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Band Pro, ACSE, Heliteam Süd: Hubschrauber mit HD-Videotechnik

Gemeinsam mit Heliteam Süd und Airborne Camera Systems Europe (ACSE) realisierte Band Pro ein digitales, fliegendes HD-Videostudio für Luftaufnahmen mit einem Helikopter. Zum Einsatz kamen dabei ein Flir-Kameraaufhängungs-System in Kombination mit der Sony-Systemkamera HDC-1500 und einem SRW-Recorder.

Band Pro präsentierte dieses neue Helikoptersystem für HD-Aufnahmen vor kurzem der Öffentlichkeit, integriert haben es die Münchener HD-Spezialisten gemeinsam mit den Firmen Heliteam Süd und Airborne Camera Systems Europe (ACSE).

In den zivilen Mehrzweck-Helikopter Bell 407 wurde das Kameraaufhängungs-System Flir Ultra Media II eingebaut und mit der Sony-Systemkamera HDC1500 bestückt, zur Aufzeichnung kommt ein SRW-1-Recorder zum Einsatz. Damit lassen sich in der maximalen Qualitätsstufe unkomprimierte Signale in 4:4:4-RGB-HD aufzeichnen. Aber auch andere Formate wie HDCAM SR, DVCPRO oder Digital Betacam sollen sich sowohl auf Band oder — wenn von der Auftraggeberseite gewünscht — auf Harddisk aufgezeichnen lassen. HD-Messtechnik und HD-Monitoring von Astro sollen dem Flir-Operator die volle Kontrolle über das hochauflösende Bildsignal ermöglichen. Bei der Umsetzung der CCU orientierte man sich an der Ergonomie von Kamerapulten anderer Hersteller. Gepolsterte Auflageflächen sollen dem Operator das Handling bequemer machen.

Der Kamerakopf der Sony-Systemkamera HDC-1500 wird durch das unten am Hubschauber angebrachte Dome-System Flir Ultra Media II stabilisiert und vom Helikopter entkoppelt: Das System stellt eine vollkardanische, um fünf Achsen kreiselstabilisierte, mit Stickstoff befüllte Gimbaleinheit dar. Die Kreiselstabilisation besteht aus zwei äußeren und zwei inneren Achsen sowie einer Achse für die Rollfunktion. Durch den Einsatz von Schleifkontakten ist laut Hersteller die volle 360-Grad-Drehung der Kamera möglich. Schwingungen und Vibrationen des Hubschraubers werden durch das Gimbalsystem von der Kamera ferngehalten. Die Aufzeichnungsmedien sowie der Kontrollmonitor und die Kamera befinden sich in einem speziell für Hubschrauber konstruierten und für die Luftfahrt zertifizierten Rack im Inneren des Helikopters.

Die Sony HDC-1500-Kamera wurde von Band Pro für den Einbau bis auf die Platinen zerlegt. »Das war notwendig, um die Platinen im bestehenden Gehäuse im Rack besser positionieren zu können«, so Gerhard Baier, Geschäftsführer von Band Pro.

An Bord finden neben dem Piloten und Copiloten auch Regisseur, Kameramann, Flir-Operator und ein HD-Spezialist Platz. Den Vorteil der nun realisierten Möglichkeit, hochauflösende Luftaufnahmen zu drehen, sieht Gerhard Baier in den längeren Aufnahmezeiten: Waren Drehs mit Filmkameras bislang auf die Länge eines Filmmagazines und somit auf etwa zehn Minuten limitiert, sind digitale Luftaufnahmen nun zeitlich nur noch durch die wesentlich längere Flugzeit und Reichweite des Hubschraubers begrenzt (etwa 170 Minuten und 700 km Reichweite).

Die Kosten für den Umbau des Helis zum fliegenden HD-Aufnahmestudio gibt Band Pro mit rund 380.000 Euro inklusive aller Komponenten an. Grund für die vergleichsweise hohen Kosten sei unter anderem die notwendige Luftfahrtzulassung aller verwendeten Bauteile gewesen, was den Preis einer simplen Schraube schon mal von 10 Cent auf 6 Euro hochtreibe, so Band Pro.

Einsatzmöglichkeiten des fliegenden Videostudios sollen sich sowohl in der Live-Berichterstattung als auch in Spielfilm- und Werbeproduktionen finden. Der SWR hat demnach bereits digitale Luftaufnahmen vom Wallis, dem Matterhorn und dem Mont Blanc mit diesem Luftaufnahmesystem erstellen lassen. Auch der BR will den HD-Hubschrauber im Rahmen eines Dokumentarfilmes einsetzen. Obwohl diese Sender ihr Programm bisher nur in SD ausstrahlen, wollen sie sich für eine mögliche HD-Auswertung in der Zukunft alles offen halten, so Band Pro.

Autor: stö

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