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BBC-Serie »The Blue Planet« jetzt in HD

Die BBC hat ihre Erfolgsserie »The Blue Planet« für die internationale Distribution in HD konvertiert. Dabei wurde der neue Format- und Normwandler Alchemist Platinum von Snell & Wilcox eingesetzt.

»The Blue Planet« ist eine aufwändige achtteilige Serie über die Ozeane und ihre Bewohner, die für rund 7 Millionen Pfund von der BBC koproduziert wurde. Über einen Zeitraum von fünf Jahren waren mehr als 40 Filmteams rund um den Globus unterwegs. Aus dieser Produktionsweise resultierte beim Ausgangsmaterial eine Breite Palette von Film- und Videostandards. Zusätzlich wurden noch noch voll- und halbbild-basierte Animationen integriert. Aufgrund der großen Zahl von Crews und Material war es im Nachhinein auch nicht mehr möglich, die technischen Spezifikationen jedes einzelnen zugelieferten Teils nachzuvollziehen.

So entstand bei der Format- und Normwandlung ein Problem: Viele Wandler lassen sich zwar gut auf jeweils eine Art von Ausgangsmaterial pro Arbeitsgang optimieren, sind aber nicht in der Lage, mit einem bunten Mix an Formaten innerhalb eines Jobs umzugehen.

Andy King, bei der BBC für die Formatwandlung zuständig, verdeutlicht das Problem: »Wildlife-Programme werden traditionell auf Film gedreht. Dabei sind Bildraten von 40 Bildern pro Sekunde und mehr durchaus üblich, denn man möchte oftmals Bewegungen und Details genau erfassen und dem Zuschauer in einer leichten Zeitlupe zeigen. Bei den Unterwasseraufnahmen für diese Serie, war es oftmals auch wichtig, dem Zuschauer ein Gefühl für die Geschwindigkeit zu geben, die Wahl fiel also auf Video mit einer Bildfrequenz von 50 Halbbildern. Außerdem sind Videokameras für Unterwasseraufnahmen auch deshalb oft erste Wahl, weil die Kameras kleiner sind und die Laufzeiten der Videokassetten längere Sequenzen ohne zwischenzeitliches Auftauchen erlauben. Auf diese Weise kam eine bunte Mischung von Videomaterial und Filmmaterial mit verschiedenen Bildraten zusammen – eine besondere Herausforderung beim Transfer in HD

Die Wahl fiel schließlich auf den neuen Formatwandler Alchemist Platinum von Snell & Wilcox mit Bewegungskompensation, der optional einen High-Definition-Output bietet.

Geschnitten wurde die Serie unkomprimiert im601-Standard. Das war für die anschließende Wandlung in HD von großem Vorteil. Denn so konnte die Kaskadierung von Kompressionsalgorithmen vermieden werden, die in den Standard-TV-Formaten meist unsichtbar bleiben, die aber beim Wandeln (Up-Konertieren) in HD oft zu deutlich sichtbaren, störenden Artefakten führen.

Bleibt noch die Frage, warum die BBC nicht gleich alles in HD drehen ließ. Andy Kings Antwort ist pragmatisch: »Das wäre zwar ideal gewesen, obwohl HD-Video noch nicht die selben Features wie Film bietet. Aber es war aus dreierlei Gründen nicht praktikabel: Da sind zum einen die Kosten, dann die intensive Nutzung von Archivmaterial und schließlich die Schwierigkeit, alle Crews dazu zu bewegen im selben Format zu drehen. Denn wer kann schon für 40 Crews HD-Kameras bezahlen?«

Die Lösung zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist nach Ansicht von King, in 625/50 unkomprimiert zu schneiden und den fertigen Film dann in HD zu konvertieren. Mit den Resultaten bei »The Blue Planet« ist man bei der BBC so zufrieden, dass man bereits nach weiteren Programmteilen Ausschau hält, die von einer HD-Konversion profitieren könnten.

Autor: red

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