Messe, Top-Story: 06.06.2007

NAB2007: Ausrüstung und Zubehör

Neben den großen, trendsetzenden Neuheiten bietet die NAB stets auch eine breite Palette an »kleineren« Innovationen, die vielleicht nicht die ganze Branche beeinflussen, die aber in ihrem jeweiligen Einsatzbereich die Arbeit erleichtern und die Ergebnisse verbessern können. So bot die Messe in Las Vegas auch in diesem Jahr eine breite Palette an Neuheiten im Bereich Kamerazubehör und Licht sowie etliche interessante Weiterentwicklungen bereits bekannter Zubehörprodukte. Dieser Artikel fasst die Interessantesten davon zusammen. (Druckfreundliche PDF-Version steht am Textende zum Download bereit: 9 Din-A4-Seiten, 1,3 MB).

Stative, Köpfe, Supportsysteme

Bei den Supportsystemen schlägt der Trend zu immer leichteren Kameras und Camcordern durch, aber es wird auch Equipment für große Digital-Cine-Kamera-Setups angeboten.

Camera Dynamics erweitert seine Manfrotto-Produktpalette mit dem Schwenk/Neigekopf 503HDV. Mit vier Gegengewichtsstufen und einer stufenlos einstellbaren Dämpfung soll er für die Erfordernisse aktueller DV- und HDV-Kameras gerüstet sein. Als Neigewinkel gibt der Hersteller +90 bis -60 Grad an.

Auch im Sachtler-Produktprogramm von Camera Dynamics gibt es neu entwickelte Schwenk/Neigeköpfe, die diesen Bereich innerhalb der Sachtler-Produktfamilie nach unten abrunden: Die neuen Fluidköpfe F2 und F6, die das Unternehmen allerdings zunächst nur in den USA anbieten will. Sie sind für leichte DV- und HDV-Camcorder optimiert.

Die neu vorgestellten Sachtlerköpfe weisen eine vollständig neu entwickelte und erstaunlich leichtgängige Mechanik zur stufenweisen Verstellung des Gegengewichts auf. Der größere F6-Kopf bietet zehn Gegengewichtsstufen, der kleinere F2 hingegen nur eine abschaltbare Feder. Beide Fluidköpfe verfügen über drei Dämpfungsstufen jeweils horizontal und vertikal, außerdem lässt sich die Dämpfung auch ganz abschalten. Die Dämpfung beruht laut Hersteller auf den gleichen Konstruktions-Prinzipien wie bei den größeren Köpfen.

Neu für diese kleinen Köpfe entwickelte Sachtler ein Sideload-System, wie man es bereits von größeren Köpfen her kennt.

Der F2 ist für einen Traglastbereich von 0 bis 2 kg optimiert, während der F6 einen Traglastbereich von 1 bis 6 kg abdeckt. Die Köpfe sind mit dem Sachtler Sideload-Mechanismus Snap & Go ausgerüstet, beim F6 steht wahlweise auch die klassische Kameraplatte (Touch & Go) zur Verfügung. Bei der Sideload-Technik beträgt der Verschiebeweg der Kameraplatte 120 mm.

Sachtler stellte zudem mit Artemis DV Pro FX ein Kamerastabilisierungssystem für HDV/DV-Camcorder vor, das die Artemis-Reihe nach unten hin abrundet. Die wichtigsten Features: Das System ist laut Hersteller masseoptimiert, stabil und leicht konstruiert und bietet dynamische Balance. Es hat metrische Maße und kann durch Upgrades auf die nächstgrößere MD-Version aufgerüstet werden. Artemis DV Pro FX bietet Sachtler für 5.400 Euro an, es soll ab Mai 2007 ausgeliefert werden.

Für große Kamera-Setups bietet Oconnor nun eine 24-Zoll-Dovetail-Platte. Sie passt ohne Zwischenplatte direkt auf die Sideload-Einheit der großen Oconnor-Schwenk/Neigeköpfe, etwa beim 2575 oder 120EX. Laut Hersteller ist es damit möglich, die Kamera auch beim Einsatz langer und schwerer Optiken problemlos auszubalancieren.

