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Konkurrenzkampf in der modernen Medienwelt

Wie sichert man sich in der modernen Medienwelt die Aufmerksamkeit des Zuschauers, des Lesers oder des Online-Nutzers ? Eine Studie von Price Waterhouse Coopers gibt Hinweise.
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Die Momente, in denen man sich hinsetzte, um mehrere Stunden lang mit ungeteilter Aufmerksamkeit ein Fernsehprogramm anzusehen, ein Buch zu lesen oder eine Zeitschrift durchzublättern, werden immer seltener: Das Durchzappen der verfügbaren Fernsehprogramme ist ein unübersehbares Zeichen dafür, die parallele Nutzung verschiedener Medien nimmt zu.

Nach Einschätzung der Unternehmensberater bei Price Waterhouse Coopers (PWC) sind die Zeiten der längeren ungeteilten Aufmerksamkeit sogar schon vorbei. Statt dessen kämpften schon heute alle Medien um die Aufmerksamkeit des potenziellen Nutzers, und dieser Kampf werde sich in den kommenden Jahren dramatisch verstärken: Zu diesem Schluss kommen Saul J. Berman und Bennett E. McClellan, die Autoren der Studie »Vying for attention«, zu deutsch »Kampf um Aufmerksamkeit«.

Dieser Kampf wird aus Sicht der Berater auch aus einem ganz simplen Grund an Härte zunehmen: Für die kommenden fünf bis zehn Jahren erwarten sie zwar immer mehr Toys und Tools für den Endverbraucher, für die der Konsument aber gleichzeitig keine Minute mehr Zeit habe als bisher. Eher sei sogar das Gegenteil der Fall, was die Autoren der Studie mit folgendem Indiz untermauern: Der Aussage »Ich habe nie genügend Zeit« hätten im Jahr 1991 rund 51 Prozent der Befragten zugestimmt, während es im Jahr 1996 schon 57 Prozent, im Jahr 1999 schließlich schon 66 Prozent waren. Dieser Trend werde sich fortsetzen.

In der Folge müssen sich die Märkte laut PWC weiter untergliedern und fragmentierten. Für Content-Produzenten bedeute dies, dass sie flexibel reagieren müssten und sich nicht mehr wie bislang auf traditionelle Konzepte verlassen könnten. Netzwerke, Allianzen und Kooperationen sehen die Autoren der Studie als möglichen Lösungsansatz, um die zahlreichen Nischenmärkte optimal und zur Zufriedenheit der Nutzer bedienen zu können.

Downloads zum Artikel:

T_0501_PWC_Vyingforatt.pdf

Autor: C. Gebhard, G. Voigt-Müller

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