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Tracking

1) Bei allen Aufzeichnungssystemen, die Informationen in Spuren auf das Speichermedium schreiben, muss dafür gesorgt werden, dass bei der Wiedergabe der Lesekopf die Spur exakt trifft und die aufgezeichneten Signale exakt auslesen kann. Dieser Vorgang wird als Tracking bezeichnet. Beim Auto-Tracking sorgen mitaufgezeichnete Kontrollsignale oder vom jeweiligen Gerät errechnete Korrektursignale dafür, dass der Lesekopf automatisch so nachjustiert wird, dass er die Spur möglichst exakt trifft. Der Tracking-Regler, wie man ihn an vielen älteren Videorecordern findet, erlaubt die manuelle Justage.

2) In der Postproduktion, besonders im Animations- und Compositing-Bereich, versteht man unter Tracking die Erfassung von Bewegungspfaden: Man verfolgt die Bewegungen eines Objektes im Bild oder auch die Bewegungen der Kamera bei der Aufnahme, und gewinnt damit Daten eines Bewegungsablaufs.
Viele Effekt-Softwares bieten automatisierte Tracking-Funktionen. Damit ist es möglich, innerhalb einer Videoszene Objekte durch die Definition eines markanten Eckpunkts, einer Kante oder eines Übergangs zu markieren und die Bewegungen dieser Objekte über die gesamte Szene hinweg automatisiert verfolgen zu lassen. Der Tracker analysiert und erfasst die Bewegungen. Die so gewonnenen Bewegungsverläufe lassen sich auch anderen Objekten zuzuweisen. So können auch bewegte Objekte als Vorlage für Masken und Stanztricks verwendet werden, Abdeckmasken oder später hinzugefügte Bildelemente lassen sich exakt mit den Abläufen im Bild synchronisieren. Zudem erlauben es die erfassten Bewegungsverläufe auch, computergenerierte Objekte realistisch in Szenen zu integrieren, bei denen sich die Kamera bewegt.

Siehe auch:

Bildstabilisierung
CTL

Multi-Tracking