Pfiffige Adapter und Halterungen zur Befestigung an der Kamera bietet die dänische Firma Ugrip an. Das System besteht aus mehreren, vielseitig einstellbaren Montagemodulen, sowie aus einem schwenkbaren Griff. Damit lassen sich individuelle Kamerahalterungen konfigurieren.

Zacuto hat das Produktspektrum seines Supportsystems um eine Vielzahl an unterschiedlichen Baugruppen erweitert. Über verschieden dimensionierte Klemmen ist eine Anpassung an Support-Rohrdurchmesser von 15, 19 und 5/8 Zoll möglich. Neu ist auch der Leichtstützenadapter Z-LWS zur Adaptierung von Leichtkompendien. Gleichzeitig dient der Adapter zur Befestigung von weiterem Zubehör.

Für die kompakten HDV-Camcorder hat Chrosziel eine neuartige Schulterstütze entwickelt, den HDV Balancer. Der ermöglicht es aus Herstellersicht, die Kamera so zwischen Schulter und Brust zu justieren, dass man einerseits bequem durch das Sucherokular sehen kann, andererseits aber das Gewicht des Camcorders auf den Körper verteilt wird.

Schulz stellte zur NAB2007 eine aktualisierte Version seiner Smartplate vor. Sie soll nun noch einfacher zu handhaben sein, als das Vorgängermodell.

Für den Tischdolly Skater liefert P+S Technik nun einen fernsteuerbaren Antrieb aus. Damit lassen sich Kamerafahrten vorprogrammieren. Außer dem Start- und Stopp-Punkt sollen sich Anfahrverhalten und Fahrgeschwindigkeit feinfühlig einstellen lassen. Ebenso wird ein neues Tiltmodul für die universelle Befestigung von Kameras angeboten. Die dazugehörige Fernsteuerung Skater Control kann außerdem zur Steuerung des neuen Drehtellers Skater Turntable verwendet.

Für Skater hat P+S nun auch eine passende Universal-L-Bracket für das Tilt-Modul, das eine Art speziellen fluid-gedämpften Neigekopf darstellt. Damit lassen sich laut Hersteller alle Film- und Videokamera, die von Größe und Gewicht zum Skater passen, auf dem Tilt-Modul montieren.

Taschen, Transportlösungen

Petrol bietet zum Transport von empfindlichem Video- und Sound-Equipment den Trolley PCAB-2R an. Mit seiner Softschalenbauweise und Innenabmessungen von 51 x 27 x 31,5 cm bietet er ausreichend Platz, um allerlei Zubehör sicher zu verstauen. Ein langer Teleskop-Zuggriff soll ermüdungsfreies Ziehen ermöglichen.

Nach Aussage von Petrol ist der neu entwickelte Rucksack PSMK-N eine ergonomisch sinnvolle Alternative zu Schultertragetaschen, wenn es um den Transport von Audiozubehör geht. Einer variable Fächereinteilung, die mit transparenten Abdeckungen versehen ist, soll das Auffinden der jeweils gesuchten Ausrüstungsgegenstände erleichtern.

Alfa Case ist seit wenigen Monaten mit einer neuen Baureihe von Transportlösungen für Audio-

Equipment auf dem Markt und stellt unter den Produktnamen Softie-Case, BoomTube und MicTube eine Auswahl an robusten Transportröhren für empfindliche zylindrische Gegenstände wie Mikrofone, Tonangeln und ähnliches her. Nach Auskunft des Herstellers sind die Röhren aus schlagzähem Material gefertigt, mit einem abschließbaren Nirosta-Beschlag versehen und werden in unterschiedlichen Längen angeboten. In den Verschluss eingelassene Gummi-Dichtungsringe sollen das Eindringen von Spritzwasser wirkungsvoll verhindern. Die Rohre sind in verschiedenen Größen und Farben lieferbar.

