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Quantel-Roadshow in München

Um neue Funktionen der Editbox-Version 8, die Stärken des Clipbox-Servers und das neue System iQ live zu zeigen, führte Quantel am 30. und 31. Mai eine Demo-Veranstaltung in München durch. Gleichzeitig darf diese Veranstaltung zweifellos auch als generell vertrauensbildende Maßnahme gewertet werden.

Um das »New Thinking« von Quantel darzustellen, präsentierte sich das englische Unternehmen mit etlichem Aufwand an beiden Veranstaltungstagen und bot Demos und Workshops an. Neben den Produkten stand dabei auch ganz klar auf dem Plan, die Gegenwart und Zukunft von Quantel als Unternehmen aufzuzeigen.

Letztere Aufgabe fiel bei den Demo-Tagen in besonderem Maß einem der Gründerväter von Quantel zu, dem Entwicklungschef Paul Kellar. Der gab unumwunden zu, dass der Management-Buyout und die Loslösung vom bisherigen Eigentümer Carlton Communications aus seiner Sicht ein Befreiungsschlag war, der dem Unternehmen neue Freiheitsgrade und Möglichkeiten eröffne, die man sich auch bisher schon gewünscht habe. Auch dass es geraume Zeit dauerte, bis endlich alle Details geklärt waren und sich alle Mitarbeiter wieder ihren eigentlichen Aufgaben widmen konnten, sprach Kellar offen aus.

Nun macht Quantel nach eigenen Angaben und sogar früher als erwartet, wieder Gewinne und es geht laut Paul Kellar mit neuem Schub in großen Schritten vorwärts. Dabei soll aber keineswegs alles über den Haufen geworfen und neu erfunden werden: Neben dem neuen System iQ wird auch an den bestehenden Systemen Editbox und Henry weiter entwickelt. Tatsächlich verfügt die aktuelle Version 8 von Editbox FX über viele neue Funktionen, die im Rahmen der Veranstaltung auch demonstriert wurden. Die Aufteilung der Entwicklungs-Ressourcen zwischen dem Server- und dem Postproduction-Bereich liegt nach Quantel-Angaben ziemlich genau bei 50:50, in beiden Bereichen soll es mit gleicher Intensität weiter gehen. Paul Kellar verwies zudem darauf, dass kein Mitarbeiter aus dem Entwicklungsbereich das Unternehmen verlassen habe sondern im Gegenteil sogar noch neue Entwicklungs-Ingenieure hinzugekommen seien.

Einen wichtigen Part im Präsentationprogramm nahm die Clipbox-Demo ein. 13 Clipbox-Installationen gibt es in Deutschland mittlerweile, allerdings könnten es aus Quantel-Sicht durchaus mehr sein. In der Demo wurde deshalb vor allem die Leistungsfähigkeit und die mittlerweile erreichte Zuverlässigkeit der Clipbox herausgearbeitet. Als Beispiel hierfür diente die Vorbereitung und Abwicklung einer Nachrichtensendung. Via Netzwerk wurden dabei Clips zwischen Clipbox und einer Paintbox FX ausgetauscht und die Sendung dann über die Software/Bedienpanel-Kombi Clipbox Studio gefahren.

Das neue System iQ wurde im Zusammenspiel mit Editbox FX gezeigt, nicht ohne auf einige der neuen Features der Editbox-Version 8 hinzuweisen. iQ positioniert Quantel als High-End-system, bei dem der Einstiegspreis rund das fünffache des Editbox-Einstiegspreises beträgt. Eine Besonderheit von iQ liegt darin, dass das System parallel verschiedenste Auflösungen bis 2K verarbeiten kann. In der Timeline der Editing-Applikation Q-Edit können die Clips beliebig arrangiert und mit Übergangen versehen werden. Erst beim Ausspielen werden dann alle verwendeten Szenen auf das jeweils gewünschte Video- oder File-Format umgerechnet: HDTV mit 1080 Zeilen, in 24P oder anderen Bildraten, PAL, NTSC oder andere. Quantel nennt dies »Resolution Coexistence« und verweist darauf, dass diese Funktion in der Praxis sehr effektives Arbeiten mit unterschiedlichen Auflösungen ermöglicht. Für iQ stehen verschiedene Quantel-Applikationen zur Verfügung, darunter timeline-orientiertes Editing und die Funktionalität einer Multi-Resolution-Paintbox.

Auch Windows-Applikationen können auf iQ betrieben werden, wofür es zwei Varianten gibt: Volle Integration in iQ und somit volle Leistung der Quantel-Hardware für Windows-Applikationen gewährleistet nur die erste Variante, die aus einer für iQ angepassten Version der jeweiligen Software besteht. Dabei ist diese Anpassung nach Angaben von Paul Kellar relativ einfach zu bewerkstelligen und betrifft überwiegend die Menüs und die Bedienoberfläche. Nötig ist die Portierung, weil iQ nur die Kernfunktionalität von Windows nutzt, eine Maßnahme, die laut Entwicklungschef Kellar der Stabilität und Zuverlässigkeit von iQ höchst zuträglich ist.

Zweite Variante für Windows-Programme auf iQ: Man startet eine normale, volle Windows-Version auf iQ und kann dann wie auf einem normalen Rechner mit der Windows-Applikation arbeiten, ohne allerdings die Leistungsfähigkeit des Systems voll auszuschöpfen. Zudem bietet ein mit iQ ausgeliefertes Software-Tool die Möglichkeit, von iQ aus in die Libraries anderer vernetzter Rechner zu schauen und umgekehrt, was den Austausch von Clips zwischen iQ und anderen Rechnern stark vereinfacht.

Quantel hat sich nach Firmenangaben bei iQ keineswegs endgültig auf Windows festgelegt, auch Linux kann in der Zukunft innerhalb von iQ zum Einsatz kommen, allerdings gibt es hierfür noch keine konkrete Entwicklung.

Autor: red

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