Tech-News 2021, Veranstaltung: 25.05.2021

Wie geht’s weiter im Event-Bereich?

Thomas Riedel, CEO von Riedel Communications, spricht über die Zukunft des Event-Bereichs.

Der Wunsch nach Veranstaltungen, bei denen sich Menschen wieder tatsächlich treffen können, wächst. Webinare, Hybrid-Messen und Online-Events helfen sicher, wenn sonst eben gar nichts mehr geht. »Aber wir sind eben alle Menschen, und da sind auch Emotionen ganz wichtig«, findet Thomas Riedel, CEO von Riedel Communications.

Thomas Riedel weiß und anerkennt natürlich, dass es aber eben auch eine andere Seite gibt. Bei Messen müsse man sich tatsächlich die Frage stellen, ob bei den großen Messen wirklich nahezu alle Mitarbeiter vor Ort sein müssen oder ob man hier nicht auch weiterhin hybride Elemente einplanen sollte. »Schließlich akzeptieren wir heutzutage alle, dass man bei bestimmten Events eben elektronisch zugeschaltet ist.« Riedel ist sich sicher, dass dies auch nach der Pandemie so bleibt.

Im eingefügten Video macht Riedel sich Gedanken über die Bedeutung von Messen, veränderte Messe-Konzepte während und nach der Pandemie, neue interaktive Event-Formen und den Wunsch nach »echten« Events und Festivals.


Thomas Riedel über die Frage, wie es im Event-Bereich weitergeht.

»Es wird auch so bleiben, dass wir viel mehr dezentral arbeiten und viel mehr Remote produzieren«, sagt Riedel. Er erwartet, dass es hier für die gesamte Branche einen enormen Schub geben werde, und geht davon aus, dass dies in den kommenden zwei bis drei Jahren sich noch massiv weiter in diese Richtung entwickelt.

Thoma Riedel, CEO, Riedel Communications
Thomas Riedel, CEO Riedel Communications.

»Ich glaube, dass fast jedes Event zukünftig auch noch ein digitales Anhängsel haben wird – für die Leute, die nicht teilnehmen oder nicht zum Veranstaltungsort reisen können.« Dieses Anhängsel müsse aber über eine Second-Screen-Anwendung hinausgehen. Was etwa die großen Messen als Ersatz für NAB und IBC geboten haben, hält Riedel nicht für befriedigend. Man müsse sich damit auseinandersetzen, ob es noch etwas geben könnte zwischen einer Teilnahme vor Ort und einer virtuellen Teilnahme. »Das ist ein ganz spannendes Thema, mit dem wir uns intensiv beschäftigen, denn es könnte auch in unserer Branche ganz neue Formate ermöglichen«, findet Riedel.  

Davon unbenommen sei, dass sich die Menschen wieder treffen und gemeinsam feiern möchten, dass sie Konzerte oder Festivals besuchen oder einfach nur ein Restaurant oder einen Club besuchen wollen. »All das wird wieder kommen, da bin ich mir absolut sicher«, sagt Riedel und ergänzt: »Ich glaube sogar, dass Events wie etwa Wacken tendenziell noch größer werden, schon allein deshalb, weil es einen enormen Nachholbedarf gibt.«

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