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Praxistest: Panasonic GH7

Mit der neuen GH7 lässt Panasonic das Micro Four Thirds Segment weiterleben. film-tv-video.de hat die Kamera getestet.




Praxis
©Sas Kaykha

Das Audiomodul wird über den Blitzschuh mit der Kamera verbunden.

Für das Testvideo bin ich wie immer verschiedene Szenarien durchgegangen, u.a. habe ich die Stabilisierung, den Autofokus, Anamorphot und das 32 Bit Float ins Auge gefasst. Fangen wir doch mit dem Einfachsten an – dem neuen Audiomodul. Dieses wird über den Blitzschuh mit der Kamera verbunden. Das geht über einen Hebel relativ schnell – einfach zur Seite schieben und das Modul ist arretiert. Durch den »Hot Shoe« braucht es außerdem keine Kabelverbindung zwischen Modul und Kamera.

©Sas Kaykha

An der rechten Seite befinden sich zwei XLR-Ports.

An der rechten Seite befinden sich zwei XLR-Ports und ein Miniklinkeneingang. Somit hat man also insgesamt drei Eingänge. Außerdem lässt sich bei Bedarf mit zwei Schrauben eine Halterung für Shotgunmikrofone befestigen.

©Sas Kaykha

Die Bedienelemente des Audioadapters.

Auf der anderen Seite liegen unter einer Plastikabdeckung geschützt die Steuerungen. Neben den Pegelrädern findet man außerdem noch Low-Cut Filter, Limiter sowie Gain und kann zwischen Line, Mic und 48V Phantomspeisung für die Eingänge wählen. Das Modul wiegt gefühlt übrigens so gut wie gar nichts.
Highlight des Ganzen ist aber die Möglichkeit, über dieses Modul in 32 Bit Float in der Kamera aufzunehmen. Dazu muss man im Menü der Kamera 96 oder 48kHz 32 Bit einstellen.

©Sas Kaykha

Bei Bedarf lässt sich mit zwei Schrauben …

Ich habe das Ganze mal bei einem Gewitter und zusätzlich noch mit dem Mikro vor einer Stereoanlage getestet, bei der ich die Lautstärke extrem nach oben gedreht habe, sodass alle Pegel geclippt haben.

©Sas Kaykha

… eine Halterung für Shotgunmikrofone befestigen.

In der Post lässt sich dann der Pegel einfach wieder auf ein normales Niveau ziehen, nichts ist übersteuert. Das ist ein bisschen so, wie sich die Highlights bei Raw Video zurückzuholen. Super Sache. Da der Adapter so leicht und auch nicht besonders groß ist, stört er beim Betrieb nicht.

Als ich vor vielen Monden die GH5 gekauft habe, war der Hauptgrund die Möglichkeit Open Gate 4:3 zu filmen. Dies konnten damals sonst nur die Alexa Mini und Plus. Alles andere war bzw. ist nur ein Sensorcrop und gibt somit nicht das volle Potenzial von 2x Anamorphoten wieder. Weitere Infos zu diesem Format bietet übrigens unser Artikel Anamorphoten: You’ve Got the Look

©Sas Kaykha

Im Test wurde alles in V-Log gefilmt.

Die GH7 bietet nun das 4:3 in 5.7 K Auflösung. In 5760 x 4320 wird dann mit 10bit 4:2:0 und 200Mbps aufgezeichnet. Das Ganze funktioniert auch in HLG. Für 50P muss man auf etwas Auflösung verzichten, dies ist mit 4352 x 3264 ebenfalls in 10bit 4:2:0 möglich, hier wird dann in 300Mbps aufgenommen. 4:3 ist übrigens nicht in den ProRes Formaten verfügbar.

©Sas Kaykha

Kartenslot der Kamera.

Wie immer habe ich ein Kowa 2x Anamorphot davorgeschraubt. Um die Stabilisierung zu nutzen, muss man in den Einstellungen der Kamera diese auf 2x Anamorphot einstellen sowie die Brennweite eingeben. Zusätzlich sollte natürlich die 2X Vorschau eingeschaltet werden, damit man ein entstretchtes Vorschaubild hat.

Ich habe im Test übrigens alles in V-Log gefilmt. Da DaVinci ja kein ProRes verträgt, habe ich eine leichte Farbkorrektur in Premiere vorgenommen und war mit dem Standard V-Log zu Rec709 LUT schon sehr begeistert ob der Farben und Hauttöne.

©Sas Kaykha

GH7 mit Anamorphot.

Apropos ProRes: Ich war noch nie ein Fan von ProRes Raw, und das hat sich während dieses Tests wieder einmal bestätigt. In Premiere konnte ich lediglich die Belichtung und den Farbraum einstellen. Ja, das Material ist etwas detailreicher und Highlights lassen sich besser zurückholen als bei normalem ProRes, aber ich sehe keinen Grund, nicht einfach in ProRes ohne Raw zu filmen, wenn man sich nicht extremen Lichtbedingungen ausgesetzt sieht.

©Sas Kaykha

Seite 1: Eckdaten
Seite 2: Auflösungsraster, Akku, Log
Seite 3: Audioadapter, 32 Bit Float, anamorph
Seite 4: Autofokus, IBIS, Fazit

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Autor: Sas Kaykha

Bildrechte: Sas Kaykha

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