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Neuer Verband will Tochterfirmen der Öffentlich-Rechtlichen Paroli bieten

Die neu gegründete Allianz Unabhängiger Filmdienstleister (AUF) hat zum Ziel, die marktwirtschaftlichen Interessen unabhängiger mittelständischer Unternehmen der Filmwirtschaft zu vertreten. Damit positionieren sich die darin organisierten Unternehmen gegen den Wildwuchs der mit den öffentlich-rechtlichen Sendern verbundenen Dienstleister.
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Am 31. Januar 2014 wurde die Allianz Unabhängiger Filmdienstleister in München notariell angemeldet und ihre Eintragung als gemeinnütziger Verein beantragt. Gründungsmitglieder des Verbands sind die folgenden Unternehmen: Ludwig Kameraverleih, Maier Bros., FGV Schmidle, MBF Filmtechnik, Griphouse, Betz Tools und BFS Entertainment.

Als Auslöser für die Gründung nennt der Verband die »strukturelle Schieflage einer ganzen Branche«. Die Gründungsmitglieder des Verbands sind Mittelständler, die sich im Kampf um Marktanteile gegenüber denjenigen Dienstleistern benachteiligt sehen, die mit öffentlich-rechtlichen Sendern verbunden sind: Die Tochter- und Enkelfirmen der öffentlich-rechtlichen Anstalten sind durch ihre weit verzweigte Gesellschafterstruktur mit ihren Müttern mehr oder weniger eng verbunden und können von diesen Kontakten und dem finanziellen Background auf verschiedene Weise profitieren. Zudem verfügen die Unternehmen des öffentlich-rechtlichen Beteiligungsnetzwerks über größere Ressourcen und eine umfangreichere Marktabdeckung als unabhängige mittelständische Unternehmen (siehe auch früherer Marktbericht).

Gegen dieses Ungleichgewicht im Markt positionieren sich der neue Verband und seine Mitglieder. Tatsächlich stellt sich insgesamt die Frage, inwieweit öffentlich-rechtliche Anstalten — direkt oder indirekt über ihre privatwirtschaftlichen Beteiligungen — als Anbieter auf einen Markt einwirken sollten, aus dem sie wiederum selbst Leistungen zukaufen.

Die AUF will nach eigenen Angaben faire Wettbewerbsbedingungen für alle Markteilnehmer erreichen und will sich dafür bei Politik und Institutionen, Behörden und anderen Verbänden Gehör verschaffen.

Der Verband steht allen unabhängigen Dienstleistern und Herstellern offen, die in der Produktion von Film-, Fernseh- und weiteren audiovisuellen Inhalten in Deutschland tätig sind.

Hintergrund

Im weiteren Anwachsen der Aktivitäten öffentlich-rechtlicher Tochterfirmen — und hier insbesondere bei den direkt oder indirekt der Bavaria Film GmbH zuordenbaren Dienstleister — sieht der AUF eine Entwicklung, die die gesamte deutsche Filmwirtschaft und letztlich den Produktionsstandort Deutschland bedroht. Nur eine vielfältige Produktionslandschaft ist aus Sicht des Verbands ein Garant für hochwertige Filme und sichert Arbeitsplätze sowie eine gute Ausbildung in Medienberufen. Nicht zuletzt werden durch Vielfalt auch Studenten-Filme, Low-Budget-Produktionen sowie andere kreative und nicht-kommerzielle Projekte erst möglich.

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Autor: red

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