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Technicolor und Deluxe reduzieren Kopierwerksaktivitäten

Der Niedergang des chemischen Films schreitet unaufhaltsam voran: Aktuell reduzieren Technicolor und Deluxe ihre Kopierwerkskapazitäten, weil die Nachfrage nach Originalentwicklung und Kinokopien weltweit zurückgeht.

»Phase II der Optimierung der fotochemischen Filmaktivitäten«, so lautet der Euphemismus, den Technicolor als Umschreibung dafür benutzt, dass das Unternehmen seine Kopierwerksaktivitäten wegen mangelnder Nachfrage zurückfährt und in diesem Bereich künftig mit seinem Konkurrenten Deluxe kooperiert. Den ersten Schritt hatte das Unternehmen im Oktober 2010 getan und Rationalisierungsmaßnahmen in diesem Unternehmensbereich durchgeführt sowie ein Kopierwerk in den USA geschlossen.

Kernpunkt der neuen Maßnahmen sind Zusammenlegungen verschiedener Aktivitäten in der chemischen Filmentwicklung und -kopierung von Deluxe und Technicolor in Nordamerika, Thailand und Großbritannien. Dabei schließt jeder der beiden Kooperationspartner einzelne Kopierwerke oder Teile davon und verlagert deren Aktivitäten auf Einrichtungen des anderen Unternehmens. Grund dafür ist die mangelnde Auslastung der Kopierwerke. Auch wenn Technicolor betont, dass man weiterhin seine Filmkunden bedienen werde und es auch in Zukunft noch Konkurrenz zwischen Deluxe und Technicolor geben werde, sind dies klare Zeichen für den raschen Niedergang des chemischen Films.

Die Maßnahmen seien erforderlich, führt Technicolor aus, weil seit 2010 eine schnelle Hinwendung zum digitalen Kino erfolgt sei, in deren Folge man schon die Niederlassung North Hollywood hatte schließen und Rationalisierungsmaßnahmen in Europa durchführen müssen. Im Rahmen von »Phase II« wird nun das auf Kinokopien spezialisierte Kopierwerk im kanadischen Mirabel mit sofortiger Wirkung stillgelegt. Dort waren 178 Mitarbeiter beschäftigt.

Deluxe konstatiert besonders in Großbritannien eine rasche Hinwendung zu digitalen Produktionsmethoden, auf die man nun reagieren müsse. Bei Deluxe sind die Kopierwerke in Soho und Denham von Teilstilllegungen betroffen.

Autor: red

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