Branche, Broadcast, Making-of: 02.06.2017

»24h Bayern«: BR zeigt am Pfingstmontag seine Echtzeit-Doku

Am Montag, dem 5. Juni 2017, sendet der BR seine vor rund einem Jahr gedrehte 24stündige Echtzeit-Doku über das Leben in Bayern.

24h Bayern, Logo
Soll keine bloße Tourismusförderungs- oder selbstgefällige »Mia san mia«-Produktion sein und auch kein Heimatfilm im klassischen Sinn: »24h Bayern«.

An Superlativen mangelt es natürlich nicht, wenn der BR eine 24-Stunden-Echtzeit-Doku über Bayern produziert, das ist klar: Es ist eine Material- und Logistikschlacht ohne Gleichen, wenn man die Macher von »24h Berlin« und »24h Jerusalem« beauftragt, mit »24h Bayern« ein ganzes Bundesland zu porträtieren (Infos).

Das Ergebnis kann man nun am Pfingstmontag 2017 besichtigen.

24h Bayern, Logo Trailer
Das Ergebnis des Projekts kann man nun am Pfingstmontag 2017 besichtigen.

Dabei sollte man sich weder vom etwas bräsigen Untertitel »Ein Tag Heimat« abschrecken lassen, noch von den vielen Klischeebildern aus Bayern, die man einerseits im Kopf hat und mit denen andererseits etwa auch der unten eingefügte Appetizer des BR aufmacht: Schließlich haben sich neben den Erfindern der 24h-Doku, dem Regisseur Volker Heise und dem Produzenten Thomas Kufus von Zero One Film, auch noch viele weitere Macher darum gekümmert, dass eben gerade keine bloße Tourismusförderungs- und selbstgefällige »Mia san mia«-Produktion entstehen sollte. Ob das gelungen ist, müssen letztlich die Zuschauer entscheiden.


45-Minuten-Appetizer des BR für das Projekt »24h Bayern« — mit Making-Of-Elementen.
24h Bayern, Produktionsfoto
Für das Projekt haben am 3. Juni 2016 insgesamt 104 Kamerateams parallel in ganz Bayern gedreht.

Für das Projekt haben am 3. Juni 2016 insgesamt 104 Kamerateams parallel in ganz Bayern gedreht. Mit den Teams waren auch namhafte Regisseurinnen und Regisseure wie Doris Dörrie, Andres Veiel, Franz X. Bogner und Marcus H. Rosenmüller unterwegs. Aus rund 800 Stunden Filmmaterial — darunter auch Beiträge, die über eine Mitmachaktion direkt an den BR geschickt wurden — hat das Team von Zero One Film nun eine 24-stündige Dokumentation komponiert.

24h Bayern, Logo Website
Der Sender will »24h Bayern« als medienübergreifendes Event verstanden wissen.

»24h Bayern« will aber mehr sein, als diese 24-stündige Dokumentation, die nun am 5. Juni 2017 im BR Fernsehen ausgestrahlt wird. Das Projekt will der Sender vielmehr als multimediale Entdeckungsreise, als medienübergreifendes Event verstanden wissen, das auch im Hörfunk, im Internet und in den sozialen Medien stattfindet.

»24h Bayern« soll einen Tag Heimat aus der Perspektive der Menschen in Bayern erzählen — 24 Stunden lang in Echtzeit. Rund 80 Menschen, die aus Sicht der Macher repräsentativ für ganz Bayern stehen, von ganz unten bis ganz oben, aus allen Bereichen der Gesellschaft und der Regionen begleitet die Echtzeit-Doku.

24h Bayern, Logo
Im Fernsehen wird »24h Bayern« um 6:00 Uhr morgens starten und dann 24 Stunden am Stück laufen.

Im Fernsehen wird »24h Bayern« um 6:00 Uhr morgens starten und dann 24 Stunden am Stück laufen. Der Sender gibt denen, die das brauchen, folgenden Gebrauchsanweisung an die Hand:

• Alle 30 Minuten bietet sich ein guter Moment für den Einstieg in das laufende Programm. Denn jeweils zur vollen und zur halben Stunde dreht sich das bayerische Kaleidoskop wieder weiter – mit neuen Ereignissen, Alltagserlebnissen und -dramen.

• Wer etwas verpasst hat, von dem ihm dann andere berichten, der kann einzelne Stunden und auch das gesamte Programm über die Website 24hbayern.de und in der Mediathek des BR nachholen.

• Über das Fernsehprogramm am 5. und 6. Juni 2017 hinaus, präsentiert der BR das Thema »24h Bayern« auch im Hörfunk, im Internet und in den sozialen Medien. Auf der Website 24hbayern.de ist am Ausstrahlungstag ab 6 Uhr der Livestream abrufbar, darüber hinaus stehen umfangreiche Online- und Second-Screen-Angebote zur Verfügung – zum Beispiel ergänzende Geschichten zu ausgewählten Protagonisten, eine Filterfunktion zu den Drehorten oder die Rubrik »Bayern besser wissen« mit Fakten rund um das Leben im Freistaat. 

Über das Programmereignis hinaus versteht sich die Dokumentation als visuelles Gedächtnis: »’24h Bayern’ ist kein Imagefilm, das ist uns ganz wichtig, sondern ein zeitgeschichtliches Dokument, eine Art Zeitkapsel, die das Leben in Bayern im Jahr 2016 mit all seinen Facetten, Problemen und schönen Dingen eingefangen hat«, erklärt Andreas Bönte, Leiter Programmbereich BR Fernsehen, ARD-alpha, 3sat. Dem Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg stellt der BR Filmmaterial von den Dreharbeiten zur Verfügung, damit es Teil des dort dokumentierten Querschnitts durch das Leben in Bayern wird.