Anzeige

Streik beim MDR

Ein von mehreren Gewerkschaften organisierter und getragener Streik soll den MDR zu Zugeständnissen bei den laufenden Verhandlungen über bessere Arbeitsbedingungen zwingen. Akute Streikfolge sind Programmänderungen.

So teilte es heute der MDR per Twitter mit:

Der Deutsche Journalisten Verband, Verdi und die Deutsche Orchestervereinigung hatten bereits am Montag zu einem Streik in der Zentrale des MDR in Leipzig aufgerufen.

MDR, Sendezentrale, Leipzig

In der Sendezentrale des MDR in Leipzig streikten am Montag nach DJV-Angaben rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ziel des Streiks ist es, in den laufenden Tarifverhandlungen den Druck auf den Sender zu erhöhen. Hintergrund der Auseinandersetzung ist die Forderung der Gewerkschaften nach einer Anhebung von Gehältern und Honoraren um 5,5 Prozent, einer Erhöhung der Sonn- und Feiertagshonorare von freien Mitarbeitern und der Einführung eines Familienzuschlags.

Laut Ralf Leifer, dem DJV-Geschäftsführer in Thüringen, ist der MDR die einzige Rundfunkanstalt innerhalb der ARD, die keinen solchen Familienzuschlag zahlt.

Die Forderungen werden für den gesamten MDR, sowie für die Mitarbeiter des Kinderkanals (Kika) von ARD und ZDF mit Sitz in Erfurt erhoben.

Rund 250 Mitarbeiter des MDR folgten gestern laut verschiedenen Medien dem Streikaufruf und legten ab Montagmittag ihre Arbeit nieder. In Folge des Streiks musste der MDR am Montag sein Nachmittags- und Abendprogramm ändern. Bei manchen MDR-Formaten wie »Brisant« oder »Hier ab vier« zeigte der Sender demnach Aufzeichnungen früherer Sendungen.

MDR, Logo

Der MDR musste in Folge des Arbeitskampfs sein Programm ändern.

Am Folgetag wurde der Arbeitskampf dann ausgeweitet, wie lokale Medien berichten. Bis zu 450 Beschäftigte legten demnach am Dienstag die Arbeit nieder.

Eine Erhöhung von Gehältern und Honoraren um 4,55 Prozent hat der MDR dem Vernehmen nach bisher angeboten, sperrt sich aber bei den anderen Forderungen und verlangt zudem ein Stillhalten der Gewerkschaften in diesen Punkten bis 2022.

Nachtrag/Ergänzung vom 7.9.2017

Der Streik ist beendet, die Tarifparteien haben sich geeinigt. Nach Angaben verschiedener Medien steigen Redakteursgehälter und Honorare rückwirkend zum 1. April 2017 um 2,2 Prozent. Zum 1. April 2018 soll dann eine Anhebung um weitere 2,35 Prozent erfolgen. Auch die Sonn- und Feiertagszuschläge für freie Mitarbeiter sollen steigen — und es kann bereits ab Ende 2020 neu darüber verhandelt werden, statt wie bisher vom MDR verlangt erst ab 2022.

Bildrechte: MDR

Anzeige

Most Popular

Anzeige

Newsletter

Keine Story mehr verpassen und
einfach den Newsletter abonnieren!

Anzeige

Anzeige

NABShow 2026

Die NABShow 2026 findet vom 18. bis 22. April in Las Vegas statt, die Ausstellungsflächen sind vom 19. bis 22. April geöffnet.
Las Vegas
19. bis 22. April

MPTS

MPTS 2026 – Wir feiern 10 Jahre Content Creation
London
13. bis 14. Mai

Anga Com 2026

Kongressmesse für Breitband, Medien & Konnektivität.
Köln
19. bis 21. Mai

Broadcast Asia 2026

Die BroadcastAsia 2026 findet vom 20. bis 22. Mai im Singapore EXPO statt.
Singapur
20. bis 22. Mai

CABSAT

CABSAT wurde 1993 gegründet und hat sich zu einer etablierten Veranstaltung für die Medien- und Kommunikationsbranche in der MEASA-Region (Naher Osten, Afrika, Südasien) entwickelt
Dubai
2. bis 4. Juni

IBC

Führende Veranstaltung für Content und Technologie in der Medienbranche.
Amsterdam
11. bis 14. September

Anzeige