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»Oppenheimer«: Gedreht in Imax

»Barbie« schlug »Oppenheimer« — aber technisch ungewöhnlicher und interessanter ist der Box-Office-Verlierer.
Barbie, Film, © Warner Bros.

»Barbie« hat das Duell am Startwochenende für sich entschieden.

Das Rennen gegen »Barbie« hat »Oppenheimer« verloren: Am Startwochenende wurden in Nordamerika mehr Kinotickets für »Barbie« verkauft als für »Oppenheimer«. Bei Barbie stehen Tickets im Wert von rund 155 Millionen US-Dollar auf dem Zettel, während »Oppenheimer« auf rund 80 Millionen US-Dollar kommt.

Oppenheiner, Film, Plakat, © Universal Studios

Plakat für »Oppenheimer«.

Damit hat »Barbie« am Startwochenende in den USA und Kanada schon mehr Umsatz generiert als die Produktionskosten von 145 Millionen US-Dollar — und das gilt seltsamerweise vielen in der Branche als wichtiger Indikator für den wirtschaftlichen Erfolg eines Films. Das ist in Wahrheit eine etwas seltsame Einschätzung und Bewertung, die in vielen Fällen auch deshalb nicht stimmt, weil zum einen weder die Marketingkosten eingerechnet sind und zum anderen auch die Langzeiteffekte missachtet werden: die Einspielergebnisse des Startwochenendes zementieren keineswegs den gesamten weiteren Verlauf der Vermarktungskette.

Oppenheimer, BTS, © Melinda Sue Gordon, Universal Pictures, Universal_Studios

Am Set von »Oppenheimer«.

Technisch ungewöhnlicher und interessanter ist in jedem Fall die Produktion von »Oppenheimer«, der rund 100 Millionen US-Dollar Produktionskosten verursachte: Der Film wurde komplett mit 65-mm-Film gedreht, und Teile davon wurden in Imax produziert, also auf 65-mm-Film gedreht mit einem horizontal durch die Kamera laufenden Filmstreifen mit einem riesigen Bildfenster, das 15 Perforationen in der Bildbreite umfasst (mehr zu Imax finden Sie in einem »historischen« Artikel zu diesem Format auf film-tv-video.de).

In einigen Kinos kann man den Film übrigens auch in einer analogen Filmprojektion – beispielsweise im Savoy in Hamburg oder im Astor in München.

Oppenheimer, BTS, © Melinda Sue Gordon, Universal Pictures, Universal_Studios

Große Teile wurden im Imax-Format gedreht, durchgängig wurde mit Film aufgenommen: »Oppenheimer«.

Kodak hat für »Oppenheimer« sogar ein spezielles Filmmaterial produziert, denn Regisseur Christopher Nolan wollte einige Passagen des Films in Schwarzweiß produzieren — und auch so drehen — und es gab bis dato gar kein passendes Schwarzweißmaterial für das Imax-Format.

Ein paar Eindrücke und Infos bietet das unten eingefügte Firmenvideo von Kodak.


Firmenvideo von Kodak: Behind-the-Scenes-Clip über »Oppenheimer«.

Bildrechte: Universal Studios (3), Warner Bros. (1)

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