Besseren Klimaschutz für die Kamera will PortaBrace mit einem neuen Materialaufbau bei der Schutztasche CWC-2 bieten. Der zweischichtige Aufbau der Tasche aus innen schwarzem und außen weißem Material soll ausreichend Wärme abweisen, um im Zusammenspiel mit Kühlelementen auch unter extremen Bedingungen den Betrieb der Kamera zu ermöglichen.

Bei den herkömmlichen Kamera-Schutztaschen von PortaBrace kommt ebenfalls ein neues Material zum Einsatz. Das entfernt an Alcantara erinnernde rutschfeste synthetische Obermaterial soll eine verbesserte Haptik für die Kameraleute bieten, von denen sich nach Aussage von PortaBrace etliche in der Vergangenheit an dem bisher üblichen groben Cordura-Gewebe gestört hätten.

Sollte es einmal richtig rau zugehen, dann sollen die robusten Transportlösungen von Impact Cases Schutz für empfindliches Equipment bieten. Die kundenspezifisch gefertigten Gehäuse werden nach Angabe des Herstellers aus zähem Flugzeugaluminium gefertigt. Die Flightcases dieses Herstellers finden nach Firmenangaben vorwiegend im militärischen Bereich, jedoch auch in der zivilen Luftfahrt Anwendung. Es sind verschiedene Innenausstattungen lieferbar, bis hin zu gefederten Rackschienen.

Akkus, Spannungsversorgung

Bebob hat sein modulares Versorgungskonzept Box um weitere Varianten erweitert. So ist nun neben der Version für den Diskrecorder von Focus Enhancements auch eine Variante für den Diskrecorder HVR-DR60 von Sony lieferbar. Bei dieser Box-HVR genannten Version ist der Harddisk-Recorder in einer Schublade unter der Kamera untergebracht und wird von einem eigenen Akku versorgt.

Ebenfalls neu ist die Box-VM, die einen handelsüblichen V-Mount-Akku aufnimmt, mit dem man Kamera, Camcorder und/oder Zusatzequipment versorgen kann. An der Box-VM stehen diverse Ausgänge mit unterschiedlichen Spannungen zur Verfügung. Alle Box-Modelle sind nun zudem mit einem Leichtstützenadapter ausrüstbar.

Die Spannnungsversorgung für den Camcorder, einen (Disk-)Recorder oder anderes Zubehör ist auch die Aufgabe des von Bebob neu entwickelten Akkuadapters Coco-II-dvl, der ausreichend Energie für lange Drehs bieten soll. Coco II-dvl ist für den Einsatz an kompakten Sony-Camcordern gedacht und eröffnet eine Andockmöglichkeit für zwei Akkus der Bauart NP-F. Ein getrennt herausgeführter Anschluss für ein Onboard-Licht ist ebenfalls vorhanden. Die maximal verfügbare Ausgangsleistung ist von den verwendeten Akkus abhängig und kann bis zu etwa 35 W betragen.

IDX sorgt mit einer Neuentwicklung für Abhilfe beim leidigen Thema Lufttransport von Akkus. Das Elite-System besteht aus einem V-Mount-Akkuhalter mit zwei einschiebbaren Akku-Kassetten von jeweils 71 Wh Kapazität. Dadurch soll Problemen beim Einchecken von Akkus mit hoher Wattstundenzahl begegnet werden. Nach Herstellerangaben sind die Kassetten im Betrieb auswechselbar und sollen so ununterbrochenen Betrieb trotz Akkuwechsel gestatten.

Ein ähnliches System wird nun auch von Swit angeboten. Der S-8170A genannte Akkublock besteht aus zwei voneinander trennbaren Hälften mit je 80 Wh Kapazität. Anders als bei Elite von IDX können die einzelnen Module jedoch nicht einzeln vom Grundträger getrennt und gewechselt werden. Der Akku ist mit einem V-Mount ausgestattet.

