Kamera: 22.09.2016

Neue Sony-Kamera: Alpha 99 II

Sony präsentiert mit der Alpha 99 II sein neues Alpha A-Mount-Spitzenmodell. Als Nachfolger der Alpha 99 vereint die neue Alpha 99 II viele Innovationen – darunter 4K-Videoaufzeichnung, Slow & Quick Motion und auch ein neues, präzises Autofokussystem.

Pixel-Power

Der rückwärtig belichtete Exmor R CMOS-Vollformatsensor mit einer Auflösung von 42,4 Megapixeln profitiert von einem lückenlosen On-Chip-Design, so Sony. Das Ergebnis ist stets geringes Rauschen, ein großer Dynamikumfang und 42,4 Megapixel Auflösung über den gesamten ISO-Bereich hinweg (100 – 25.600, erweiterbar auf ISO 50 – 102.400). Da die Alpha 99 II keinen optischen Tiefpassfilter verwendet, lassen sich selbst die feinsten natürlichen Details und Strukturen mit einzigartiger Schärfe einfangen – auf Wunsch in komprimiertem oder unkomprimiertem Raw.

Filmaufnahmen

Die Alpha 99 II unterstützt 4K-Videoaufzeichnungen mit voller Pixelauslesung ohne Pixel-Binning, für hochauflösende Videos im professionellen XAVC S Format. Sie ermöglicht die Aufnahme hochwertiger 4K-Videofilme mit 100 Mbit/s. Der neue »Slow and Quick«-Modus (S&Q) unterstützt sowohl Zeitlupen- als auch Zeitraffereffekte. Dabei kann zwischen Bildraten von einem bis 100 Bildern pro Sekunde in acht Schritten gewählt werden. Das Resultat sind entweder bis zu 50-fache Zeitraffer oder eine vierffache Zeitlupenaufnahme. Auch eine Reihe von Funktionen für professionelle Videos bietet die neue Alpha 99 II. Neben Bildprofilen, Timecode und HDMI-Clear-Ausgang verfügt sie nun auch über Gamma-Assist für die S-Log-Überwachung in Echtzeit und einen Zebramodus für einfachere Belichtungseinstellungen.

Die S-Log3- und S-Log2-Gammakurven ermöglichen Aufnahmen mit einem großen Dynamikbereich ohne überbelichtete Highlights oder unterbelichtete Schattenbereiche. So lässt sich die Alpha 99 II problemlos in einen komplett professionellen Workflow zur Filmproduktion integrieren.

Neuer Autofokus

Das neu entwickelte AF-System mit hybrider Phasendetektion ist nun erstmals in der Alpha Vollformatserie zuhause. Das AF-System mit Hybrid-Phasendetektion verfügt über einen speziellen, präzisen AF-Sensor mit 79 Phasendetektionspunkten sowie einem AF-Sensor mit Phasendetektion und 399 AF Punkten auf dem Sensor. Insgesamt sorgen 79 Kreuzsensoren für perfekte Schärfe in jedem Bild. Weil der teildurchlässige Spiegel auch bei Serienaufnahmen unbeweglich bleibt, bleibt der Autofokus stets auf dem anvisierten Motiv.

Damit die Bilddaten so schnell wie möglich den Weg zur Speicherkarte finden, verfügt die Alpha 99 II über einen neu entwickelten Front-End-LSI. Nur so sind Serienbildaufnahmen mit bis zu zwölf Bildern pro Sekunde bei kontinuierlichem Autofokus möglich. Das Resultat ist eine ultraschnelle Kamera, die außerordentlich detailreiche Aufnahmen erlaubt – sogar von schnellen Motiven unter schwierigen Lichtbedingungen. Dank des großen Zwischenspeichers und der hochentwickelten Datenverarbeitung kann der Nutzer die Bilder sofort nach der Aufnahme ansehen. Und wenn in Innenräumen bei künstlichem Licht fotografiert wird, erkennt die Kamera Flimmern automatisch und stimmt den Verschluss zeitlich so ab, dass die Auswirkungen auf Fotos minimiert werden.

Mit einem optimierten EVF-Display-Algorithmus erreicht die Kamera kontinuierliche Live-View-Serienaufnahmen von bis zu acht Bildern pro Sekunde mit kontinuierlichem Autofokus. Die Anzeigeverzögerung ist dabei minimal; kaum unterscheidbar von einem optischen Sucherm, sagt Sony. Die Belichtung, der Weißabgleich und andere Kameraeinstellungen werden in Echtzeit im Sucher angezeigt. Bei den Live-View-Serienbildaufnahmen lassen sich drei Stufen einstellen, um unterschiedlichen Motiven gerecht zu werden: acht Bilder, sechs Bilder oder vier Bilder pro Sekunde.

Fünf-Achsen-Bildstabilisierung

Nach dem großen Erfolg bei den Alpha 7 II Kameras hat Sony für seine A-Mount-Kameras eine neue integrierte Fünf-Achsen-Bildstabilisierung entwickelt, die bei der Alpha 99 II jetzt erstmals zum Einsatz kommt. Neue, präzise Gyrosensoren erkennen selbst die kleinsten Kamerabewegungen, die zu Unschärfen führen können. Die Bildstabilisierung gleicht bis zu 4,5 Blendenstufen aus.

Optimierungen beim Design und der Bedienbarkeit

Die neue Kamera ist um acht Prozent kleiner als die Alpha 99 der ersten Generation. Sie verfügt über ein neues, griffiges Gehäuse aus Magnesiumlegierung, über zwei Steckplätze für SD-Karten und weitere Upgrades, die die Handhabung und Bedienung verbessern. Alle wichtigen Tasten und Drehräder sind abgedichtet, die Abdeckung des Medienanschlusses sowie die Gehäusekanten sind mit einer Nut-Feder-Verbindung versehen. Deshalb ist das Gehäuse staub- und feuchtigkeitsabweisend.

Der neue Verschluss ist nicht nur reaktionsschneller, sondern auch widerstandsfähiger als sein Vorgänger und hat Ausdauertests mit mehr als 300.000 Verschlussvorgängen hinter sich. Der XGA OLED Tru-finder verfügt über eine Zeiss T-Beschichtung und eine Linsengruppe mit vier Elementen, zu denen ein doppelseitiges asphärisches Element zählt. Er bietet eine 0,78-fache Vergrößerung und gewährleistet durchgängig außergewöhnliche Klarheit.

Die neue Alpha 99 II kommt ab November 2016 zum Preis von rund 3.600 Euro in den Handel.

Autor
red
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