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Kamera-Praxistest: Red Komodo

Die kompakte 6K-Kamera Komodo von Red im Praxistest bei film-tv-video.de.



Post

Während Blackmagic zum Beispiel komprimiertes 12-Bit-Raw aufnimmt, stehen bei Red 16 Bit unkomprimiert zur Verfügung, das durch Reds neue Image Pocessing Pipeline IPP2 läuft. Hier wird auch der Unterschied zu den höherpreisigen Red-Modellen deutlich: Diese erlauben eine Kontrolle und Vorschau der IPP2, während man bei der Komodo erst in der Post diese Vorzüge genießen kann.

In DaVinci Resolve kann man mit dem R3D-Material unglaublich viel anstellen.

Dass man in DaVinci Resolve mit dem R3D-Material unglaublich viel anstellen kann, wird uns ja jeden Tag in der Werbung präsentiert: Durch die hohe Dynamik kann man auch mal aus einem dunklen Raum ins Helle filmen, ohne absaufende Schatten oder ausgebrannte Lichter. Das Programm erlaubt den Eingriff in alle Raw-Parameter.

Lumetri in Adobe Premiere Pro erfordert mit R3D-Dateien etwas mehr Mühe.

Nutzt man Premiere, ist die Post etwas umständlicher. Um die Raw-Einstellungen zu verändern, muss man das File in der Ablage anwählen und hat dann unter Einstellungen einen weiteren »Master«-Tab. Alles Weitere wird dann mit 32-Bit in Lumetri erledigt.

Für den Test bin ich einen einfachen Weg gegangen: IPP2 in Premiere, die Raw-Parameter im Tab einstellen, in Lumetri unter »Kreativ« die Red-LUT laden (RED_BASE_to_Rec709) und unter »Einfache Korrektur« dann fein abstimmen.

Richtig spannend wird es aber — wie erwähnt — erst in DaVinci Resolve, und man muss letztlich aufpassen, dass man nicht viel zu lange vor der Farbkorrektur sitzt: Das R3D-Material lockt einen immer wieder…

Red, Komodo, © Sas

Der Einstieg in die R3D-Welt: Komodo.

Fazit

»The sensor is beautiful«, wird Regisseur, Filmproduzent und Kameramann Michael Bay zitiert. Er bekommt von Red natürlich auch alles, was er haben will — aber er hat trotzdem vollkommen recht.

Würde man »pixelpeepen«, wie es so schön heißt, kommt die Bildqualität wohl nicht ganz an die einer Helium oder Gemini heran. Aber das dürfte wohl in 99 % der Einsätze, für die diese Kamera gedacht ist, kein Problem darstellen.

Für Red-User ist die Komodo eine sehr gute Ergänzung. Für Neueinsteiger liegt die Hürde etwas höher.

Der Kamerapreis liegt drehfertig mit Monitor etwa 2.000 Euro über dem einer Canon C70. Aber für weniger kann man eben kaum in die unkomprimierte Raw-Welt einsteigen. Und im Grunde erhält man ja auch eine vollwertige Produktionskamera — wenn auch mit ein paar Einschränkungen.

Besitzt man schon andere Red-Kameras oder hat zumindest schon mit solchen gearbeitet, ist die Komodo eine sehr gute Ergänzung. Wenn man zudem einiges an passender Peripherie besitzt — wie etwa EF- oder RF-Optiken und etwa einen SmallHD-Monitor — dann blickt man ganz sicher auch noch mal anders und viel positiver auf die Komodo.

Red entwickelt die Firmware für seine Kameras natürlich weiter, und deshalb kann man auch bei der Komodo davon ausgehen, dass etwa der Autofokus, dessen Status wir in diesem Test beschrieben haben, noch verbessert wird — und dass auch in anderen Aspekten weitere Funktionen hinzukommen werden.

 

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Autor: Sas Kaykha, Christine Gebhard, Gerd Voigt-Müller

Bildrechte: Sas Kaykha, Red Digital Cinema

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