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Praxistest Farbmanagement: X-Rite i1 Filmmaker Kit

X-Rite bietet mit dem i1 Filmmaker Kit eine relativ preisgünstige und einfach zu handhabende Lösung für den kompetenten Umgang mit Farben im Videobereich an. Die Lösung besteht aus einem kompakten Testtafelset und einem kleinen Messgerät.




i1 Filmmaker Kit

In DaVinci Resolve kann anhand des Color-Match-Fensters ein Rahmen um die Farbtafel gelegt werden. So lässt sich das Bild anhand dieser Werte automatisch neutral einstellen.

So funktioniert der Angleich in verschiedenen Post-Softwares

In Verbindung mit einem Vektorskop ist bei der Nachbearbeitung in der jeweiligen Software normalerweise schnell erkennbar, an welchen Stellen die Farben nicht korrekt dargestellt werden. Meist ist es hilfreich, das Bild, das man zu Beginn des Drehs mit dem »ColorChecker Passport« aufgezeichnet hat, bis auf den ColorChecker zu beschneiden und die Sättigung für diesen Prozess zu erhöhen. Die Grauwerte können dann in einem Waveform-Monitor gut verwendet werden, um den Kontrast anzupassen.

i1 Filmmaker Kit

Die Einstellung nur mit einem Weißabgleich (oben) und anhand des „Color Match“ von DaVinci Resolve (unten) bei einer Aufnahme im Neonlicht ist vor allem bei flachen Bildprofilen ein schneller Weg.  

Die verschiedenen Hauttöne auf dem ColorChecker bieten eine gute Referenz, um auch dunklere Hauttöne für ein Interview richtig zu belichten, indem man den hellsten auf dem Chart auf die klassischen 70% belichtet.

Mit diesen Methoden sieht man Probleme bei der Farbdarstellung sofort und erreicht schnell eine ausgewogenere Bildcharakteristik, als dies mit einem einfachen Weißabgleich mit dem Pipetten-Werkzeug möglich gewesen wäre.

Beim Test im »Farbfeld« von DaVinci Resolve gab es teilweise einen sichtbaren Unterschied zwischen den Aufnahmen, die mit »normalem« Weißabgleich aufgezeichnet wurden und zwischen jenen, bei denen zu Beginn der »ColorChecker Passport« aufgezeichnet wurde. Das trat sowohl bei reinem Tageslicht und Kunstlicht, als auch bei Neonröhrenbeleuchtung auf. Vor allem bei Hauttönen lässt sich ein grüner Farbstich bei Mischlicht mit Hilfe des»ColorChecker Passport« schnell korrigieren. Beim Rotton zeigte sich bei 8-Bit-Aufnahmen mit einer DSLR oft eine deutliche Tendenz ins Orange.

i1 Filmmaker Kit

Das Plug-In Color Finale bietet eine ähnliche Funktion für Final Cut Pro X unter der Option Chart Grid. Allerdings übertreibt es das Plug-In meist mit der Kontrasteinstellung, was sich aber manuell leicht korrigieren lässt.

Für Final Cut Pro X kann eine automatische Korrektur über das Plug-In »Color Finale« nachgerüstet werden. Wie in DaVinci Resolve gibt es eine einfache Funktion, ein »Chart Grid« über den ColorChecker zu ziehen und dann mit nur einem Klick die Farben in dem Checker neutral einzustellen. Allerdings führt Color Finale immer eine sehr radikale Kontrastkorrektur durch, die anschließend aber wieder ganz einfach verringert werden kann. Die Grautafel mit einem 40-IRE-Wert in der Mitte eignet sich gut, um festzustellen, wie sich der Kontrast zwischen Schwarz, Weiß und der Mitte verteilt.

i1 Filmmaker Kit

In anderen Schnittprogrammen (hier Premiere Pro) kann der ColorChecker vor allem in Verbindung mit dem Vektorskop verwendet werden um das Bild manuell einzustellen. Nach dem Weißabgleich mit der Pipette sieht man den deutlichen Orange-Stich in der Farbe Rot der 8Bit Aufnahme. (Hier mit einer Maske, die nur für das Kalibrieren verwendet wird).

Seite 1: Einleitung
Seite 2: Komponenten, Funktionsprinzip, Anwendungen
Seite 3: Anwendung mit verschiedenen Post-Softwares
Seite 4: Display-Kalibrierung
Seite 5: Fazit

Autor: Nonkonform, Harrer

Bildrechte: Christoph Harrer (7), Nonkonform (7)

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