.

©Sas Kaykha

Der FOH-Arbeitsplatz.

Nachdem wir am beeindruckenden FOH vorbei in den Bühnenbereich der Gäste kamen, offenbarte sich zum ersten Mal der Blick auf den kompletten Saal. In der Mitte die imposante Bühne, im Hintergrund die LED-Wand.

Unscheinbar an der Decke hingen die Spidercams. Die Techno-Kräne und auch andere Technik war kaum zu sehen – es ist immerhin eine Veranstaltung mit Publikum, und das soll nicht durch Technikaufbauten gestört werden. Schon jetzt – ohne laufenden Betrieb – war das Ganze überaus eindrucksvoll. Noch beeindruckender wurde das ganze Setting aber, als die Türen für die Fans geöffnet wurden: Man muss sich das vorstellen wie in einem leeren Schwimmbad, bei dem jemand plötzlich riesige Rohre öffnet und das Becken mit voller Wucht flutet…

NEP-Technik auf dem Broadcast Compound
©Sas Kaykha

Axel Engström im Ü-Wagen.

Damit das alles produktionstechnisch perfekt in Szene gesetzt werden konnte, war NEP wie erwähnt mit zwei Ü-Wagen vor Ort, wobei der zweite als Backup diente und in puncto Ausstattung eine exakte Kopie des ersten Fahrzeugs war.

©Sas Kaykha

Zentrale Technik.

NEP profitiert bei seinen Ü-Wagen von einem modularen Konzept, das gemeinsam mit Broadcast Solutions schon vor einigen Jahren entwickelt wurde. Es basiert darauf, dass die Ü-Wagen nach einem einheitlichen Grundmuster vorkonfiguriert sind und in diversen Ausbaustufen verfügbar, aber dennoch individuell anpassbar sind.

Diese Art, Ü-Wagen zu bauen, ist sehr effizient und schafft überdies die Möglichkeit, dass sich das Personal auch in unterschiedlichen Fahrzeugen schnell zurechtfindet.

©Sas Kaykha

NEP profitiert bei seinen Ü-Wagen von einem modularen Konzept.

Der beim ESC als Hauptwagen eingesetzte UHD2 ist einer der ersten Ü-Wagen, der mit IP-Technik ausgestattet wurde. »Ein großer Teil der Infrastruktur des ESC-Projekts basierte trotzdem noch auf SDI-Technik, weil wir sehr viele Signale verarbeiten und mit anderen Bereichen der Produktion verbinden müssen«, erzählt mir Axel Engström. Beim ESC ist es also noch ein Mix aus beidem, für die Zukunft sieht Axel hier aber IP als klare Weiterentwicklung.

Seite 1: ESC in Basel, TV-Dienstleister NEP, Eckdaten
Seite 2: Live Edit, Backstage Tour, NEP-Technik
Seite 3: TFC-Plattform, Musikmix, Resümee

Autor: Sas Kaykha, Nonkonform

Bildrechte: Sas Kaykha, Victor Holmqvist (1), Alberto Morand (Video-Fotogalerie)

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