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IBC2004: Verwirrung um EBU-Position zu HD
Das Vorpreschen von Mike Croll hatte für Irritationen und Verstimmungen gesorgt, besonders bei Firmen und Anwendern, deren Fokus derzeit auf 1080i liegt. Croll ist innerhalb der EBU keineswegs ein Leichtgewicht: Knapp vierzig Jahre für die BBC tätig, leitet er eine Gruppe innerhalb des britischen Vorzeigesenders, die sich aktuell mit der Entwicklung einer HD-Roadmap für den Sender beschäftigt. Als Kopf der TQE-Gruppe (Television Quality Evolution) innerhalb der EBU, leistet der mit zwei Emmys ausgezeichnete Croll die gleiche Arbeit auch auf europäischer Ebene.
»Wir empfehlen, dass die europäischen Broadcaster 720p/50 als HD-Standard einführen«, hatte Croll laut IBC Daily gesagt. Zwar ging es ihm dabei hauptsächlich um einen Sendestandard, aber dessen Einführung hätte natürlich auch Rückwirkungen auf die Produktionsformate. So erregten Crolls Einlassungen etlichen Aufruhr und bewogen Phil Laven, den Direktor des Technical Engineering der EBU, in einem öffentlichen HDTV-Forum das Wort zu ergreifen und klar zu stellen, dass eine endgültige Entscheidung für eine EBU-Empfehlung zu HDTV noch nicht getroffen sei: »Das ist ein laufender Prozess. Die EBU hat den Empfehlungen (Red.: der TQE-Gruppe), noch nicht zugestimmt. Wir nehmen die natürliche Präferenz für die progresssive Darstellung zur Kenntnis: Anfang nächsten Jahres werden wir detaillierte Empfehlungen aussprechen.«
Auch von Seiten der BBC wurde heftig zurück gerudert: Man habe zu diesem Thema derzeit keine offizielle Position, sondern wolle erst einmal die endgültigen Ergebnisse der Arbeitsgruppen und der EBU abwarten, wurde signalisiert.
Autor: red
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