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ILA-Projektion

Image Light Amplifier.
Die ILA-Technologie ermöglicht die derzeit hellsten und schärfsten Videoprojektionen. Sie arbeitet mit Lichtverstärkung, das Bild einer schwächeren Lichtquelle wird dabei verwendet, um das Licht einer helleren Quelle zu steuern, somit helle Bilder zu projizieren.
Die ILA-Technologie wird oft mit dem Begriff Lichtventil (Light Valve) umschrieben, obwohl dieser Begriff eine falsche Vorstellung von der Funktionsweise vermittelt: ILA-Elemente sind lichtundurchlässig, der lichtverstärkende Effekt beruht auf Reflexion.
Das relativ schwache Licht einer hochauflösenden Bildröhre fällt beim ILA-Projektor durch eine Optik auf die lichtempfindliche Seite des ILA-Elements. Dem Lichteinfall entsprechend verändert sich das Reflexionsverhalten einer hauchdünnen Spiegelschicht, die in das ILA-Element eingebettet ist und über der eine Flüssigkristallschicht liegt. Von der anderen Seite wird das ILA-Element mit einer hellen Lichtquelle beleuchtet. Im Zusammenspiel mit der Flüssigkristallschicht reflektiert die Spiegelschicht das Licht so, dass auf der Leinwand ein getreues Abbild des auf der Bildröhre angezeigten Bildes zu sehen ist, allerdings mit einer vielfach höheren Helligkeit.
Dieses Grundprinzip wird in ILA-Projektoren für die drei Grundfarben rot, grün und blau getrennt eingesetzt, die drei einfarbigen Teilbilder werden dann über ein Linsensystem zusammengeführt.
Ein Vorteil des ILA-Verfahrens liegt darin, dass die Auflösung letztlich nur durch die Bildquelle begrenzt ist. Weil Bildröhren bislang die höchsten Auflösungen bieten, werden derzeit in ILA-Projektoren ausschließlich Röhren als Bildquelle eingesetzt. Prinzipiell kommen aber auch andere Bildquellen in Frage. Das ILA-Element selbst weist keine Pixelstruktur auf, es ist in Bezug auf Auflösung und Austastung variabel und überträgt das Bild ohne weitere Rasterung, ohne Pixelbildung oder Umrechnung auf die Leinwand. Das Projektionsbild ist dadurch sehr homogen.
Die Spiegelschicht im ILA reflektiert nahezu 100 % des einfallenden Lichts. Deshalb und wegen der grundlegenden Konstruktionsweise sind mit ILA-Geräten Bildhelligkeiten möglich, die derzeit mit keiner anderen Videoprojektionstechnik erreicht werden können. Auch beim Kontrastumfang liegen ILA-Projektoren an der Spitze aller Videoprojektionssysteme.
Nachteile liegen in der teuren und aufwendigen Herstellung und darin, dass die ILA-Elemente nur innerhalb recht enger Temperaturgrenzen zuverlässig funktionieren. Der hohe konstruktive Aufwand führt zu unhandlichen Baugrößen und zu höheren Preisen für die Projektoren.

Siehe auch:

D-ILA-Projektion
DLP-Projektion
LCD-Projektion
Pixel
RGB Röhrenprojektion