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Praxistest: DJI RS4 Pro / DJI Focus Pro

DJI stellt den neuen RS4-Pro-Gimbal und das Fokussystem Focus Pro vor. film-tv-video.de hat beides getestet.




Lidar-System

Ebenfalls erneuert wurde das beliebte Lidar-System:

©Sas Kaykha, Focus Pro

Das neue Lidar-System.

Bei dem Vorgänger mussten Objekte ja immer relativ nahe vor dem Lidar-System sein, um getrackt werden zu können. Dies hat sich jetzt geändert, denn der Abstand wurde auf bis zu 20 Meter erweitert, außerdem gibt es im Vergleich zum Vorgänger fast 80% mehr Messpunkte, 67.800 um genau zu sein.

©Sas Kaykha, Lidar

Der Lidar-Sensor, hier auf dem Blitzschuh befestigt.

Die große Neuigkeit (und wahrscheinlich auch der Grund, warum das System nach Verkaufsstart kaum zu bekommen war) ist, dass Lidar auch unabhängig vom Gimbal funktioniert. Somit kann man entweder analoge oder auch Cine-Objektive mit Autofokus ausstatten. Der Lidar-Sensor wird einfach auf dem Blitzschuh befestigt und über USB-C mit dem Focus Pro Grip verbunden. Somit hat man volle Kontrolle über das Lidar-System und noch einen kleinen Vorschaumonitor zum Tracken. Der Focus Pro Grip wiederum wird mit dem neuen DJI Focus Pro Motor verbunden.

©Sas Kaykha, Lidar

Der Lidar-Sensor …

Der Lidar-Sensor selbst ist äußerlich dem Vorgänger sehr ähnlich, man kann zwischen AF/MF umschalten und aus drei Objektivprofilen wählen.

©Sas Kaykha, Lidar

… und hier seine Rückfront.

Übrigens braucht man keine Angst wegen des richtigen Abstands zur Sensorebene zu haben, denn über den Handgriff lässt sich der Abstand des Lidar zum Kamerasensor digital einstellen.

©Sas Kaykha, Foucs Pro

Der neue Focus Pro Grip.

Der neue Focus Pro Grip kann per NATO Rail am Cage befestigt werden, über einen NATO Zwischenadapter lässt sich dann noch das benötigte Rod für den Fokusmotor einstecken. Um gleich nervige Versuche zu ersparen: Den Griff schaltet man auf der rechten Seite oben an und nicht über den Akkutestschalter unten am Akku. Und Akku ist hier auch das Stichwort, der Griff versorgt den Lidar-Sensor und den Fokusmotor für 2,5 Stunden mit Strom.

Vorne am Griff befindet sich das bekannte Drehrad, mit dem sich die Motoren steuern lassen, um z.B. die Schärfe zu ziehen.

©Sas Kaykha, Focus Pro

Der Rec.-Button kann eine kompatible Kamera per Bluetooth zur Aufnahme bringen.

Der Rec.-Button kann eine kompatible Kamera per Bluetooth zur Aufnahme bringen. Ebenso über Bluetooth wird der Griff mit der Ronin-App (updaten!) verbunden, um z.B. Objektive zu kalibrieren. Dies geht tatsächlich über mehrere Wege. Zum einen klassisch über den Gimbal, dann per Focus Grip Pro und über die Ronin-App.

Über den Touchscreen des Griffs lässt sich die Lidar-Kamera anzeigen.

Im Focus Grip Pro lassen sich Daten von bis zu 15 Objektiven speichern. Außerdem kann man über die App schon fertige Objektivprofile importieren.

Über den Touchscreen des Griffs lässt sich die Lidar-Kamera (70 Grad Blickwinkel) anzeigen. Menschen und Fahrzeuge werden automatisch erkannt und getrackt, mit dem Fokusrad kann man dann zwischen Gesichtern wählen.

Die Sensitivität des Trackings lässt sich stufenweise einstellen. Es gibt auch noch einen zweiten Modus, der wie Objekttracking funktioniert. Hier kann man das bekannte Kästchen um Objekte ziehen, die dann getrackt werden. Im Autofokus-Modus dreht sich das kleine Rad vorne am Gimbal mit und gibt haptisches Feedback. Man kann auch aktiv in den AF eingreifen oder blitzschnell zwischen AF/MF wechseln.


Jorge Cruz zeigt Focus Pro.

Über das Menü kann man zwischen Fokus- und Zoomsteuerung wechseln. Die Geschwindigkeit das Rades lässt sich ebenfalls einstellen.

Das ganze System lässt sich übrigens mit dem DJI High-Bright Funkmonitor (auch mit den Masterwheels) verbinden, auf dem auch der vom Ronin 4D bekannte Lidar-Waveform-Monitor eingeblendet werden kann.

©Sas Kaykha, Focus Pro

Die Focus Pro Motoren.

Am Ende der ganzen Steuerungseinheiten sitzen dann der Motor oder die Motoren – je nachdem. Das FIZ-System (focus, iris, zoom) lässt auch dem Namen nach drei Motoren zu. An den Motoren selbst kann man einstellen, ob sie Blende, Fokus oder Zoom ansteuern sollen. Dazu wurde die Drehzahl um 30% erhöht.

Man kann die Motoren entweder über den Handgriff oder etwa über eine Powerbank mit Strom versorgen. Das wird interessant, wenn man die Hand Unit nutzt; dann braucht man den Handgriff nämlich nicht.

©Sas Kaykha, Focus Pro

Der Focus Pro Grip auseinandergebaut.

Und eben diese Focus Pro Hand Unit läuft mit kleinen Sony NP Akkus. Man kann das Fokusrad stufenlos dämpfen, indem man eine kleine Taste mit dem linken Zeigefinger gedrückt hält und dabei das Rad dreht.

Ist das Objektiv einmal kalibriert, lassen sich über die A/B-Taste blitzschnell Fokus-Endpunkte setzen. Wird die Kamera unterstützt, kann man mit der Hand Unit die Aufnahme starten oder stoppen. DJI gibt die Reichweite der Hand Unit mit 160 Metern an. Nutzt man RavenEye als Vorschau, ist man natürlich begrenzt. Schon anders sieht die Sache dann mit dem High Bright Monitor von DJI aus, der sich auf die Hand Unit montieren lässt. Somit hat man ein vollwertiges Fokussystem.

Seite 1: RS4 Pro
Seite 2: Lidar, Focus Pro
Seite 3: Praxis
Seite 4: Fazit

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Autor: Sas Kaykha, Nonkonform

Bildrechte: Sas Kaykha, DJI

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