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Aliasing

Sammelbegriff für störende Bildeffekte, die durch zu niedrige Sampling-Frequenzen entstehen können.

Ein Beispiel ist das grafische Aliasing, dessen Grundprinzip einfach zu verstehen ist: Legt man etwa zwei Gitter oder Raster übereinander, können dabei zusätzliche neue, viel feinere Muster entstehen, als sie in einem der beiden einzelnen Raster vorkommen. Solche Muster können sich im Bildbereich störend auswirken. Grafisches Aliasing wird teilweise auch als Moiré bezeichnet. Filmt man mit einer Videokamera, deren Sensor ja ein bestimmtes Raster aufweist, eine LED-Videowand ab, die ja ebenfalls ein Raster aufweist, können dabei die störenden Moiré-Muster auftreten.

Aus Westernfilmen kennt man beispielsweise das zeitliche Aliasing: Fährt eine Kutsche durchs Bild, wirkt es häufig so, als drehten sich die Räder rückwärts. Die Ursache: Die Drehfrequenz der Speichen kollidiert mit der Bildwiederholfrequenz des TV-Bildes (50 Hz).

Auch der unerwünschte Treppeneffekt bei schrägen und gekrümmten Linien in Computergrafiken oder an harten Stanzkanten wird als Aliasing-Effekt bezeichnet.

Siehe auch:
Antialiasing