Signaltechnik, Streaming: 14.08.2013

DVEO Mamba: Live-IP-Streaming

Mit Mamba von DVEO lassen sich mehrere Videostreams in Echtzeit via Internet übertragen. Die Streams können dann mit einer IPTV-Set-Top-Box oder mobilen Endgeräten, wie beispielsweise Smartphones und Tablet-PCs, angeschaut werden.

DVEO bietet den Mamba mit unterschiedlichen Anschlussoptionen an: In der Standardversion Mamba DIG/IP besitzt das Gerät zwei Inputs für unkomprimiertes SD- bzw. HD-SDI. Alternativ gibt es noch das Modell Mamba HDMI/IP mit einem HDMI-Input sowie die Variante Mamba CVBS/IP mit vier analogen Composite-Eingängen. Jede Mamba-Version besitzt zudem einen Input für IP-Signale.

Aus den Eingangssignalen kann Mamba simultan mehrere Videoströme generieren. Beispielsweise ist die gleichzeitige Ausgabe von zwei Streams mit einer Auflösung von 1080i/p möglich. Genauso lässt sich die Ausgabe eines 1080i/p-Streams mit einem 720p-Stream kombinieren. In SD-Auflösung können bis zu sechs Streams gleichzeitig übertragen werden. Mamba besitzt einen integrierten Up- / Downscaler, um beispielsweise ein HD-SDI-Signal mit SD-Auflösung verschicken zu können. Für jeden einzelnen Stream sind zudem unterschiedliche Datenraten wählbar.

Zur Übertragung der Videobilder wird der H.264-Codec benutzt. Das System stellt zudem die gängigen Protokolle (z. B. UDP, RTP, IGMP) und Wrapper (z. B. HLS, RTMP, RTSP) zur Verfügung, mit welchen die kodierten Videoströme durch das Netz geschickt werden. Die generierten Streams können dann zum Beispiel von Smartphones, Tablets oder einem Content Delivery Network (CDN) empfangen werden. DVEO Mamba ist auch für den Einsatz in Kombination mit dem Eutelsat KA-Satelliten zertifiziert.

Digitale Audiosignale werden per Embedded Audio entgegengenommen. Für die Übertragung kann zwischen verschiedenen Codecs gewählt werden: Standardmäßig stehen AAC, Ogg Vorbis und MPEG-1 Layer 2 zur Verfügung. Optional kann das System auch um die Codecs MP3 oder »SurCode for Dolby Digital« AC-3 erweitert werden.

Die Bedienung des DVEO Mamba findet über das LCD-Touchscreen an der Gerätefront statt. Neben dem User-Interface kann auf dem Display auch ein Monitoring der Eingangssignale abgebildet werden. Außerdem ist es möglich, das Gerät auch über das Internet bzw. eine Netzwerkverbindung zu steuern und einzurichten. Unterschiedliche Konfigurationen können als Preset abgespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgerufen werden.

In der Version mit zwei SD/HD-SDI-Inputs kostet der Mamba IP-Streamer knapp 6.000 US-Dollar. Auch die Variante mit vier Composite-Eingängen ist zu diesem Preis verfügbar. Das Gerät mit einem HDMI-Input kostet knapp 5.900 US-Dollar.

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Autor
red
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