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Hyperbowl in den Penzing Studios

Das VR-Produktionsstudio Hyperbowl hat eine neue Heimat in den Penzing Studios. film-tv-video.de war vor Ort.


Hyperbowl, © Nonkonform

Das virtuelle Produktionsstudio bietet viele Vorteile.

Vorteile

Für Schauspieler sowie Regie und Kamera bietet die neue Technik viele Vorteile, denn sie müssen nicht vor einer grünen Wand performen und sich das Umfeld komplett im Kopf vorstellen, sondern sie sehen tatsächlich, in welcher Umgebung sie agieren.

Hyperbowl, © Nonkonform

Schon während der Produktion gibt es direkt am Set realistische Previews.

Auch in puncto Nachhaltigkeit ist die virtuelle Produktion nahezu unschlagbar. Produktionsteams müssen nicht mehr um den halben Globus reisen, um in den USA, in Südafrika oder in der Südsee während der »Magic Hour« das gewünschte Footage zu drehen. Das reduziert den CO2-Fußabdruck – und zudem natürlich auch die Budgets dieser Produktionen.

Trotz apparativem Aufwand dürfte der CO2-Fußabdruck geringer sein als bei einem konventionellen Dreh an einer exotischen Location.

Die Auftraggeber wiederum schätzen bei der virtuellen Produktion, dass sie schon direkt während des Drehs einen Großteil dessen sehen können, wie das Endprodukt aussehen wird. Noch direkt am Set sind so Anpassungen möglich, Hintergründe können verändert und optimiert werden. 

Weitere Vorteile: Bei der virtuellen Produktion im Studio ist man vollkommen unabhängig vom Wetter, Tag und Nacht können beliebig auf der LED-Wand hergestellt, angepasst und gestaltet werden. Bei Bedarf kann die »Magic Hour« stunden- und tagelang aufrechterhalten werden. Es gibt also keinerlei zeitliche Einschränkungen, kein schlechtes Wetter und keine falsche Jahreszeit mehr – und Drehzeiten lassen sich verkürzen oder besser nutzen.

Hyperbowl, © Nonkonform

Im Studio ist man unabhängig von Wetter, Tages- oder Jahreszeit.

In der Virtual Production hat man das fertige Produkt direkt in der Kamera, ohne das Bild nachträglich aufwändig bearbeiten zu müssen. Man spart also definitiv Zeit und Kosten in der Postproduction — aber natürlich hat man beim Dreh einen höheren apparativen Aufwand bei geringerem Zeitaufwand am Set.

Hyperbowl, © Nonkonform

Es gibt auf LED-Stages einen relativ großen, apparativen Aufwand.

Herausforderungen

Die technische Realisierung einer virtuellen Produktion erfordert eine Vielzahl neuer, innovativer Technologien, die für den Dreh auf einer LED-Stage angepasst, erweitert oder teilweise neu entwickelt werden müssen. Es gibt einen relativ großen, apparativen Aufwand und sehr viel Knowhow — mehr als bei der Live-VR-Produktion mit Greenscreen und mehr als bei der »klassischen« Greenscreen-Produktion, wo alles in der Postproduction erledigt wird.

Hyperbowl, © Nonkonform

Realtime Engines sind ein wichtiger Baustein.

Der zentrale Baustein eines virtuellen Produktionsstudios sind Realtime Engines, die üblicherweise bei der Entwicklung von Computer- und Konsolenspielen verwendet werden. Um einen reibungsfreien Ablauf zu ermöglichen, müssen große Datenmengen in Echtzeit prozessiert werden. Das erfordert entsprechend leistungsstarke Rechenkapazitäten und die dafür abgestimmte Software – und die war in der Vergangenheit in der Games-Industrie zu finden.

Hyperbowl, © Nonkonform

Der Hintergrund ist letztlich immer nur für eine einzige Kamera wirklich perfekt optimiert.

»Für die virtuelle Produktion gibt es kein fertiges Produkt«, erläutert Frank Förster, »Wir mussten uns daher zunächst intensiv mit der gesamten Technik beschäftigen und testen, was in welcher Form zusammenspielt, wo es Hürden gibt und wie wir diese überwinden können.«

Grenzen gibt es bei der Produktion auf LED-Stages in puncto Multikameraproduktion: Der Hintergrund ist letztlich immer nur für eine einzige Kamera wirklich perfekt optimiert.

Mit speziellen Setups lassen sich aber auch diese vermeintlichen Restiktionen relativ einfach aushebeln. So wurden bereits mehrere Multikameraproduktionen in dem Studio umgesetzt, indem die Renderserver mit dem Bildmischer synchronisiert wurden.

Hyperbowl, © Nonkonform

Gute Planung gehört ohnehin zu jeder virtuellen Produktion.

Besonders wenn mit mehreren Kameras in Totalen und auf unterschiedlichen Kamerabewegungspfaden gedreht wird, kann das zu Problemen führen: Der Hintergrund stimmt halt eben nur für eine der Kameras. Wenn man die Bewegungen aber gut koordiniert und synchronisiert oder wenn man nur mit einer der Kameras Totalen aufnimmt, während die anderen Nahaufnahmen produzieren, kann man das kaschieren — aber natürlich weitaus begrenzter als bei Greenscreen-Produktionen.

 


Dieser Spot wurde in der Hyperbowl gedreht.
Spots, gedreht in der Hyperbowl

Seite 1: Einleitung, Funktionsprinzip
Seite 2: Vorteile, Herausforderungen

Autor: Christine Gebhard, Gerd Voigt-Müller

Bildrechte: Nonkonform, Elke Neureuther, StMWi (2), Snohetta (1), Hyperbowl, Volkswagen, Mercedes, Polestar, Arri

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