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NHK startet weltersten 8K-Sender

Der japanische Broadcaster NHK startet am 1. Dezember BS8K – das weltweit erste Super Hi-Vision Programm mit Sendungen in 8K-Bildauflösung und mit 22.2-Kanal-Ton.

8K Kamera-Prototyp von Astro.

Der neue Kanal soll besonders hochwertige Inhalte vermitteln. Mit längerfristigem Blick auf das Olympische und Paralympische Jahr von Tokio 2020 sind zunächst 12 Sendestunden täglich vorgesehen. Auf dem Programm stehen u.a. Konzerte mit den Wiener Philharmonikern und anderen Orchestern. Kunstsendungen berichten aus dem Louvre und über japanische Künstler. Weitere Sendungen mit dokumentarischem Charakter werden in Zusammenarbeit mit Partnern erstellt. Beteiligt ist unter anderem die Nasa mit Filmen von der ISS.

Schwestersender BS4K »nur« in UltraHD

Zeitgleich geht der eher die verbreitete Zuschauer-Ausstattung treffende UltraHD-Kanal BS4K auf Sendung. Dort werden täglich zwischen 6 und 24 Uhr Sendungen in 4K HDR ausgestrahlt. Im Programm sind auch speziell für 4K HDR neu gemasterte Inhalte aus dem NHK-Archiv.

NHK

Super Hi Vision (8K) bietet 33 Megapixel.

NHK

Voller 22 Kanalsound … in der Einzimmer-Wohnung?

Seit 1995 forscht NHK an hochauflösenden Videosystemen. Schon 2002 wurde ein Vorläufer von Hi-Vision mit 4.000 Linien und 3D-Sound vorgestellt. In der Folge entstanden grundlegende Entwicklungen für alle Aspekte von Produktion, Verbreitung sowie Empfang und Wiedergabe von Inhalten in 4K und später 8K.
Das 8K-System Super Hi-Vision bietet mit 7.680 mal 4.320 Pixel mit je 10 bzw. 12 bit Farbtiefe, verglichen mit HDTV, die 16fache Bildauflösung. Die 33 Megapixel Bildinhalt werden mithilfe eines über einen dreistöckigen Aufbau konzipierten 22.2 Kanal Soundsystems akustisch unterstrichen.

UltraHD in Deutschland

In Deutschland wollen ARD und ZDF die SD-Kanäle ab 2020 aufgeben. Die Privaten müssen aufgrund einer Auflage des Bundeskartellamts ihre SD-Sendungen im Kabel und per Satellit bis Ende 2022 kostenlos und unverschlüsselt verbreiten. Laut dem Digitalisierungsbericht Video 2018 der Landesmedienanstalten besitzen etwa 31 Mio. TV-Haushalte (ca. 80 Prozent) HDTV-geeignete Fernseher; die »HD-Only«-Quote wird mit 67 Prozent bzw. 25,9 Mio. Haushalten angegeben. DVB-T2 HD bietet als einziger Broadcast-Weg bis zu 19 öffentlich-rechtliche Programme und weitere (kostenpflichtige) Privatsender in FullHD (1080/p50). UltraHD gibt es in Europa nur auf Demokanälen. Auf Astra 19,2 Grad Ost läuft u.a. der Kanal UHD1. Dort laufen von 8 bis 20 Uhr Clips. Für Kunden von HD+ folgen dort ab 20 Uhr Produktionen wie eine Neuauflage der Dokuserie »1000 Meisterwerke« (ab 2.12.) oder der Sat1-Thriller »Amokspiel«. Streaming-Plattformen wie Netflix oder Magenta TV sind derzeit die relevanten Abspielorte für kostenpflichtige UltraHD-Inhalte – wenn man bis zu 14 Euro pro Titel zahlen will.

Immerhin verfügen laut Digitalisierungsbericht gut 14 Prozent bzw. 5,4 Mio. TV Haushalte über einen UHD-Fernseher. Die Deutsche TV-Plattform toppt das unter Berufung auf GfK-Verkaufszahlen: Seit 2014 und bis zum Ende des 3. Quartals 2018 seien rund 8,3 Mio. UltraHD-Fernseher verkauft worden.

Bildrechte: NHK, Archiv.

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