Film, Filmförderung: 17.04.2019

FFA zahlt Branchentiger aus

Die erfolgreichsten Produzenten, Verleiher, Kinos und Kurzfilmern des vergangenen Kinojahres bezeichnet die Filmförderungsanstalt traditionell als Branchentiger. Ihnen stehen Referenzfördermittel zu. In diesem Jahr wurden 17 Mio. Euro vergeben.

Fast ebenso traditionell ist Constantin Film mit Filmen wie »Dieses bescheuerte Herz«, »Der Vorname«, »Sauerkrautkoma«, »Grießnockerlaffäre« und »Timm Thaler« das an der Kinokasse erfolgreichste Produktionsunternehmen. Nach München gehen rund 1,7 von 11,2 Mio. Euro, die an die Produzenten von 75 Filmen ausgeschüttet wurden.

Als bester Verleiher bekam Warner Bros. Germany 675.000 Euro. Als ausschlaggebend werden die Zuschauerzahlen für »100 Dinge«, »Der Junge muss an die frische Luft«, »Klassentreffen 1.0«, »Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer«, »Aus dem Nichts«, »Hot Dogs«, »Vielmachglas« und »Abgeschnitten« genannt. In dem Bereich wurden 2,9 Mio. Euro für 70 Filme des Jahrgangs 2018 ausgezahlt.

Das Hamburger Abaton ist zum wiederholten Mal Kino-Tiger mit dem höchsten Ticketverkauf für deutsche und europäische Filme. Nach Hamburg gehen 21.000 Euro von insgesamt 1,9 Mio. Euro, die an die 574 erfolgreichsten Leinwände verteilt wurden.

Kurzfilm-Tiger 2018 ist Lukas Marxt, der mit 38.000 Euro für die nationalen und internationalen Festivalerfolge seiner Filme »Imperial Valley« und »Fishing is not done on Tuesdays« ausgezeichnet wurde. An die 58 erfolgreichsten Kurzfilme wurden 570.000 Euro vergeben.

Einen nicht dotierten Sonderpreis gab es erstmals für die Dresdener »Filmnächte am Elbufer« – das bestbesuchte Open Air-Kino. Mit einem zweiten Sonderpreis, der Tigertatzentrophäe, wurden die Produzenten des Kinderfilms »Die kleine Hexe« gewürdigt, dessen Einspiel überraschend über den Produktionskosten lag. Hier greift zugleich eine Bonusregelung, die der Produktion Claussen+Putz 850.000 Euro und dem Verleiher Studiocanal 155.000 Euro brachte.

Die FFA-Branchentiger.

Der Referenzförderung der FFA liegt ein Punktesystem zugrunde. Berücksichtigt werden Besucherzahlen in den Kinos sowie Filmpreise und Festivalauszeichnungen. 24,6 Mio. Kinozuschauer hatten sich 2018 für eine deutsche Produktion entschieden. Damit bliebt der Marktanteil von 23,5 (2017: 23,9) Prozent stabil – trotz eines Rückgangs beim Kinobesuch um 13,9 Prozent. Die Fördermittel können innerhalb von drei Jahren ohne Mitsprache von Fördergremien verwendet werden.

Ausführliche Infos über die Referenzfilmförderung 2019 gibt die FFA.

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Mike Auerbach

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