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Praxistest: Post-Software DaVinci Resolve 18

Mit den Neuerungen der jüngsten Version der Postproduction-Software von Blackmagic konzentriert sich der Hersteller auf die Bereiche kooperativer Workflows und KI-Masken.





Mit Version 16 von DaVinci Resolve hatte Blackmagic Design die Umwandlung in eine »Eine-für-Alles-Software« abgeschlossen (Praxistest). Version 17 brachte vor allem eine sehr lange Liste an Detailverbesserungen (Praxistest). Nun mit der aktuellen Version 18 konzentrieren sich die Neuerungen auf das kooperative Arbeiten und KI-gestützte Funktionen, letzteres hauptsächlich beim Thema Auto-Masking und Alpha-Ebene — und hiervon profitieren fast ausschließlich die Nutzer der Studio-Version. Für die kostenlose Version von DaVinci Resolve bringt dieses Update nicht viele sichtbare Neuerungen.

Blackmagic, DaVinci Resolve 18, Postproduction-Software

Die neueste Version der Postproduction-Software von Blackmagic: DaVinci Resolve 18.

Blackmagic Design bietet seine Updates auch weiterhin kostenlos an, also könnte man sagen: Dem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. film-tv-video.de hat das in diesem Praxistest trotzdem gemacht.

Blackmagic, DaVinci Resolve 18, Postproduction-Software

Die Cut-Seite von DaVinci Resolve 18.

Mehr von allem

Die Anzahl der Fenster und Menübefehle von Resolve zeigen, dass diese Software mit Funktionen vollgepackt ist. Damit deckt dieses Programm mehr oder weniger alle Bereiche der Postproduction ab. Das ist einerseits natürlich sehr schön und erfüllt den Anspruch an eine »Eine-für-Alles-Software«. Aber diese Fülle hat auch einen Nachteil: die Einstiegshürde für Anfänger wird immer höher.

Damit kämpfen auch andere Software-Hersteller: Es kommt nicht von ungefähr, dass Adobe neben Premiere Pro auch sein einfacheres Schnittprogramm Rush anbietet…

Bei der neuen Version von Resolve scheint mittlerweile in einigen Bereichen auch eine Grenze erreicht, wo man in Zukunft von der Entwicklerseite nicht einfach weiterhin immer mehr reinpacken sollte, sondern langsam auch das Thema Vereinfachung angepackt werden müsste. Ein Indikator: Viele neuere Funktionen passen nicht mehr so ganz in die bisherige Logik der Software.

Blackmagic, DaVinci Resolve 18, Postproduction-Software

Das Page-Design von DaVinci Resolve bringt Ordnung, aber wenn immer mehr reingepackt wird, hat auch das Grenzen.

Das grundsätzliche »Page«-Design von Resolve, bei dem jeder der sechs Arbeitsbereiche seine eigene Zusammenstellungen an Fenstern hat, ist ja prinzipiell ein ganz guter Weg, die Funktionsvielfalt in den Griff zu bekommen: Die Seiten, die erst einmal nicht für ein Projekt benötigt werden, können ignoriert und einfach ausgeblendet werden. Wird ein Projekt neu gestartet, kann man beispielsweise nur die Cut-Seite verwenden, die Programmen wie iMovie ähnelt.

Dann kann man sich schrittweise in die weiteren Funktionsbereiche der einzelnen Seiten einarbeiten, wenn diese benötigt werden.

Das englischsprachige Handbuch bietet im Grunde auch eine übersichtliche und ausführliche Anleitung für die Vielfalt der Funktionen. Bei komplexeren Aufgaben — gerade in Fusion, der Effektbearbeitung innerhalb von Resolve muss allerdings oft zwischen mehreren Seiten gewechselt werden, um das schrittweise Vorgehen nachvollziehen zu können. Hier ist möglicherweise eine Grenze erreicht.

Blackmagic, DaVinci Resolve 18, Postproduction-Software, © Harrer

DaVinci Resolve 18 hat sich auf der Bedienoberfläche nicht verändert, die meisten Neuerungen sind unter der Haube oder in einzelnen Effekten zu finden.

Seite 1: Einleitung, Mehr von allem
Seite 2: Unter der Haube, Teamwork und Proxies
Seite 3: Masken und Effekte
Seite 4: Fusion-Seite, Weitere Neuerungen
Seite 5: Fazit

Autor: C. Harrer, (C. Gebhard, G. Voigt-Müller)

Bildrechte: Blackmagic (3), Harrer (14)

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