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Sony räumt Problemfälle unter den ersten ausgelieferten EX1 ein

Nun ist es offiziell: Bei einigen der ersten Seriengeräte des Speicherkarten-Camcorders PMW-EX1 von Sony gibt es Probleme mit der optischen Abbildung.

Bei einigen der bislang von Sony ausgelieferten EX1-Camcorder (Test eines Vorseriengeräts) treten demnach Abbildungsfehler auf, die von den Betroffenen als starke Vignettierungseffekte beschrieben werden: Die Helligkeit fällt meist zu einer Bildecke hin deutlich sichtbar ab — der Effekt ist aber wesentlich intensiver, als das, was man üblicherweise unter Vignettierung versteht. Nun haben die EX1-Kunden in den USA ein Schreiben von Sony erhalten, in dem der Hersteller das Problem einräumt und sich dafür entschuldigt.

In der offiziellen Stellungnahme von Sony heißt es, dass »eine kleine Anzahl« von EX1-Camcordern ausgeliefert wurden, bei denen ein Abbildungsfehler auftritt, den Sony als »unbalanced light falloff« zu den Bildkanten hin beschreibt. Als Ursache hierfür hat Sony ein Problem bei der Objektivmontage ausgemacht: Die Mittelachse des Objektivs liegt demnach bei den betroffenen Geräten nicht exakt auf der optischen Achse des Sensors.

Das klingt plausibel, denn die Nutzer, die in verschiedenen Internet-Foren von dem Problem berichten, beschreiben eigentlich keine klassische Vignettierung, sondern eine Abschattung, die nur in einer oder zwei Ecken des Bildes auftritt, nicht aber in allen vieren.

Sony betont, dass nur ein »sehr kleiner Prozentsatz« der bislang weltweit ausgelieferten Geräte des Typs PMW-EX1 von dem Problem betroffen sei. Der Hersteller hat nach eigenen Angaben eine komplette Untersuchung und Modifikation des Fertigungsprozesses durchgeführt, um dieses Problem in Zukunft auszuschließen.

Die Redaktion von film-tv-video.de konnte den beschriebenen Effekt bei einem vom Hersteller zur Verfügung gestellten Demo-Gerät nicht feststellen — auch nicht bei den typischen Verhältnissen, unter denen man Vignettierungseffekte provozieren und sichtbar machen kann, also beim Abfilmen einer gleichmäßig beleuchteten, monochromen Fläche mit offener Blende. Auch der teilweise beschriebene Zusammenhang der Abschattung mit dem Einsatz der Bildstabilisierung war nicht zu verifizieren. Natürlich ist auch das nur eine Aussage über ein einzelnes Gerät, zeigt aber, dass das beschriebene Abbildungsproblem wohl kein grundlegender oder zumindest kein unkorrigierbarer Fehler dieses Camcordertyps ist.

Folgt man den Angaben von Sony, dann handelt es sich bei dem Effekt um einen Ausnahmefehler. Durch übereifrige Sensationsberichterstattung in einigen Web-Foren ist aber teilweise ein anderer Eindruck entstanden: Dort wurde das Ganze nämlich in den vergangenen Wochen mächtig aufgeblasen — wahrscheinlich weit über die tatsächliche Tragweite hinaus. Ganz zweifellos ist der Abbildungsfehler aber für alle davon betroffenen EX1-Käufer ärgerlich.

Sony verspricht, dass alle EX1-Camcorder, die das Vignettierungsproblem aufweisen, kostenlos und sehr rasch neu justiert werden. Die betroffenen Kunden bittet Sony, sich an die jeweils regional zuständige Support-Abteilung zu wenden. Zur raschen Abwicklung der Reparatur wird dort die Seriennummer und der Kaufort des Camcorders benötigt.

Kunden aus dem deutschen Sprachraum bittet Sony, die Silver-Support-Hotline anzurufen. Die jeweilige Nummer steht auf dem Silver-Support-Vertrag außen auf dem Karton der Seriengeräte. Nachdem das Gerät registriert wurde, wird es laut Sony kostenlos abgeholt, justiert und schnellstmöglich zurückgeliefert — nach Herstellerangaben normalerweise innerhalb weniger Tage. Alle ab dem 15. Dezember ausgelieferten Geräte sind nach Sony-Angaben schon von Haus aus überprüft.

Autor: red

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