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Berlinale Kamera für Regisseur Haile Gerima

Bei den 76. Internationalen Filmfestspielen Berlin wird der äthiopische Regisseur Haile Gerima mit einer Berlinale Kamera geehrt.
© Melketsadek, Filmfestspiele Berlin

Die Verleihung der Berlinale Kamera an Haile Gerima findet am 17. Februar 2026 um 16:00 Uhr im Delphi Filmpalast statt – im Rahmen der Vorführung seines Films.

Haile Gerimas jüngstes Werk Black Lions – Roman Wolves, eine nahezu neunstündige Auseinandersetzung mit der Geschichte und Mythologie des italienischen Kolonialismus sowie ein Gedenken an den äthiopischen Widerstand, feiert seine Weltpremiere im diesjährigen Berlinale Forum.

»Haile Gerimas Werke zeugen von Geschichten, die von Unterdrückung, Widerstand und der unvollendeten Arbeit der Dekolonisierung geprägt sind – Geschichten, die heute mit dringlicher Kraft zur Welt sprechen. 1993 war er mit Sankofa im Wettbewerb vertreten und das Forum erkannte Gerimas Arbeit schon früh. Wir sind sehr stolz, ihn mit seinem über Jahre entwickelten Black Lions – Roman Wolves nun wieder im Forum begrüßen zu dürfen. Es ist eine Ehre, die Berlinale Kamera einem Filmemacher zu überreichen, der die Art und Weise, wie wir die Welt verstehen, nachhaltig verändert hat«, sagt Festivaldirektorin Tricia Tuttle.

©Filmfestspiele Berlin

Die Berlinale Kamera besteht aus 128 Einzelteilen und ist einer realen Filmkamera nachempfunden. Hergestellt wird sie von dem Düsseldorfer Goldschmiedekünstler Georg Hornemann.

1967 emigrierte der äthiopische Regisseur Haile Gerima in die Vereinigten Staaten und studierte an der University of California. Er wurde Teil der L.A. Rebellion, einer Gruppe afroamerikanischer und afrikanischer Filmschaffender, die ab den 1970er-Jahren ein alternatives, unabhängiges Black American Cinema schufen. Seine Werke verbinden persönliche, historische und politische Perspektiven. Obwohl er seit Langem in den Vereinigten Staaten lebt, ist er seiner äthiopischen Herkunft tief verbunden geblieben. Zu seinen bekanntesten Filmen gehören Harvest: 3,000 Years (1975, Forum), Bush Mama (1976), Ashes and Embers (1982, 1983 im Forum), die international ausgezeichnete Arbeit Sankofa (1993, Weltpremiere im Berlinale Wettbewerb) und Teza (2008), ein Drama über Äthiopiens Vergangenheit.

Mit der Berlinale Kamera ehrt die Berlinale seit 1986 Persönlichkeiten und Institutionen, die sich um das Filmschaffen besonders verdient gemacht haben und mit denen sich das Festival verbunden fühlt. 

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