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Color Grading

Farbkorrektur, Lichtbestimmung.
Bevor ein Film ins Kino oder auf den TV-Bildschirm kommt, durchläuft er eine Bearbeitungsstufe, in der festgelegt wird, wie die Farben, der Kontrast, die Bildhelligkeit, also letztlich der »Look« des Filmes letztlich aussehen sollen. Dieser Arbeitsschritt findet in der Regel kurz vor Ende der Fertigstellung statt und wird als Color Grading bezeichnet. Er wird von einem Coloristen oder Lichtbestimmer in Zusammenarbeit mit dem DoP und/oder Regisseur durchgeführt.
Früher ging es in diesem Bearbeitungsschritt hauptsächlich darum, Farbigkeit und Lichtstimmungen der Kinokopie festzulegen oder bei der Abtastung für den Fernsehbetrieb einzustellen, wie das Filmbild auf dem Bildschirm dargestellt werden soll (Letterbox oder bildfüllend) und welcher Ausschnitt aus dem wesentlich größeren Kontrastumfang des Films wie innerhalb des wesentlich geringeren Kontrastumfangs eines TV-Monitors dargestellt werden soll.
Heute stehen aber auch spezielle Color-Grading-Systeme zur Verfügung, deren Eingriffsmöglichkeiten um ein Vielfaches über die Einstellung von Gamma-Kurven, Kontrast und Helligkeit hinaus gehen. Es sind tiefgreifende Bildmanipulation möglich, Color Grading beinhaltet heute auch Funktionalität aus der Effekt-Postproduction und aus dem Filmrestaurierungsbereich. Teilweise wird deshalb auch vom »Creative Color Grading« gesprochen, wenn ein System genutzt wird, das solche Möglichkeiten bietet.
Grading und Mastering spielen auch eine wichtige Rolle, wenn digitalisiertes Material auf Film ausbelichtet werden soll: Dann geht es darum, sicherzustellen, das der Film auf der Kinoleinwand so wirkt, wie das in der Nachbearbeitung an Bildschirmen festgelegt wurde.

Siehe auch:

DoP
Filmabtaster
Kontrastumfang
Letterbox
Telecine