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Lean Broadcasting
Am häufigsten wird, insgesamt betrachtet, die Effizienz angesprochen: Wie lässt sich mit gleichem oder geringerem Aufwand mehr Output generieren? Wie kann man komplexe Aufgaben einfacher und schneller erledigen. Wie kann weiter automatisiert werden? Das klingt nun ganz und gar nicht mehr nach einer qualitätshungrigen, kreativen Branche von Technikfans, sondern nach einem Markt, in dem die Controller und Betriebswirtschaftler das Ruder komplett übernommen haben: Der Broadcast-Bereich präsentiert sich dadurch ganz klar freudloser und weniger faszinierend als bisher, aber wahrscheinlich ist dieser Prozess derzeit unvermeidlich und notwendig.
Dazu passt auch, dass noch viel mehr als bisher schon, der Einsatz von Standard-IT-Komponenten im Vordergrund steht: Selbst bei Quantel, wo spezialisierte Broadcast- und Postproduktion-Hardware stets als unabdingbar galt, gibt es plötzlich in allen Bereichen Software-Only-Lösungen, die Standard-IT-Hardware nutzen.
Selbst beim Thema 4K, das ebenfalls oft vorkommt, wird gern darauf verwiesen, dass effiziente 4K-Workflows nötig sind, um diese Technik auf breiterer Front durchzusetzen. File-basiert, software-zentriert, mit Standard-IT-Komponenten: So sieht wohl bei allem, was hinter der Kamera folgt, die Zukunft der Bewegtbildbranche aus. Und am anderen Ende? Dort wird der »Second Screen« propagiert, also Smartphone oder Tablet, die entweder unterwegs anstatt des TV-Geräts, oder zuhause parallel dazu genutzt werden. Und wie muss diese »Multi-Device«-Welt gefüttert werden? Natürlich möglichst effizient, per automatisiertem »IT-based Multiplatform-Playout«.
Das Thema Stereo-3D ist als Messethema übrigens durch: Außer bei Sony wurde es in den Pressekonferenzen nur noch am Rand, auf Nachfrage oder gar nicht mehr erwähnt. Weite Teile der Branche haben sich ganz offenbar — zumindest vorerst — daran sattgesehen.
Sie werden sehen.
Autor: Christine Gebhard, Gerd Voigt-Müller
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