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Telekom und Premiere: Bundesliga-Partner beim Internet-TV

Ab August will Premiere die Bundesliga via IPTV unter dem Dach von T-Online zeigen.

Jetzt kann Premiere-Boss Kofler wieder lachen: Premiere will die Bundesliga als Partner der Telekom via IPTV übertragen.

Die Deutsche Telekom und Premiere wollen gemeinsam IPTV, also das Senden von Fernsehprogrammen via Internet-Protokoll vorantreiben. Darauf haben sich die beiden Unternehmen jetzt nach eigenen Angaben verständigt.

Im Rahmen der strategischen Zusammenarbeit kann Premiere demnach künftig alle Spiele der 1. und 2. Fußball-Bundesliga via IPTV zeigen, weil die Deutsche Telekom die entsprechenden Sublizenzrechte für IPTV-Übertragungen an Premiere vergeben hat. Somit ist Premiere durch die Hintertür wieder im Fußball-Bundesliga-Geschäft vertreten, nachdem es zunächst so aussah, als ob der erste deutsche Pay-TV-Anbieter im Bieterkampf die Bundesligarechte an Arena verloren hatte. Es wird allgemein erwartet, dass Arena sich mit dieser Situation nicht zufrieden geben wird.

Dank der zwischen Telekom und Premiere getroffenen Vereinbarung kann das deutsche Pay-TV-Unternehmen die Bundesliga live über Breitbandnetze der Deutschen Telekom im Rahmen von deren Angebot T-Home senden. Die Vereinbarung umfasst die Spielzeiten 2006/2007, 2007/2008, 2008/2009. Einzelheiten zum Angebot wollen Deutsche Telekom, T-Online und Premiere noch bekanntgeben.

Über die Bundesliga hinaus soll auch das komplette weitere Premiere-Programm ab Sommer als IPTV-Angebot auf der Plattform T-Home von T-Online zu sehen sein. Premiere ist damit künftig auch über Breitbandnetze zu empfangen.

Das Angebot wird von T-Online unter der Dachmarke T-Home vermarktet. Für den Empfang des IPTV-Angebotes ist ein IP-fähiger Receiver notwendig, auch Streaming-Set-Top-Box genannt. Die Details zum Angebot wollen die Kooperationspartner in den kommenden Wochen präsentieren. Die Vermarktung der Bundesliga-Angebote soll unmittelbar danach starten, so die Unternehmen.

Die Voraussetzungen für eine hohe Reichweite des neuen IPTV-Angebotes schätzt Premiere als sehr gut ein: 82 Prozent der Premiere-Haushalte haben demanch einen Internet-Zugang und bei rund 50 Prozent der heutigen Premiere-Haushalte wird dafür ein DSL-Anschluss genutzt.

Der IPTV-Receiver T-Home X300T ermöglicht nach Anbieterangaben nicht nur den Empfang des Bundesliga-Angebotes. Durch die Fähigkeit, IP-Daten auf dem Fernseher abzubilden und durch den vorhandenen Rückkanal eröffneten sich eine Vielzahl neuer Anwendungen und Geschäftsmodelle, so Premiere: von der Filmbibliothek auf Abruf — also Video-on-Demand – bis hin zu persönlichen Programmtipps, Sofort-Bestellmöglichkeiten, Spielen und Wetten.

Premiere-Chef Kofler: »Mit der neuen Technologie schließen Deutsche Telekom und Premiere zu den weltweiten Vorreitern des digitalen und interaktiven Fernsehens auf. Die Einführung von IPTV wird einer der bedeutendsten Innovationsschübe für die kommende Dekade der Fernsehindustrie.«

Autor: red

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