Cloud, Editing, Postproduction: 03.02.2022

Adobe CC in 2021: Resümee und Ausblick

Wichtige Adobe-CC-Neuheiten aus 2021, darunter Untertitel und Sequenz vereinfachen, und ein Ausblick auf 2022.

Anton Knoblach, Product Marketing Manager bei Adobe, blickt zurück auf wichtige Adobe-CC-Neuheiten aus 2021 und erklärt, was im neuen Jahr von Adobe zu erwarten ist. Er beschreibt, wie neue Funktionen, wie Sequenz vereinfachen, Sprache-zu-Text und Remix, helfen, effizienter und schneller zu schneiden. Mit der Integration des Reviewtools Frame.io strebt Adobe 2022 weitere Optimierungen an und will Editing & Review weiter vereinfachen.

 

Sprache-zu-Text

Mit Sprache-zu-Text stellte Adobe im vergangenen Jahr ein tolles neues Werkzeug vor, das zudem sogar kostenlos ist. Das Feature transkribiert die Tonspur automatisch zu Text und platziert die Untertitel präzise an der richtigen Stelle auf der Timeline in Adobe Premiere Pro.

Sprache-zu-Text war eine wichtige Funktion, die Adobe 2021 einführte.

Möglich macht das die Machine Learning-Technologie Adobe Sensei, die Geschwindigkeit und Rhythmus der Sprache erkennt und die Untertitel mit den gesprochenen Worten synchronisiert. Insgesamt unterstützt Sprache zu Text 13 Sprachen, zudem ermöglicht es das Tool, gesprochenen Text zu durchsuchen und direkt an die richtige Stelle der Timeline in Adobe Premiere Pro zu springen.

Neu ist die Möglichkeit, auch Grafiken und Titel per »Suche und Ersetzen« zu prüfen und auf diesem Weg eventuelle Rechtschreibfehler bequem übers gesamte Projekt zu korrigieren, ohne dafür jeden einzelnen Titel anfassen zu müssen. 

Per »Sequenz vereinfachen« kann man die Timeline aufräumen.
Sequenz vereinfachen

Die neue Funktion Sequenz vereinfachen gibt euch mit wenigen Klicks eine aufgeräumte Kopie der aktuellen Sequenz. Dabei werden Lücken, leere Spuren, Effekte oder andere Dinge entfernt, je nach vorher eingestellter Auswahl. Sequenz vereinfachen eignet sich besonders für das effiziente Teilen, Exportieren oder Archivieren von Projekten.

Mit Remix kann man Songs automatisiert auf eine gewünschte Länge bringen.
Remix

Remix steht derzeit in der Beta von Adobe Premiere zur Verfügung. Die Funktion baut Musik intelligent neu zusammen, damit sie zur Länge des Videos passt. Anstatt minutenlang händisch die Beats zu cutten, erledigt Remix also alles von selbst – in Sekunden. Auf Basis der KI-Technologie von Adobe Sensei analysiert Remix die Muster und Dynamik in Songs und generiert damit neue Versionen in der gewünschten Länge.

 

Das Review-Tool Frame.io wurde von Adobe übernommen.
Rewiew: Frame.io

Frame.io ist eine cloudbasierte Collaboration Plattform für Video Reviews – und ist nun Teil von Adobe. Die Kombination von Premiere Pro oder After Effects mit den Überprüfungs- und Freigabefunktionen von Frame.io soll künftig eine Collaboration Plattform ermöglichen, die den Videobearbeitungsprozess optimiert. Schon jetzt sei Frame.io sehr einfach und intuitiv, so Anton Knoblach, und es gebe auch eine kostenlose Version davon.

Man darf gespannt sein, in welcher Form Adobe das Tool integrieren und anbieten wird. 

Adobe bietet ein neues Farbmanagement.
Farbmanagement

Neuheiten gab es übrigens auch beim Farbmanagement für H.264 und HEVC. Dort kümmert sich Premiere Pro beim Import und Export jetzt selbst um den korrekten Farbraum. Das gilt auch für 10-bit und HDR-Footage aktueller spiegelloser Kameras und iPhones. Verbesserungen in Lumetri, wie das eingefärbte Vektorskop, und in der Breite skalierbare Kurven machen Color Grading etwas komfortabler. 10-bit-Formate bieten mehr Farbdetails und Spielraum im Color Grading – die Hardwareunterstützung für 10-bit 422 HEVC sorgt dabei für eine flüssige Wiedergabe auf Macs mit Apple Silicon und Windows-Maschinen mit Intel-Chip.

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