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Studio Babelsberg: Wettbewerbsverschärfung und Brexit bedrohlich

Der Vorstand von Studio Babelsberg zeichnete in der Hauptversammlung eine düstere Zukunftsprognose.
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Brexit und eine aus Unternehmenssicht unbedingt notwendige, aber noch nicht erfolgte Anpassung des Anreizsystems für Filmproduktionen, trüben die Zukunftsaussichten von Studio Babelsberg aus Sicht des Vorstands ein.

Bei der diesjährigen Hauptversammlung der Studio Babelsberg AG zeichnete der Vorstand ein düsteres Bild für die Zukunft des Unternehmens hinsichtlich der Auftragslage. Die Auslastung sei im ersten Halbjahr 2016 aufgrund des Wegfalls zweier großer internationaler Filmproduktionen alarmierend. Grund dafür sei die Verschärfung des europäischen Standortwettbewerbs. Der Vorstand erläuterte, dass das deutsche Rabattsystem für internationale Filmproduktionen im Laufe des Jahres den Anschluss verloren habe und nicht mehr wettbewerbsfähig sei.

Der Vorstand betonte, dass die Bundesregierung auf diese Entwicklungen mit einer Anpassung des Anreizsystems für die Produktion großer deutscher und internationaler Filme in Deutschland reagieren müsse. Die Hauptversammlung war zudem überschattet vom Brexit: Währungsverschiebungen könnten das exportorientierte Projektgeschäft von Studio Babelsberg existenzbedrohend beeinflussen, konstatierte der Vorstand.

Vorstand entlastet, Beschlüsse gefasst, Außenkulisse gebaut

Im Rahmen der Hauptversammlung haben die Aktionärinnen und Aktionäre allen Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit zugestimmt. Hierzu gehörten die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2015, die Wahl von Ernst & Young als Abschlussprüfer sowie die Wiederwahl der Aufsichtsratsmitglieder für eine weitere Amtszeit.

Im Vorfeld der Abstimmung hatte der Vorstand über das Geschäftsjahr 2015 berichtet und die Ergebnisse vorgestellt. Die Studio Babelsberg Gruppe hat demnach das Geschäftsjahr 2015 mit einem Gewinn in Höhe von 5,2 Mio. Euro vor Steuern abgeschlossen (Vorjahr: Verlust 2,2 Mio. Euro). Der Gesamtumsatz der Studio Babelsberg Gruppe erhöhte sich gegenüber 2014 von 62,5 Mio. Euro auf 117,7 Mio. Euro, so das Unternehmen. Die Gesamtleistung des Konzerns erhöhte sich von 54,9 Mio. Euro auf 124,5 Mio. Euro.

Das Ergebnis ist nach Angaben des Vorstands insbesondere auf die verbesserte Auslastung der Kernaktivitäten Studiovermietung, Produktionsdienstleistungen, Ausstattung und Kulissenbau zurückzuführen. Die erwirtschaftete Liquidität wurde vollständig in den Bau der Außenkulisse »Neue Berliner Straße« investiert. Daher verzichtet die Gesellschaft auf die Ausschüttung einer Dividende.

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