Anton Bauer präsentierte zur NAB2007 eine Stromversorgung, die nach Firmenangaben speziell auf die Bedürfnisse von Digital-Cinema-Kameras ausgelegt ist. Cine-VCLX heißt das Akkupaket, das 560 Wh an 2 x 28V/10A (geregelt) und 1x 14,4V/20A (ungeregelt, XLR-4) abgeben soll. Ein passendes Ladegerät soll den Akkupack in 6,5 Stunden Ladezeit betriebsbereit machen.

Weiterhin hat Anton Bauer das im Vorjahr neu vorgestellte Akkusystem Elipz ausgebaut. Der verbesserte Akkupack ElipZ 10k ist nach Angaben des Herstellers auf eine typische Laufzeit von 10 h an üblichen HDV-Kameras ausgelegt. Eine HubZ genannte Platte dient nun als Aufnahme für biegsame Ausleger (SpokeZ). Diese können leichtes Zubehör aller Art aufnehmen.

F-Cell ist ein Akku von Sachtler, der zwischen Camcorder und Stativkopf montiert wird. Dieses neue Zubehörteil passt optimal zu den neuen Fluidköpfen und gewährleistet gleichzeitig sicheren und stabilen Halt für den Camcorder. F-Cell bietet eine Kapazität von 10,5 Ah. Das ist fast doppelt so viel, wie die größten von den Camcorderherstellern angebotenen Akkus für HDV/DV-Camcorder erreichen. Bei gängigen DV-Camcordern reicht F-Cell für rund acht Stunden Betriebsdauer. Die Unterseite von F-Cell hat die Form einer Kameraplatte und sitzt damit passgenau auf den neuen Fluidköpfen F2 und F6. Auch F-Cell kann in der Sideload-Schiene verschoben werden, damit verlängert sich zudem der Verschiebebereich des Kamera-Setups auf 225 mm.

F-Cell soll sich mit Camcordern von Sony, Canon und Panasonic nutzen lassen, die Verbindung zur Kamera erfolgt über ein entsprechendes Adapterkabel. Sachtler will F-Cell genauso wie die neuen Fluidköpfe in Europa erst im Herbst 2007 vorstellen und einführen.

Optisches Zubehör

Die neue, kompakte Version des Kinomatik-Objektivadapters Movietube JR gestattet die Verwendung von Fotoobjektiven, die im Verhältnis zu PL-Mount-Objektiven aus dem Filmbereich deutlich preisgünstiger sind. Das System ist mechanisch auf Canon-EOS-Objektive ausgelegt, da diese das kleinste Auflagemaß besitzen. Der Hersteller Kinomatik verspricht jedoch auch reibungsloses Zusammenspiel mit Objektiven anderer Hersteller, die sich mit handelsüblichen Zwischenringen adaptieren lassen. Nach Angaben von Kinomatik bietet der neu entwickelte Filmscreen des Movietube JR auch einen weiteren Vorteil gegenüber dem Vorgängertyp: Die wesentlich höhere Lichtausbeute — beim Einsatz des Adapters geht nur eine halbe Blende verloren.

Am Stand von Canon zeigte P+S Technik eine neue Version des Mini35-Filmlook-Adapters. Die neue Version heißt Mini35 Compact, sie ist kleiner als die Grundversion, schluckt nicht so viel Licht und ist für Camcorder mit 1/3-Zoll-Sensoren optimiert. Der neue Adapter kann direkt am Wechselobjektivanschluss des Canon-Camcorders XL H1 montiert werden. P+S Technik will den neuen Adapter ab Juni 2007 ausliefern. Für den schon verfügbaren Mini35 400 bietet der Hersteller nun auch Anschluss-Kits für die Camcorder HVR-V1 von Sony und XH A1/G1 von Canon an (Tests dieser Camcorder finden Sie online).

