Branche, Messe: 26.09.2015

Freie bestreiken MDR-Töchter

Seit Montag dieser Woche nehmen viele freie Mitarbeiter des MDR keine Aufträge mehr vom Landesfunkhaus Thüringen, der MDR-Tochter MCS oder von anderen mit dem Sender verbundenen Produzenten an. Das geht nicht spurlos am Sender vorbei: Dem Vernehmen nach herrscht in vielen Bereichen Personalnotstand, es werden Teams und Schnittkapazitäten aus immer weiter entfernten Regionen gebucht.

Am 18. September 2015 hatte die Gewerkschaft Verdi mit einem Warnstreik beim MDR das Nachmittagsprogramm lahmgelegt. Nun protestieren die Freien mit einem Ausstand gegen die aus ihrer Sicht unfaire Bezahlung beim MDR.

Die Initiative FairTV, der Mitteldeutsche Film- und Fernsehproduzentenverband MFFV und die Allianz Unabhängiger Filmdienstleister AUF unterstützen die Aktion der Freien. Auch der BVFK erklärt sich solidarisch und unterstützt die Forderungen an den MDR.

Das Honorar-Dumping durch die MDR-Tochter MCS müsse aufhören, lassen nun auch die Verbände verlauten, die den Ausstand der Freien unterstützen. MDR-Produktionen müssten so budgetiert werden, dass eine faire Bezahlung der Freien möglich sei, die Qualifikation müsse bei der Auftragsvergabe berücksichtigt werden, nicht nur der Preis — so lauten die Kernforderungen.

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Autor
red

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MDR/Martin Jehnichen

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