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Markt und Psychologie
Wenn während der IBC negative Einschätzung zu hören waren, dann kamen sie am ehesten von den Kollegen aus dem angelsächsischen Raum. Diese Stimmen waren allerdings eher vereinzelt zu hören, insgesamt zählte die IBC2008 zu den hoffnungsvolleren Messen der Branche.
Kaum war die Messe um und man erweiterte den Fokus wieder auf die breitere Nachrichtenlage, kam dann der Dämpfer, denn in den Nachrichten gibt es derzeit nur ein Thema: die Probleme auf den Finanzmärkten und die Furcht vor negativen Folgen dieser Krise für die gesamte Wirtschaft. In Fernsehbeiträgen und Zeitungsartikeln sind die Begriffe Krise, Panik und Zusammenbruch so oft zu hören, dass es selbst entspannteren Zeitgenossen mitunter schwer fällt, locker zu bleiben und nicht selbst diese Merkmale oder die Angst davor zu entwickeln — auch wenn man weiß, dass es genau dies ist, was »eigentlich« alle verhindern möchten.
Dass nun die weltweiten Finanzmärkte das Konjunktur- und Branchenklima eintrüben könnten, ist ärgerlich und frustrierend. Wie frustrierend, das kann man dieser Tage in zahllosen Talkshows, Polit-Diskussionen und Magazinbeiträgen immer wieder besichtigen — und eigentlich gibt es nichts, was dazu nicht schon gesagt wäre.
Bleibt zu hoffen, dass all die Analysen, Projektionen und Vorhersagen nicht in eine »self-fulfilling prophecy« münden. Schließlich haben sich ja auch viele der positiven Vorhersagen der vergangenen Jahre von boomenden, in Lichtgeschwindigkeit expandierenden Märkten nicht bewahrheitet. Wieso sollten die negativen nun also genauer und zutreffender sein?
Sie werden sehen.
Autor: C. Gebhard, G. Voigt-Müller
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