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Kreuzweise Beteiligung: MDR und Bavaria Film verflechten sich

Die Bavaria Film beteiligt sich an verschiedenen Tochterfirmen und Dienstleistern des MDR. Im Gegenzug wird der MDR über seine Tochter Drefa Media Gesellschafter der Bavaria.

Die Bavaria Film mit Sitz in München wird damit nun indirekt über die Tochterunternehmen von vier ARD-Anstalten (BR, MDR, SWR, WDR) getragen. Weitere Gesellschafter sind das Land Bayern und verschiedene Banken. Der Anteil der Drefa Media GmbH an der Bavaria Film beläuft sich auf 16,64 %, das Stammkapital des gesamten Unternehmens erreicht damit knapp 30 Millionen Euro.

Die Bavaria Film übernimmt im Gegenzug eine Mehrheitsbeteiligung von jeweils 51 % an den folgenden Produktionsfirmen: Ottonia Media GmbH aus Magdeburg, Saxonia Entertainment GmbH aus Leipzig und MotionWorks GmbH aus Halle. Gleichzeitig wurden die Mitteldeutsche Filmkontor GmbH mit der Saxonia Media Filmproduktionsgesellschaft mbH verschmolzen.

Eine Minderheitsbeteiligung von je 49 % übernimmt Bavaria Film zudem an den technischen Dienstleistern des MDR in Dresden und Magdeburg, der MCS GmbH Sachsen und der MCS Sachsen-Anhalt, sowie am Ü-Wagen-Betreiber Media Mobil GmbH in Leipzig. Weitere 49 %-Beteiligungen erwirbt Bavaria Film an der MCA GmbH in Leipzig und an der Drefa Immobilien Management GmbH in Leipzig, die sich mit Betrieb und Verwaltung des Studiobetriebs Media City Leipzig beschäftigen.

Bavaria Film sieht diese gegenseitige Verflechtung als Fortsetzung ihrer langjährigen Kooperation mit dem MDR. Es würden durch die neuen Vereinbarungen »bereits bestehende Produktions- und Dienstleistungsaktivitäten neu geordnet und optimiert.« Ziel is es demnach auch, »gemeinsam und in fairer Partnerschaft mit den Unternehmen der Region zum Ausbau der Medienwirtschaft in den Staatsvertragsländern des MDR« beizutragen.

Die Süddeutsche Zeitung zitiert in ihrer Ausgabe vom 27. 09. 2002 den Bavaria-Chef Thilo Kleine zu Befürchtungen freier Produzenten vor weiterer Konzentration in der Film- und Fernsehproduktion so: »Den freien Produzenten wird nichts weggenommen.« Der Marktanteil der Bavaria Film von derzeit rund elf Prozent werde sich nur minimal erhöhen.

Autor: red

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