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Dabei geraten auch immer stärker die Soft-Skills aus der Kommunikation in den Fokus: Chatroboter, Social-Bots, Alexa und Siri lassen grüßen. Aber es geht noch weiter und dazu passt eine Meldung aus einem ganz anderen Bereich: Miquela ist da – die erste virtuelle Influencerin auf Instagram.
Dieser Avatar bringt so etliches mit, was in der jungen Zielgruppe gefragt ist: Miquela sieht gut aus, modelt, hat auf Spotify schon ihren ersten Song veröffentlicht und lebt in Los Angeles — natürlich alles nur virtuell.
Auf Instagram bringt es »lilmiquela« mittlerweile auf 866.000 Follower, die den hippen Lifestyle der »Virtual Celebrity« verfolgen. Influencer-Agenturen attestieren Miquela großes Vermarktungs-Potenzial. Schließlich könne auch ein Avatar wie Miquela durchaus große Emotionen wecken und Meinungen bilden, so die Agenturen.
Derweil diskutiert die Netzgemeinde darüber, wer oder was Miquela ist: Fake? Real? Selbst die BBC hat sich darüber schon Gedanken gemacht und einige Experten befragt. Doch bei Miquela scheinen sich die Geister zu scheiden — bei ihr sind Realität und Fiktion offenbar nicht mehr zu trennen.
Natürlich gibt es wilde Spekulationen, was wirklich dahinter steckt – und möglicherweise wird die Realität eher enttäuschend ausfallen: Vielleicht ist es so banal, dass einfach ein paar profitgierige Agenturleute ein Team unterbezahlter Kreativer beschäftigt, die einerseits ihre Fantasie ausleben und andererseits eine virtuelle Kreatur mit Erkenntnissen aus Millionen von Facebook- und Instagram-Accounts so füttern, dass sie für die Zielgruppe attraktiv ist.
Ist dieses Prinzip völlig neu? Eher nicht: Schließlich gibt es auch schon seit langer Zeit Menschen, die etwa Hello Kitty toll finden. Ist das schlimm? Das weiß man noch nicht so genau: Die Methoden, Menschen zu beeinflussen sind im Zeitalter der sozialen Medien vielleicht perfider und smarter als je zuvor, das könnte durchaus gefährlich und zerstörerisch sein.
So oder so: Solange das Rätsel noch nicht gelöst ist, wird sich die Redaktion von film-tv-video.de bei der NABShow jedenfalls lieber mit konkreteren Aspekten von künstlicher Intelligenz auseinandersetzen. Und davon dürfte es einige geben.
Sie werden sehen.
Autor: Christine Gebhard, Gerd Voigt-Müller
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