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Canon-PTZ-Kameras: Hintergrund-Interview

Alexander Müller von Canon beantwortete Fragen von film-tv-video.de zu den jüngst angekündigten PTZ-Kameras von Canon.


Canon, PTZ-Kameras, CR-N300, CR-N500

Zwei neue PTZ-Kameras von Canon: CR-N500 für rund 5.000 Euro und die CR-N300 für rund 2.500 Euro.

Canon kündigte vor kurzem an, ins PTZ-Business einzusteigen (Meldung).

Drei PTZ-Kameras, zwei für den Indoor-, eine für den Outdoor-Bereich, sollen in den kommenden Wochen auf den Markt kommen. Die bisher bekannten Netto-Listenpreise der Indoor-Kameras liegen bei rund 2.500 Euro (CR-N300) und rund 5.000 Euro (CR-N500). Ein passendes Steuerpult (RC-IP100) will Canon für rund 1.900 Euro anbieten.

Alexander Müller, Sales Director ITCG DACH B2B und Pro Imaging, Canon

Alexander Müller, Sales Director ITCG DACH B2B und Pro Imaging bei Canon.

film-tv-video.de sprach mit Alexander Müller, Sales Director ITCG DACH B2B und Pro Imaging bei Canon, über die Hintergründe.

 

Warum bewegt sich Canon jetzt in den PTZ-Markt, welche Potenziale sehen Sie?

Canon, Alexander Müller

.

Alexander Müller: Das Thema PTZ ist ja nicht völlig neu für uns. Wir haben uns schon lange im Vorfeld dieser Entscheidung und Vorstellung damit beschäftigt — natürlich auch aus der Kenntnis des Broadcast-Geschäfts heraus. Eine der Erkenntnisse: Insbesondere bei Sport-Events wie Bundesliga-Übertragungen und ähnlichem kann man auch im Broadcast-Markt eine klare positive Entwicklung erkennen. Unsere Entwicklungsabteilung in Tokio hat das aufmerksam beobachtet und entsprechend reagiert.

Canon, Alexander Müller

»Das Thema PTZ ist ja nicht völlig neu für uns.«

Nun wird Canon also in den PTZ-Markt einsteigen und mit den neuen PTZ-Kameras den nächsten Schritt gehen, um unser Portfolio zu erweitern. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, und durch die Pandemie sind die Themen Video insgesamt und Streaming im Besonderen auch in anderen Feldern enorm erhöht.

Gleichzeitig ist die Angst der Anwender vor einer Kamera heute stark zurückgegangen: Schüler, Studierende, Berufstätige sind es jetzt mehr denn je gewohnt, vor einer Kamera zu sprechen und mit ihr umzugehen.

Canon, PTZ-Kameras, CR-N500

Die 4K-Kamera CR-N500 ist mit einem 1-Zoll-CMOS-Sensor und einem 15fach-Zoom bestückt.

Mit welchem Ansatz versucht Canon, in dem schon bestehenden, etablierten Markt zu überzeugen?

Canon, Alexander Müller

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Alexander Müller: Es gibt schon einige Player in diesem Markt, und bei uns stehen natürlich zwei Themen im Vordergrund: Qualität und der Lösungsgedanke.
Beim Thema Qualität geht es dabei nicht nur um Auflösung und andere Specs, sondern etwa auch um Aspekte wie die Hauttöne.

Canon, PTZ-Kameras, Screenshot

Canon will mit Hardware, aber auch mit Software punkten.

Wir haben insgesamt aber nicht die Absicht, nur einzelne Produkte in den Markt einzuführen, sondern haben auch den Anspruch an uns selbst, ein ganzes Ökosystem aufzubauen. So wollen wir mit unseren PTZ-Kameras natürlich auch mit bestehenden, schon installierten Systemen interagieren, um damit Streaming-Produktionen umzusetzen. Hier haben wir in den letzten Jahren auch durch das Thema Netzwerk-Kameras eine gewisse Erfahrung und Kompetenz erlangt, und jetzt ist der Anspruch, die Brücke zur Broadcast-Technologie und zum IP-Streaming zu schlagen.

Können Sie die Aspekte »Lösungsgedanke« und »Ökosystem« noch weiter ausführen?

Canon, Alexander Müller

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Alexander Müller: Wir wollen mit Hardware, aber ebenso mit der Software punkten und wir möchten natürlich auch gerne mit einem Controller dem Kunden die Möglichkeit geben, ein gesamtes Canon-System aufzubauen. Aber es geht auch um Offenheit und Integration.

Wir haben viele Vorgespräche geführt und dabei herausgehört, wo der Bedarf liegt, insbesondere auch im Anspruch an die Qualität.

Wir werden also bei den Indoor-Modellen zunächst mit einer preisgünstigen Einsteiger-Kamera und einem im preislichen Mittelfeld des PTZ-Marktes positionierten Modell starten, aber beide mit 4K-Sensoren. Wir haben also einen klaren Qualitätsanspruch, wollten aber bei den Indoor-PTZs die 5.000 Euro- bzw. die 3.000 Euro-Marke nicht überschreiten.

Ein anderer wichtiger Aspekt sind die Steuer- und Übertragungsprotokolle. Uns ist es wichtig, dass unsere Systeme kompatibel mit bestehenden Infrastrukturen sind, so dass jeder, der in Richtung UHD gehen will, nun auch eine Canon-Option hat.

 

Seite 1: Potenziale, Ansatz, Lösungsgedanke, Ökosystem
Seite 2: Bereiche, Abgrenzung
Seite 3: Color-Science, Autofokus, Bedienung, KI


Autor: C. Gebhard, G. Voigt-Müller

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