Storage: 31.08.1999

Neuer Profile von Grass Valley

Im zweiten Quartal ‘99 wurden laut Hersteller mehr Profiles verkauft, als je in einem Quartal zuvor. Dennoch wurde es Zeit für eine Überarbeitung dieses Videoservers. Neu zur IBC ’99: der Profile XP.

B_NEPD_0899_ProfileProfile-Diskrecorder XP

Der Profile XP wurde von Grund auf neu entwickelt, außer dem Design der Frontplatte erinnert kaum noch etwas an den Profile der ersten Generation. Schon äusserlich gibt es Unterschiede: Der Profile XP ist um eine 19″-Höheneinheit höher und wird per Fibre-Channel mit einem externen Disk-Array verbunden. Völlig neu ist der modulare Aufbau des Geräts, der es unter anderem erlaubt, mit dem Austausch nur eines Boards den Profile XP von normaler Videoauflösung auf HD-Betrieb umzurüsten. Auch das Kompressions-Board kann ausgetauscht werden und die Ein- und Ausgänge lassen sich mit den üblichen analogen und digitalen Audio- und Videoschnittstellen nach Bedarf modular bestücken. Künftig soll es auch eine SDTI-Schnittstelle geben und es soll möglich sein, MPEG-Transport-Streams auszugeben.

Die interne Bandbreite wurde von 250 Mbps auf 600 Mbps erhöht und den Profile XP soll es mit bis zu 8 Video- und 16 oder 32 Audiokanälen (Dolby E oder AC-3) geben. Die Preise sollen dabei um bis zu 30 Prozent unter denen des vergleichbaren Vorgängermodells liegen. Als Netto-Einstiegspreis für die Grundversion gibt Grass Valley 55.000 Dollar an, die HD-Version soll zu Nettopreisen ab 75.000 Dollar verkauft werden.
Zunächst will Grass Valley den Profile XP nur in Standardauflösung und ausschließlich in einer MPEG-Variante anbieten. Im Januar 2000 soll dann eine HD-Version folgen, im März dann auch das DVCPRO-Board verfügar sein. Zunächst muß der Anwender sich zwischen MPEG und DVCPRO entscheiden, später soll es möglich sein, beide Verfahren im gleichen Gerät zu verwenden. Für den Profile XP soll es künftig noch zahlreiche Optionen geben, etwa Mix/Effekt-Boards.

Schon jetzt ist im Profile XP für jeden Kanal ein Frame-Synchronizer integriert, der unstabile Signale, etwa Satelliten-Feeds, stabilisiert und deren Aufzeichnung ohne weitere Geräte ermöglicht. Ebenfalls integriert: Eine Kreuzschiene, mit der sich Signale intern verteilen und beliebig auf die unterschiedlichen Ein- und Ausgänge legen lassen.

Im Audiobereich bietet der XP Audio Scrub, Audio Mix und automatische Rauschunterdrückung zwischen den Clips.

Autor
red
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