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Neue Allianz soll helfen, Rechte durchzusetzen

Beim Berlinale-Brunch der beiden Kamera-Verbände unterzeichnete der Bundesverband der Fernsehkameraleute (BVFK) einen Kooperationsvertrag mit dem VRFF-Die Mediengewerkschaft. Längerfristiges Ziel ist es, unter dem Dach des VRFF über Tarif- und soziale Fragen mitzuentscheiden, so der BVFK-Vorsitzende Frank Trautmann.

Die Bildgestalter und andere Filmgewerke und deren Berufsgruppenverbände sehen ihre Interessen durch Ver.di unzureichend umgesetzt, machte Michael Neubauer, Geschäftsführer des Berufsverbands Kinematografie (BVK), deutlich. Der Versuch, Ver.di mittels der Initiative ProTarif einiger Berufsverbände zu inspirieren und den Rücken bei Tarifverhandlungen zu stärken, sei letztlich nicht gelungen. Bei Tarifverhandlungen mit am Tisch zu sitzen sei ebenso wie politische Lobbyarbeit aber dringend notwendig, um den tariflichen und sozialpolitischen Interessen der Filmschaffenden Geltung zu verschaffen, so Trautmann und Neubauer. Mit dem VRFF hoffen beide, einen Partner gefunden zu haben, der die Interessen der Film-Berufsgruppen wirksam vertreten und durchsetzen könne.

Michael Neubauer, Geschäftsführer des Berufsverbands Kinematografie (BVK).

Neubauer weist auf die Probleme des Arbeitsalltags hin: überlange Arbeitszeiten bei Wind und Wetter, Fragen der Arbeitssicherheit oder nicht bezahlte Shuttle-Zeiten. Die üblichen Werkverträge ziehen auch Fragen der Haftung nach sich, gegen die Filmmitarbeiter geschützt werden müssten. Zu oft werde zudem auf Handschlag gearbeitet, wodurch Freiberufler erheblichen Risiken ausgesetzt sind, ergänzte Trautmann. Im Grunde biete nur ein Anstellungsvertrag auf Produktionsdauer ausreichende Sicherheit. Trautmann kritisiert, dass die Fernsehkameraleute oft nicht auskömmlich bezahlt werden.

Roland Kuhne, Vorsitzender der Berufsgruppe Freie Produktionswirtschaft im VRFF, bietet den Filmschaffenden an, Tarifverträge nicht nur zu erarbeiten, sondern auch gemeinsam durchzusetzen. Außerdem bietet der VRFF Rechtsschutz und weitere Vorteile, die sich aus dessen Mitgliedschaft im Deutschen Beamtenbund ergeben. Die Vereinigung der Rundfunk-, Film- und Fernsehschaffenden (VRFF) wurde 1964 gegründet. Sie gibt ihren Betriebsgruppen weitgehende Selbständigkeit. Dazu gehört u.a. das Recht, eigenständig Tarifverhandlungen zu führen.

Autor: Peter Dehn

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