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Digital Cinema bei der 64. Berlinale

Die Berlinale kämpft mit der Datenflut: Erstmals erfolgen im Rahmen der Berlinale alle digitalen Vorführungen im Digital Cinema Format (DCP) und dafür müssen die eingereichten Filme bei Bedarf vorab in dieses Format gewandelt werden. Die digitale Distribution der Festivalfilme in die Kinos ist damit eine der größten technischen und logistischen Aufgaben für das Festival.

Wie schon in den vergangenen Jahren stellt die Digitalisierung der Kinobranche die Berlinale erneut vor enorme technische und logistische Herausforderungen, die ohne Sponsoren in diesem Bereich kaum zu meistern wären. Mit Colt, EMC, Barco, Dolby, Doremi, DVS und Vidi unterstützen dieses Jahr sieben Unternehmen die Berlinale im Bereich Digital Cinema. Der digitale Anteil der rund 2.500 Filmvorführungen, die im Rahmen des Festivals und auf dem European Film Market gezeigt werden, wird laut Veranstalter bei über 95% liegen.

Weil es mittlerweile in praktisch allen regulären Kinos schon Digitalprojektoren gibt, ist der Bedarf des Festivals an zusätzlichen Digitalprojektoren in diesem Jahr erstmals wieder gesunken. Barco kooperiert in diesem Bereich mit der Berlinale und unterstützt das Festival mit einer Auswahl an DP2K- und DP4K-Digital-Cinema-Projektoren, für die temporären Spielstätten der Berlinale.

Weiter angestiegen ist der Bedarf an schnellen Datenleitungen und an Speichersystemen. Im Vorfeld des Festivals mussten daher viele technische und logistische Prozesse überdacht und angepasst werden.

Um den gestiegenen Bedarf zu decken, verband der Glasfaser-Spezialist Colt alle ständigen Berlinale-Spielstätten sowohl mit dem Berlinale-Rechenzentrum im Film-Office am Potsdamer Platz, als auch mit dem Colt-Rechenzentrum in Berlin. Für die Übertragung von Filmen steht damit 2014 eine Bandbreite von insgesamt über 75 GBit/s zur Verfügung. Erstmals nutzt die Berlinale auch Colocation-Flächen im Colt- Rechenzentrum, um dort einen Hochleistungsspeicher des Storage-Experten EMC betreiben zu können. EMC liefert zur zentralen Speicherung aller Filmdaten einen Isilon Storage Cluster mit insgesamt 400 TB Speicherkapazität.

Um die in den unterschiedlichsten Formaten angelieferten Filme in das Kinoformat DCP übertragen zu stellt DVS mehrere Clipster-Postproduktions-Systeme zur Verfügung, die diese besonders rechenintensiven Vorgänge stark beschleunigen. Um die dafür nötigen HD-Videosignale verlustfrei zwischen den Rechenzentren von Berlinale und Colt austauschen zu können, richtete die Firma Vidi eine HD-SDI-Übertragung mit vier Kanälen ein.

Um alle Prozesse von der Prüfung und Übertragung der Filme über die Verwaltung der Filmschlüssel (KDMs) bis zur Überwachung der Vorführungen zentral vom Film-Office aus steuern zu können, setzt die Berlinale eine speziell hierfür entwickelte Software auf Basis der OpenFMS-Plattform des Hambureger Unternehmens CineFMS aus Hamburg (siehe separate Meldung).
 
Um in den Kinos auch in puncto Audiowiedergabe einen reibungslosen Ablauf zu garantieren, haben Spezialisten von Dolby schon vor dem Festival die Tonanlagen in über 50 Spielstätten überprüft und den Standards entsprechend eingestellt.

Empfehlungen der Redaktion:

05.02.2014 – CineFMS liefert Software für digitale Filmvorführungen bei der Berlinale 2014

Autor: red

Bildrechte: © Berlinale (1), © Nonkonform (4)

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