Die große Version des Adapters, den Pro35, der für 2/3-Zoll Videokameras konzipiert ist, liefert P+S Technik nach eigenen Angaben schon seit Oktober 2006 in einer verbesserten, lichtempfindlicheren Version aus, die nun den Zusatz MkII trägt. Ältere Pro35 können laut P+S nachgerüstet werden. Außerdem gibt es den Pro35 nun auch für Profi-Camcorder mit 1/2-Zoll-Sensoren. Dabei ist der Adapter vom Konstruktionsprinzip und äußerlich gleich, aber die Optik im Inneren wurde neu konstruiert und auf die kleineren Sensoren abgestimmt, so P+S.

35Digital nennt P+S ein neues Set aus vier 35-mm-Objektiven mit Nikon-Bajonett. Die Objektive nutzen nach Firmenangaben Zeiss-Linsen und passen perfekt zu den Filmlook-Adaptern. Das Set besteht aus Festbrennweiten mit 25, 35, 50 und 80 mm Brennweite. Die Öffnung beträgt bei den kurzen Linsen T2.8 und T2.0, bei den längeren T1.4.

Um Nikon-Fotoobjektive im Zusammenspiel mit einer Schärfenziehvorrichtung verwenden zu können, bietet P+S Fokuszahnkränze an, ClipGear genannt. Wie der Name schon andeutet, lassen sich die Zahnkränze direkt am Nikon-Objektiv montieren, ohne dass dieses modifiziert werden müsste.

Fader nennt P+S die Technologie-Studie eines neuen automatischen, kontinuierlichen ND-Filters mit Blendensteuerung für Videokameras. Damit soll es möglich werden, mit konstanter Blende zu arbeiten, auch wenn sich die Lichtverhältnisse ändern: Der automatisierte ND-Filter gleicht die Lichtveränderung aus.

Einfachen und reproduzierbaren Weißabgleich für alle gängigen Digital-Kameras. soll eine unscheinbare Scheibe mit dem Namen Expodisc ermöglichen, die in verschiedenen Ausführungen lieferbar ist. Dabei ist es gleichgültig, ob es sich um Videokameras oder Fotokameras handelt. Die Expodisc besteht aus einem mehrschichtigen Aufbau von Kunststoffelementen, die eine definierte Transmission für unterschiedliche Wellenlängen aufweisen. Passend zu den gängigsten Objektiven, wird die Expodisc in verschiedenen Durchmessern angeboten. Damit lässt sie sich direkt auf das Objektiv aufsetzen. Ebenfalls lieferbar sind Ausführungen zum Einsetzen in die Filterbank diverser Kompendientypen. Das System ist nach Auskunft des Herstellers auf eine definierte Transmission von 18% eingestellt. Die Expodisc wird mit einem Messprotokoll für die Transmissions-Farbwerte im RGB-Raum geliefert.

Die Furcht vor der Linse — ein vielfach beobachtetes Phänomen bei Laien vor der Kamera. Um diesem Problem zu begegnen bietet VF Gadgets ein Eyeliner genanntes Spiegellabyrinth als Vorsatzgerät an. Über einen halbdurchlässigen Spiegel ist das Gesicht des Interviewers sichtbar, die Optik der Kamera jedoch soll weitgehend verborgen bleiben.

Weiterhin hat VF Gadgets einen ausschwenkbaren Vorsatzlinsenhalter in sein Produktprogramm aufgenommen. Anders als bei herkömmlichen Anordnungen soll damit ein schneller Wechsel des Abbildungsmaßstabs möglich werden.

Wer eine Sonnenschutzblende verwenden will, aber den Aufwand scheut, Leichtstützen an seinen Camcorder zu montieren, der findet bei Chrosziel nun Sunshade 455-R1. Diese Sonnenblende wird über Zwischenringe direkt am Objektiv befestigt. Nach Firmenangaben soll die Verwendung von Konvertern weiterhin unbeschränkt möglich sein, da die Adaptierung am Außendurchmesser des Objektivs erfolgt. Adapterringe sind laut Hersteller passend für diverse Objektivdurchmesser lieferbar. Die erste Filterbühne ist laut Hersteller nach beiden Seiten um mehr als 45 Grad drehbar. Chrosziel liefert das Kompendium ab sofort zum Nettopreis von 490 Euro aus.

