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e-Delivery von Filmen in Eigenregie
Die Logistik des digitalen Kinos ist bestimmt von großen Studios, Distributoren und Dienstleistern. Unabhängige Filmproduzenten sind meist noch darauf angewiesen, DCPs auf Festplatten zu verschicken. Mit DCPshare etabliert sich gerade eine neue Cloud-Plattform, die eine ganze Reihe von Herausforderungen bei der Veröffentlichung von Filmen auf einmal angeht – von der kooperativen DCP-Bearbeitung bis zur Vermarktung.
Das Kino wurde in den vergangenen zwanzig Jahren erfolgreich digitalisiert, doch in den Workflows bis zur Leinwand gibt es nach wie vor Prozesse wie in analogen Zeiten. Nicht alle Festivals sind so weit wie die Berlinale, die 2026 mit einem selbstentwickelten D-Cinema-Portal den Upload von DCPs ermöglichte. Immer noch werden vielfach Filme physisch auf Festplatten geliefert wie einst Filmrollen.
Es gibt Digitalisierungslücken im Arbeitsalltag von Kinoprofis, und diese zu schließen, ist die Motivation der Entwickler hinter www.dcptools.com, wo man auch den neuen DCPshare-Service findet.
Die Website DCPtools ist eine Plattform des in Murnau ansässigen Unternehmens Richtwerk GmbH für digitale Kino-Workflows. Sie bündelt mehrere webbasierte Werkzeuge, mit denen Produzenten und Kinobetreiber DCPs und KDMs (Key Delivery Messages) effizient verwalten und verteilen können. Dazu gehören das KDM Studio, ein Onlinedienst, der KDMs automatisch für beliebig viele Kinos erzeugt und versendet sowie KDM Inspector, ein kostenloser Dienst, der per Drag-and-Drop hochgeladene KDMs, CPLs (Composition Playlists) und Serverzertifikate analysiert, um mögliche Abspielprobleme frühzeitig zu erkennen. Am bekanntesten sind die Digital-Cinema-Spezialisten aus Murnau als Vertriebsorganisation für die Software-Suite easyDCP des Fraunhofer-Instituts. Diese Softwarelösung für den gesamten DCP-Workflow findet sich auch in DCPshare-Anwendungen und verschafft der Plattform einen Vorteil gegenüber allen anderen e-Delivery-Angeboten.
Alle Aspekte der Veröffentlichung
DCPshare, die Veröffentlichungsplattform für Filmproduzenten, verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der möglichst alle Aspekte rund um die Veröffentlichung eines Films abdecken soll. Die drei wesentlichen Zwecke von DCPshare sind e-Delivery, die vorherige Bearbeitung und Optimierung von DCPs sowie die öffentliche Präsentation des Films im Internet.
Dadurch geht es vordringlich um die Verwaltung von Daten, die zentral in einem sicheren europäischen Cloud-Speicher liegen. Kleine Dateien bis 100 MB werden direkt in das Projektverzeichnis hochgeladen. Für größere Datenmengen gibt es einen ftp-Server und einen »DCP Upload Manager«, der sich installieren und integrieren lässt und der die Integrität der übertragenen Daten prüft.
Die Plattform ermöglicht schon beim Anlegen eines Projekts, eine eigene Landingpage einzurichten. Der WYSIWYG-Website-Builder ist auf möglichst schnelle Umsetzung und Aktualisierung ausgelegt.
Cloudbasierte Bearbeitung
Die Filmdaten sowie Vermarktungshilfen wie Vorlagen für Kinoposter, Medienvorlagen, Social-Media-Trailer-Versionen, Electronic Presskits, Audio Presskits und beliebige andere projektbezogene Daten gemeinsam in der Cloud zu speichern und zu verwalten, ist praktisch, aber nicht das wichtigste Argument. Was die Plattform wertvoll macht, ist die Möglichkeit, DCPs mit einer onlinebasierten Softwareversion von easyDCP zu bearbeiten und zu optimieren. Da die Entwickler von Fraunhofer selbst Mitglieder der Standardisierungsgremien sind, kann man sich dabei sicher sein, wirklich SMPTE- und Interop-konforme DCPs zu erzeugen.

