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Praxistest: Blackmagic Design-Kamera Pyxis 12K
Die Handhabung
Wie es nicht verwundert, gilt für die Handhabung das Gleiche wie bei der 6K-Schwester.
Die Kamera ist in drei Sekunden nach dem Einschalten bereit für die Aufnahmen. ISO, Blende und Weißwert werden per Funktionstasten unter dem Monitor aktiviert und mit dem Rad auf der Seite oder dem Touchscreen eingestellt. Das geht auch während der Aufnahme. Das Rad kann von der Schulter leicht bedient werden. Bei größeren Wertesprüngen, beispielsweise beim Weißabgleich, ist die Bedienung über den Touchscreen sehr viel einfacher. Da beide Werte aber bei Raw-Aufnahmen, außer für das direkte Monitoring, kaum eine Rolle spielen, ist das vielleicht nur ein geringer Nachteil.
Über dem Funktionsrad sind die Tasten für die Schärfen- und Blendenautomatik. Sie sind jeweils nur so lange aktiv, wie sie gedrückt werden. Die Automatikschärfe stellt entweder auf die Mitte scharf oder auf den Bereich, auf den man im Display tippt. Wer von der Schulter dreht, kann diese Funktion so gut wie nicht sinnvoll bei der Aufnahme verwenden. Denn die Kamera registriert das Antippen oft nicht oder man aktiviert versehentlich die Ausschnittvergrößerung. Kurz gesagt: Die Autoschärfe der Pyxis-Kameras ist so gut wie unbrauchbar.
Die erweiterten Funktionen der Cinema-Kamera 6K hat die Pyxis 12K nicht. Die Kamera erfordert fast immer das manuelle Einstellen der Schärfe am Objektiv. Dabei ist der Sucher aber gut geeignet, die Schärfe richtig zu beurteilen, auch ohne Peaking.
Unter dem Monitor befinden sich die Tasten für ISO, Weißabgleich, Shutter, die Fokuslupe und HFR, gemischt mit den Tasten zur Wiedergabe und drei Funktionstasten. Die Tasten sind zwar etwas weich, haben aber einen deutlichen Druckpunkt. Die drei Funktionstasten lassen sich mit Funktionen wie Peaking, Zebra, einer LUT belegen oder mit zahlreichen Preset-Werten. Feste ISO-, Blende-, Shutter- und FPS-Werte können so einer Taste zugeordnet werden.
Drei Funktionstasten sind wenig. Benutzt man einen Sucher mit speziell darauf eingestellten Tasten auf der Oberseite, reicht es für eine normale Drehsituation. Auch die Tasten am Sucher lassen sich im Menü einstellen.
Beim Stromverbrauch ist Pyxis 12K genauso hungrig wie die kleine Schwester. Mit dem großen BP-75U-Modell lief die Kamera eine Stunde und 34 Minuten, wenn der Pyxis 5-Zoll-Monitor angeschlossen war und nicht aufgenommen wurde. Ohne Monitor waren es nochmal acht Minuten mehr.
Mit gesamt 24 Minuten Videoaufnahme gab der BP-75U-Akku bereits nach einer Stunde und 18 Minuten auf. Wenn der Sucher und die Kamera gemeinsam verwendet werden, wird die Laufzeit in der Praxis nur sehr wenig verkürzt, da sich der Sucher automatisch ausschaltet, wenn kein Auge mehr nahe am Sucher ist. Die Monitore waren dabei auf 50 % Helligkeit eingestellt.
Je nachdem, ob einer oder beide Monitore angeschlossen sind, leuchtet die Akkuanzeige 12 bis 20 Minuten, bevor die Kamera sich abschaltet, rot.
Sobald die Akkuanzeige aber rot wird, sollte der Akku sofort gewechselt werden, denn wenn man die Aufnahme dann startet, läuft die Kamera nur einige oder bis zu 30 Sekunden und dann schaltet sich die Pyxis aus.
Das Gehäuse wird bei Ausnahmen übrigens schnell sehr warm und der Lüfter kann während der Pausen schon unangenehm laut werden. Eine Automatik sorgt zwar dafür, dass er während der Aufnahme leiser wird, aber dennoch ist er auf den Aufnahmen teilweise noch hörbar.
Seite 1: Einleitung, Eckdaten
Seite 2: Handhabung
Seite 3: Belichtung, Bildqualität
Seite 4: Ton, Fazit
Autor: Christoph Harrer
Bildrechte: Christoph Harrer, Blackmagic Design
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