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Studie: News Integrity in AI Assistants

Studie zeigt: In 45 Prozent der Fälle geben KI-Assistenten Nachrichteninhalte fehlerhaft wieder – unabhängig von Sprache, Region oder Plattform.
©KI-generiert mit Adobe Firefly

Die Datenkrake liefert nicht immer korrekte Informationen.

Millionen Menschen nutzen KI-Tools, um sich zu informieren. Doch in 45 Prozent der Fälle geben KI-Assistenten Nachrichteninhalte fehlerhaft wieder. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie »News Integrity in AI Assistants« der Europäischen Rundfunkunion (EBU). Neben ARD und ZDF beteiligten sich öffentlich-rechtliche Sender aus Frankreich, Kanada, Schweden, Spanien, den USA und anderen Ländern an der internationalen Studie unter Federführung der BBC.

Zentrale Ergebnisse der Studie
  • 45 Prozent aller KI-Antworten wiesen mindestens einen erheblichen Fehler auf.
  • 31 Prozent der Antworten zeigten gravierende Probleme bei den Quellenangaben.
  • 20 Prozent enthielten deutliche Ungenauigkeiten, Halluzinationen oder veraltete Informationen.
©ZDF, Jens Gyarmaty

ZDF-Intendant Dr. Norbert Himmler.

ZDF-Intendant Dr. Norbert Himmler: »Wir wollen die Informationsvermittlung im KI-Zeitalter aktiv mitgestalten und sehen die Chancen der Technologie. Die Studie belegt zugleich die Bedeutung öffentlich-rechtlicher Informationsangebote. Dort finden die Menschen verlässliche Informationen und journalistische Einordnung, die KI-Tools allein nicht leisten können. Die Studie unterstreicht zudem die Notwendigkeit, die Qualität von KI-generierten Inhalten kontinuierlich zu überprüfen.«

Florian Hager, ARD-Vorsitzender und hr-Intendant: »Wir sehen unsere Linie von der Studie gestützt: Vertrauenswürdige Inhalte brauchen vertrauenswürdige KI-Systeme. Die ARD hat explizit Interesse daran, dass unsere Inhalte auch über KI für die Nutzenden zugänglich sind. Deshalb suchen wir aktiv das Gespräch mit den Plattformen, um zu guten Kooperationsmodellen zu kommen, die einen regulierten Zugang zu unseren Inhalten ermöglichen. Es braucht Mechanismen, die falsche und missverständliche Informationen verhindern.«

Nächste Schritte

Das Forschungsteam hat außerdem ein »Toolkit zur Genauigkeit bei KI-Assistenten« veröffentlicht. Es enthält Vorschläge an die KI-Anbieter zur Verbesserung der KI-Antworten und zur Förderung der Medienkompetenz bei Nutzerinnen und Nutzern. Aufbauend auf den Ergebnissen der Studie geht es um die Fragen: »Was macht eine gute KI-Antwort auf eine Nachrichtenfrage aus?« und »Welche Probleme müssen behoben werden?«.

©KI-generiert mit Adobe Firefly

Die Untersuchung baut auf einer BBC-Studie vom Februar 2025 auf und bestätigt, dass die Probleme bei KI-generierten Nachrichteninhalten systematisch und international verbreitet sind.

Darüber hinaus fordern die EBU und ihre Mitglieder die EU und nationale Regulierungsbehörden auf, bestehende Gesetze zur Informationsintegrität, zu digitalen Diensten und zur Medienvielfalt konsequent durchzusetzen. Sie betonen, dass eine fortlaufende unabhängige Überwachung von KI-Assistenten angesichts der rasanten Entwicklung der Technologie unerlässlich ist, und prüfen Möglichkeiten für eine kontinuierliche Forschung.

Über die Studie

Die Studie wird im Rahmen der EBU News Assembly in Neapel vorgestellt, beteiligt waren 22 öffentlich-rechtliche Medienorganisationen aus 18 Ländern in 14 Sprachen. Über 3.000 KI-Antworten der KI-Assistenten ChatGPT, Copilot, Gemini und Perplexity wurden von Journalistinnen und Journalisten anhand zentraler Kriterien, darunter Genauigkeit, Quellenangaben, Unterscheidung zwischen Meinung und Fakten sowie Bereitstellung von Kontext, geprüft.

 

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