Die Schärfezieheinrichtung HDV Rig VariLock von Chrosziel ist laut Hersteller so konzipiert, dass sie mit dem elektronischen Einstellen des Fokus an DV-/HDV-Kameras zurechtkommt. So erlaubt sie bei allen Kameras, die nicht mit variabler Geschwindigkeit fokussieren, reproduzierbare Einstellungen. Chrosziel merkt an, dass es sogar möglich sei, ohne Sichtkontakt zur Markierungsscheibe präzise zu fokussieren, weil der Ziehbereich mechanisch auf einen Bereich zwischen 10 bis 320 Grad begrenzt werde. Damit sei sogar die Bedienung durch den Kameramann selbst und auch mit der Kamera auf der Schulter möglich.

Der neue Extrem-Weitwinkelvorsatz von 16×9 ist für Panasonics kompakten P2-Camcorder HVX200 (Test hier) optimiert, er soll sich aber auch mit anderen Camcordern nutzen lassen. Das Super-Fisheye erreicht bei Verwendung mit dem HVX200 ein maxmales Blickfeld von 115 Grad horizontal und 135 Grad diagonal. Der Super-Fisheye-Vorsatz wiegt 390 g, hat einen Durchmesser von 120 mm und wird mit einem Reduzierring von 82 auf 72 mm ausgeliefert. Ohne diesen Ring passt der Vorsatz direkt an andere HDV-Camcorder, etwa den Sony HVR-Z1 (Test hier), den Canon XH A1/G1 (Test hier) oder den Panasonic DVX100B (Test hier). Für den Einsatz am neuen HDV-Camcorder HVR-V1/HDR-FX7 (Test hier) von Sony ist optional ein Reduzierring von 72 auf 62 mm verfügbar. 16×9 will den Super-Fisheye-Vorsatz zum Nettopreis von rund 700 Dollar ausliefern.

Licht

Jahrelang dominierten bei den Lichtneuheiten die Kaltlichtleuchten, sprich Fluoreszenz-Röhren-Systeme. Nun drängen immer mehr LED-Leuchtensysteme in den Markt.

Lowel stellt mit Rifa Exchange ein Bausatzsystem vor, bei dem sich Softboxen mit den unterschiedlichsten Brennertypen ausstatten lassen. Auf einen einheitlichen Leuchtenfuß lassen sich mit Hilfe eines Bajonettverschlusses verschiedene Fassungsadapter aufstecken. Dadurch soll es möglich sein, innerhalb kurzer Zeit zwischen Halogenlicht und Fluoreszenzlicht umzurüsten. Innerhalb der zulässigen Maximalleistung der Leuchte lassen sich damit die unterschiedlichsten Brennertypen einsetzen. Rifa Exchange wird mit einer passenden Softbox ausgeliefert.

Frezzi hat seinen Universal DV Lighting Kit unter anderem mit einem universell verwendbaren Käfig für handelsübliche NP-1-Akkus ausgestattet. Dieser Akkuadapter kann sowohl eine Kamera, als auch Onboard-Leuchten mit Energie versorgen. Er lässt sich sowohl unter der Kamera, als auch am Stativ befestigen.

Kino Flo bietet nun die Flächenleuchte BarFly in zwei Wattstufen an. Die mit 100 und 200 W erhältlichen Fluoreszenzleuchten können einzeln oder in Kits zu zwei Systemen geordert werden und sind bereits für 230 V verfügbar. Ein reichhaltiges Zubehörprogramm umfasst unter anderem Gel Frames, verschiedene Richtblenden, Befestigungsmittel und Cases.

