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DVCPRO50

Das digitale SD-Videobandformat DVCPRO50 ist eine weitere Evolutionsform des DV-Formats. Vom Grundkonzept entspricht dieses Panasonic-Format DVCPRO. Es unterscheidet sich hauptsächlich durch die 4:2:2-Signalverarbeitung und die Videodatenrate von 50 Mbps von DVCPRO und den anderen DV-Formaten. DVCPRO50 arbei­tet mit Intraframe-Kompression.
Um die höherwertige Signalverar­beitung und die höhere Datenrate zu erreichen, wird das Band mit doppelter Geschwindigkeit bewegt, die Laufzeit pro Kassette reduziert sich im Vergleich zu DVCPRO um die Hälfte. Es wird immer nur innerhalb eines Bildes komprimiert (Intraframe).
DVCPRO50 zeichnet in der PAL-Ausführung 24 Spuren pro Bild auf, also doppelt so viele Schrägspuren wie DVCPRO. Beim Ton sieht DVC-PRO50 vier anstelle von zwei digitalen Audiokanälen mit 16 Bit/48 kHz vor.
Alle DVCPRO50-Geräte können auch DVCPRO-Aufnahmen ab­spie­len. Die Camcorder lassen sich zwischen 50- und 25-Mbps-Betrieb umschalten.
Wie DVCPRO, wird auch DVC­PRO50 in Deutschland bei einigen TV-Sendern eingesetzt (unter anderem ZDF, MDR, SWR). Dieses Format war mit seiner höheren Datenrate und der daraus resultierenden höheren Bildqualität für »höherwertige« SD-Produktionen gedacht. Die werden heute allerdings im Regelfall in HD produziert.
Panasonic bietet nur noch ein bandbasiertes DVCPRO50-Camcorder-Modell an, aber Camcorder, die mit P2-Speicherkarten arbeiten, können auch in DVCPRO50 aufzeichnen.

Siehe auch:

DVCPRO
DVCAM
DV
D9