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Blackmagic baut 100G-IP-Ökosystem massiv aus

Vom nativen ST-2110-Switcher bis zum Netzwerk-Switch: Blackmagic Design präsentiert eine umfassende Gerätefamilie für vollständig IP-basierte Live-Produktionsinfrastrukturen auf Basis von 100G Ethernet.
©Blackmagic Design

Blackmagic-Chef Grant Petty zeigt den Atem 4 M/E Constellation IP.

Blackmagic Design hat auf einen Schlag zahlreiche neue Produkte angekündigt, die gemeinsam eine vollständige 100G-IP-Infrastruktur für Live-Produktionen abbilden – vom Signaleingang über Switching und Aufzeichnung bis zur Speicherung und Netzwerkverteilung. Die Produkte sollen im Juni/Juli 2026 ausgeliefert werden.

Switcher als Ausgangspunkt

Herzstück ist der Atem 4 M/E Constellation IP (ab 7.995 USD), ein nativer SMPTE-ST-2110-Switcher mit bis zu 64 Standards-konvertierten Eingängen und 52 Ausgängen über 100G Ethernet. Vier bidirektionale 100G-Kabel ersetzen dabei laut CEO Grant Petty bis zu 60 einzelne BNC-Kabel eines SDI-Switchers – ein technisches wie wirtschaftliches Argument. An Bord: 16 Advanced Keyer, 4 DVEs, 2 SuperSource-Prozessoren, 4 Multiview-Ausgänge und vollständige SMPTE-2022-7-Redundanz auf allen Videoports.

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Der SDI-Expander 8x12G

Wer bestehende SDI-Infrastruktur einbinden will, nutzt den Blackmagic SDI Expander 8x12G (2.995 USD): Das 1-HE-Gerät wandelt acht bidirektionale 12G-SDI-Verbindungen gleichzeitig in beide Richtungen – also 16 Kanäle Konvertierung in einer Rack-Einheit, über zwei 100G-Ports mit voller SMPTE-2022-7-Redundanz.

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UpDownCross 100G.

»Kunden können es als Breakout-Box für ihre bestehenden Switcher verwenden und damit 8 Inputs und 8 Outputs hinzufügen«, so Petty. Unterschiedliche Eingangsformate bearbeitet der Blackmagic UpDownCross 100G (ab 2.435 USD): Acht simultane Kanäle SD/HD/UHD-Standardkonvertierung über 100G Ethernet.

Aufzeichnung und Speicher

Der HyperDeck ISO Recorder 100G (4.995 USD) zeichnet bis zu acht Kanäle Ultra-HD-Video gleichzeitig in Apple ProRes auf Netzwerkspeicher auf – über eine einzige 100G-Verbindung.

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HyperDeck ISO Recorder 100G.

DaVinci Resolve kann die Dateien bereits während der laufenden Aufzeichnung bearbeiten, was Live-Action-Replay direkt aus dem laufenden Recording ermöglicht. Petty nennt dies »das fortschrittlichste Gerät, das wir je entworfen haben«.

 

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Blackmagic Cloud Store Ultra

Den Speicher bilden der Blackmagic Cloud Store Ultra (ab 8.835 USD, 24 oder 48 TB) und das Blackmagic Cloud Media Dock Ultra (2.995 USD). Beide verfügen über zwei vollständig unabhängige 100G-Ports – einer für den HyperDeck, einer für die Editing-Workstations, ohne gegenseitige Interferenz.

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Media Dock Ultra.

»Wenn man 8 Videokanäle aufzeichnet und gleichzeitig editiert, reicht ein einziger 100G-Port nicht aus, weil die Aufzeichnung ihn komplett belegt«, erklärt Petty die Designentscheidung. Der Cloud Store Ultra unterstützt RAID 5, redundante Netzteile und Blackmagic Cloud Sync.

Das Media Dock Ultra hat gegenüber dem Cloud Store Ultra einen zusätzlichen Vorteil für mobile Produktionen: Die Blackmagic Media Modules lassen sich nach dem Job einfach abziehen und mitnehmen. »Manchmal hat man nicht die Zeit, am Set wegen eines Kopierjobs zu warten«, so Petty.

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Blackmagic Ethernet Switch 820.

Netzwerk und mehr

Den Netzwerk-Layer stellt der Blackmagic Ethernet Switch 820 (2.295 USD) bereit: 8 x 100G plus 2 x 10G Ports, dedizierter NMOS-Control-Port, zwei redundante PTP-Clock-Eingänge und redundante Netzteile – explizit für ST-2110-Facilities konzipiert, mit Front-to-Back-Kühlung für den Einsatz in Broadcast-Trucks und Mini-Racks. Er ergänzte: »Wir bräuchten noch ein neues Modell für 100G-Ethernet-Workflows – mit redundanten PTP-Clock-Ports, damit alle Video-, Audio- und Datenströme synchron bleiben.«

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Rückfront der Studio Bridge.

Für die Kamera-Anbindung sorgt Blackmagic StudioBridge 10G PWR (2.495 USD): Es bündelt acht separate 10G-Verbindungen in ein redundantes 100G-System und versorgt angeschlossene Studio Camera Pro 6K mit je 90 Watt PoE++ direkt vom Konverter. »StudioBridge PWR löst dieses Problem – und das Spannende ist, dass es leistungsstark genug ist, um acht Studio-Kameras von einem einzigen Konverter aus zu verbinden und mit Strom zu versorgen.«

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Atem Monitoring Rack Panel.

Ergänzt wird das Rack durch das Atem Monitoring Rack Panel (ab 995 USD), das ST-2110-IP-Videomonitoring mit 12G-SDI- und HDMI-Konvertierung sowie Atem-Frontpanel-Steuerung in einem Gerät kombiniert – nötig geworden, weil die Front-to-Back-Kühlung des Atem Constellation IP keinen Platz für klassische Frontpanel-Controls lässt.

2110 für alle

Was Blackmagic hier vorlegt, ist ein Systemangebot für die IP-Welt – und ein preisliches Ausrufezeichen. Native ST-2110-Infrastruktur war bisher das Terrain von Herstellern, deren IP-Systeme deutlich teurer sind. Blackmagic wiederholt damit, was das Unternehmen bereits mit SDI-Produktionsinfrastruktur getan hat: Eine Technologie, die Broadcastern vorbehalten war, für ein deutlich breiteres Marktsegment erschwinglich machen.

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