Die Leuchte Triolet von Chimera ist eine Lampenfassung, die sowohl solo, als auch in Kombination mit diversen Softboxen einsetzbar ist. Insbesondere ist sie für den Einsatz in den Quick-Release-Ringen des gleichen Herstellers geeignet. Durch verschiedene Einschraubadapter ist die standardmäßige Mogul-Fassung (entspricht etwa E40) auf andere Brennertypen (E27, Steckfassungen) umrüstbar. Ein- und zweiachsige Lichtstativadapter sollen eine weitgehende Einstellbarkeit der Leuchtenposition ermöglichen.

Aus Sicht von Zylight spielt ein hoher Farbrenderindex bei LED-Leuchten keine Rolle. Wie schon bei der Z-70 kommen deshalb auch bei der neuen Leuchte Z-90 RGB-LEDs zum Einsatz. Sie lassen sich innnerhalb der bekannten physikalischen Grenzen universell in Farbtemperatur und Farbort einstellen. Auch ist nach Angaben des Herstellers die Simulation von Gels möglich, so dass zusätzliche Filter unnötig seien. Die Leuchten sind in allen Funktionen drahtlos miteinander synchronisierbar.

Litepanels bietet nun für seine Leuchte 1×1 verschiedene Akkuoptionen an. Die von hinten an die Leuchte montierbaren Module sind in Ausführungen für V-Mount, Anton Bauer Gold Mount und 2 x NP-F lieferbar. Ein hauseigener Akkupack mit 1,75 h nominaler Betriebsdauer steht ebenfalls zur Verfügung.

Eine weitere LED-Leuchte stellt Cinemills vor. Der Leuchtenkörper ist mit drei 1-W-LEDs ausgestattet und kann mit drei unterschiedlichen Diffusoren bestückt werden. Diese werden im Set mitgeliefert. Damit lassen sich nach Angaben des Herstellers Abstrahlwinkel von 8, 25 und 40 Grad erzielen. Die Leuchte ist in der Farbtemperatur umschaltbar.

Rololight bietet nun seine aufrollbaren Fluoreszenzleuchten in drei verschiedenen Längen (12, 15, 25 Zoll) an. Sie lassen sich durch einen klavierbandähnlichen Mechanismus nahezu beliebig mechanisch in der Breite aneinanderreihen, eine ausreichende elektrische Versorgung vorausgesetzt. Die CE-Zertifizierung einer 240-V-Version ist laut Hersteller in Vorbereitung.

Swit stellt mit der LED-Leuchte S-2000 eine 4-LED-Version seiner bisherigen Baureihe vor. Mit 12 W Anschlussleistung soll laut Hersteller eine Ausgangsleistung äquivalent zu einer 40-W-Halogenlampe erzeugt werden. Diese Angabe sollte man aufgrund der Physik des Leuchtmittels eher mit Vorsicht werten. Ein Diffusor und ein Konversionsfilter sind einschwenkbar, ebenso zwei seitliche Kunststoff-Torklappen.

Ko Yong Photo attestiert seiner neuen LED-Leuchte L-40 gleiche Daten wie Swit, gestattet sich jedoch eine noch mutigere Werbeaussage (siehe Bild), was die Lichtleistung betrifft. Die Leuchte arbeitet mit vier LEDs hinter einem Linsensystem und ist mit einem Snap-on-Akkupack ausgestattet, der sich vielfältig befestigen lässt. Zudem neu im Programm dieses Herstellers ist eine Leuchte mit vier Modulen à vier LEDs. Alle Leuchten sind bis zu geringen Leuchtstärken dimmbar.

Wenn mal gerade kein Befestigungsschuh verfügbar ist bietet FloLight eine außergewöhnliche Lösung: das LED-Ringlicht Mic-Light kann auf das Richtmikrofon an der Kamera aufgesteckt werden. Achtundvierzig weiße LEDs sollen für eine hohe Helligkeit sorgen. Die Leuchte wird von drei AA-Batterien versorgt.