Die Website DCPtools ist eine Plattform des in Murnau ansässigen Unternehmens Richtwerk GmbH für digitale Kino-Workflows.
Soundformate, barrierefreies Kino, Untertitel und Synchronisationsfassungen von DCPs werden entweder als neues Original-DCP oder über Supplemental DCPs (Version Files) realisiert.
Momentan übergibt der Filmproduzent noch seinen eigenen Account beispielsweise an seine Spezialistin für Untertitel in bestimmten Sprachen. Nach Aussage der Entwickler von DCPshare wird in Kürze eine komfortable Zugriffsfreigabe zur Verfügung stehen. Da Dateien im Cloudspeicher problemlos kopiert werden können, steht dann auch einer parallelen Arbeit mehrerer Partner an einem Projekt nichts mehr im Wege.
E-Delivery – unbeschränkt und weltweit
DCPshare ermöglicht e-Delivery von DCPs, Pressemappen, Trailern und Social-Media-Teasern mit nur einem Klick und der Möglichkeit, Benutzerzugriffe zu verwalten. Das Sharing kann über Zusendung eines einfachen Browser-Links, über einen FTP-Link und – hier wird es interessant – den Code für eine eigene Download-App erfolgen. Dies hat nicht nur den Vorteil, dass Downloads unterbrochen und wiederaufgenommen werden können, sondern garantiert auch die Überprüfung der Integrität des DCPs. Ein nützliches Detail bei der Verwaltung der »My Shares«: Mit einem On/Off-Schalter können die Downloadberechtigungen pausiert werden, während beispielsweise eine Anpassung des DCPs vorgenommen wird.
Eine zentrale Lösung
Es gibt zahlreiche Lösungen zum Versand großer Datenmengen über Download-Links, und manche werden auch bereits regelmäßig für den Versand von DCPs genutzt. Es gibt Angebote zur leichten Erstellung von Websites und es gibt Software zur Erstellung von DCPs. Wodurch sich DCPshare unterscheidet, ist der ganzheitliche Ansatz. Die Idee: alles, was zur Bewerbung und Anpassung und Auslieferung eines Filmprojekts benötigt wird, an einem Ort in der Cloud zusammenzuführen. Da die Plattform browserbasiert bedient wird, kann sie von überall aus bedient werden. Auch Pressemappen oder Trailer für Social-Media-Veröffentlichungen liegen zu diesem Zeitpunkt vielleicht schon auf DCPshare bereit, um auf Knopfdruck geteilt werden zu können.
Unterschiedliche Zugänge
»Es ist interessant zu beobachten, wie unterschiedlich die Zugänge sind, die Filmschaffende zu DCPshare finden, und in welcher Reihenfolge sie die verschiedenen Funktionen nutzen, je nachdem, wo sie gerade ihre Herausforderung sehen«, stellt Thea Kummeth, Geschäftsführerin Richtwerk GmbH, fest.
Alle zentralen Funktionen von DCPshare stehen zur Verfügung, die Plattform wird aber aktuell noch massiv weiterentwickelt.

Auf der Cloud-Workstation kann man von überall aus über den Browser wie gewohnt in easyDCP Creator zum Beispiel Untertitel hinzufügen.
Carsten Feldheim, Technischer Direktor bei Richtwerk GmbH und DCPshare, erklärt: »Ganz gleich, ob Sie sich zum ersten Mal mit der Erstellung von DCPs befassen oder komplexe technische Anforderungen bewältigen müssen – wir helfen Ihnen gerne weiter. Mit DCPshare können Sie Ihre DCPs bequem in der Cloud bearbeiten. So können Sie Ihr DCP einfach und flexibel erweitern und verbessern. easyDCP ist dafür ein leistungsstarkes Werkzeug.«
Home of Film Producers
Mit dem Anspruch, Filmemachern eine Homebase für alle Aufgaben der Bewerbung, Bearbeitung und Distribution zu schaffen, verfolgen die Entwickler von DCPshare einen Ansatz, der gerade unabhängige Filmschaffende entlastet. Die Cloud-Plattform hat das Potenzial, diese Phase deutlich effizienter zu gestalten.
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