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»Get dirty«: Interview mit Andreas Heyden

Andreas Heyden, CEO des Sportsenders Dyn, über die Erfahrungen mit dem neuen Produktions- und Sendekonzept, die Vorteile von Cloud-Produktion und die Fallstricke neuer Technologien.




Der Sportsender Dyn bzw. das Sportmedienunternehmen Dyn Media ist seit vergangenem August online. Wie lautet Ihr vorläufiges Resümee?

©Nonkonform

Andreas Heyden sprach während der SportsInnovation mit film-tv-video.de.

Andreas Heyden: Wenn Dyn für eine Sache steht, dann ist es die Kraft der Veränderung. Das, was wir in den vergangenen neun Monaten aufgebaut haben, hat es in dieser Form noch nicht gegeben.

Wir haben eigentlich an allen Stellen der Wertschöpfungskette ein Upgrade gemacht, angefangen von »Was passiert in der Arena?« über »Wie werden die Signale distribuiert und kontribuiert?« bis hin zu »Wie werden die Signale verarbeitet und wie werden sie dem Abonnenten angeboten?«. Das war nicht risikofrei, aber wir hatten Partner wie wie NEP, Spontent, Riedel Communications und AWS (Amazon Web Services), die mit uns diesen Schritt mitgegangen sind.

»Ich kann nur dafür werben, dass man Dinge ausprobiert. Get dirty! Wir haben in den ersten neun Monaten sehr viel gelernt, was wir auf dem Papier niemals erwartet hätten.« Andreas Heyden, CEO Dyn Media

Dyn ist seit vergangenem August online.

Um ein Produkt für 14,50 Euro anbieten zu können, muss man in der Produktionskette Dinge einfach anders machen, Übertragungswagen durch ganz Deutschland zu schicken, macht ökologisch keinen Sinn. Auch Menschen zur Arbeit zu bringen, wenn es heute technologisch möglich ist, die Arbeit zu den Menschen zu bringen, ist deutlich weniger nachhaltig und kosteneffizient. Dass unsere remote Medienproduktion funktioniert, haben wir, glaube. ich in den vergangenen 2.000 Spielen gezeigt.

Dyn hat eine Remote-Production-Struktur auf die Beine gestellt, die man in dieser Form bisher nicht kannte.

Andreas Heyden: Ja, in dieser Komplexität, Glass-to-Glass, gibt es für mich eigentlich nur zwei Firmen, die das in dieser Konsequenz umsetzen. Das ist einerseits Apple TV mit der MLS, also Major League Soccer, und wir, Dyn Media.

©Nonkonform

Andreas Heyden ist CEO des Sportsenders Dyn.

Es gibt natürlich etliche einzelne Player, die ähnliche Ansätze verfolgen, aber sie produzieren in der Regel nur eine Sportart, einen Wettbewerb. Wir hingegen haben in den ersten neun Monaten über 2.000 Spiele produziert. Das ist das Fünffache von sechs Monaten Bundesliga. Für den Markt in Amerika und Deutschland gesprochen, gibt es also keinen Streaming-Anbieter, der so modern und fortschrittlich vorangeht wie wir.

Seite 1: Dyn – Idee und Leitlinien
Seite 2: Produktionskonzept
Seite 3: Cloud, Simplylive, Mitarbeiter
Seite 4: AI, Herausforderungen
Seite 5: Höhepunkte, Perspektiven


Autor: Christine Gebhard

Bildrechte: Nonkonform, Dyn Media, Broadcast Solutions

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