Die Firma Element Labs hat die von Großbild-LED-Wänden bekannte Technik der direkten Adressierbarkeit einzelner LEDs bei ihren neuen Großflächen-LED-Leuchten übernommen. Es werden Panels verschiedener Baugrößen angeboten, welche sich nach Angabe des Herstellers über entsprechende Ansteuerbaugruppen in unterschiedlichster Weise ansteuern lassen. So sollen sich beispielsweise Farbverläufe als Hintergrundlicht für die Beleuchtung von Opera-Folie oder für direkte Beleuchtung problemlos erzeugen lassen. Auch die Ansteuerung über ein Videosignal soll möglich sein. Die kleinste erhältliche Einheit ist der Kelvin Brick mit einer Abmessung von 152 x 43 x 58 mm.

Seit 1999 bietet der prämierte Fotograf Wolfgang Peter Geller mit seinem Unternehmen California Sunbounce Lichtmodulations-Tools wie Reflektoren und Diffusoren für Fotografen an. Das Sunbounce-Produktprogramm umfasst auch diverse Scrims, Butterflies, Abschatter und sonstige Hilfsmittel zur Lichtgestaltung. Nach Auskunft des Herstellers lassen sich die zerlegbaren Rahmen der Flags für spezielle Einsatzfälle mit den unterschiedlichsten Tüchern bespannen. Die im Programm befindliche Louche wird standardmäßig mit einem Blättereinsatz geliefert, sie lässt sich aber mit den unterschiedlichsten Materialien füllen. So wird es möglich, die unterschiedlichsten Schattenwürfe zu realisieren.

Sucher, Monitore, sonstiges Zubehör

Die Video-Accessory-Corporation stellt unter dem Produktnamen VAC-Brick eine Auswahl besonders robuster Komponenten für die Videosignalverarbeitung vor. Das Produktspektrum reicht von Videosignalverteilern, Blackburst-Generatoren, Konvertern und Umschaltern bis zu Test-Equipment. Nach Aussage des Herstellers sind sämtliche Komponenten blasenfrei mit Epoxyharz vergossen. Damit sollten die Komponenten wirkungsvoll vor Umwelteinflüssen geschützt sein.

Speziell für die Verwendung mit Handkameras bietet Transvideo den Monitor StarliteDV an. Durch einen andockbaren Akku ist der 4-Zoll-Monitor unabhängig von einer externen Spannungsversorgung. Passend zum jeweils verwendeten Camcordertyp ist er für Akkus von Canon, Sony oder Panasonic lieferbar.

Ein vielseitig verwendbares Zubehör ist die überarbeitete Monitorserie Rainbow II RF von Transvideo — aber leider zulassungstechnisch nicht unproblematisch. Damit lassen sich Signale der Videoausspielung über erhebliche Entfernungen drahtlos übertragen. Für diese Monitore wird nun ein Handgriff für die Fernsteuerung der Kanalbelegung unter dem Namen Rainbow RF Handle angeboten. Der Griff muss zusammen mit dem Monitor bestellt werden.

Unter dem Namen Expoaperture2 vertreibt Expodisc eine rein mechanische Rechenscheibe zur Berechnung von Abbildungsparametern wie Schärfentiefe, Bildwinkel, Blende und anderem. Dabei sollen sich die einzelnen Parameter wahlfrei vorwärts wie rückwärts rechnen lassen. Eine stabile laminierte Ausführung verspricht eine lange Lebensdauer auch unter rauen Bedingungen.

Für Sonys neuen Cine-Camcorder F23 ist nun der HD-LCD-Sucher HVF-C35W lieferbar. Dieser Monitor lässt sich dank eines abnehmbaren Spiegelsystems und eines schwenkbaren Monitors universell zur Bildkontrolle einsetzen. Der Sucher hat eine Auflösung von 1280 x 720 Bildpunkten.

Downloads zum Artikel:

T_NAB2007_AZ.pdf

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Autor
C. Bruggaier, Nonkonform
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